Stieg Larsson als Comic Das Mädchen mit der Adaption
Krimi-Autorin Denise Mina machte für die US-Comicversion aus der voluminösen Vorlage des ersten Romans der Stieg-Larsson-Trilogie ein möglichst originalgetreues Skript für einen 160-Seiten-Comic - und scheiterte damit.
Weltweit sollen mehr als 65 Millionen Exemplare der "Millenium-Trilogie" verkauft worden sein. Und es gibt vier Filme, davon einer immerhin von David Fincher - und sogar Oscar-prämiert. Noomi Rapace spielte Lisbeth Salander in der schwedischen Verfilmung der Trilogie, die in Deutschland im ZDF lief.
David Fincher engagierte für die US-Kino-Verfilmung Rooney Mara für die Salander-Rolle.
Leonardo Manco und Andrea Mutti setzten die Szenen für die US-Version zeichnerisch um. Doch der Plot holpert, weil die Autorin die Originalgeschichte nicht entrümpelte.
Düstere Blicke, harte Gesichtszüge: Ewig gleich bedröppelt schauen Journalist Mikael Blomkvist und Hackerin Lisbeth Salander drein.
José Homs zeichnete nach Stieg Larssons Roman und Sylvain Runbergs Skript für den Splitter Verlag die französische Version - mit mehr Erfolg.
Sonst als Science-Fiction-Comictexter beschäftigt, wirft Sylvain Runberg unnötige Sequenzen, Rückblicke, langatmige Erörertungen unbekümmert raus.
Und die von Homs gezeichneten Figuren wirken oft sehr verzerrt und arg karikaturistisch. So hat man aber immerhin seinen Spaß!
Ob eine Beinahe-Parodie allerdings dem 2004 verstorbenen Autor gefallen hätte?