Verbotene Waffen Arsenal mit tödlichem Potenzial
Konfiszierte Kalaschnikows: Die Waffen gehörten zwei Brüdern, die 2011 im Raum Augsburg im Rahmen einer Verkehrskontrolle einen Polizisten erschossen. Einer der Täter war ein wegen Polizistenmordes vorbestrafter "Waffennarr" mit einer illegalen Sammlung.
AK-47: Die Kalaschnikow gilt - in ihren diversen Baureihen - mit bis 100 Millionen Stück als meistgebaute und -verbreitete Militärwaffe der Welt. Die äußerst robuste Waffe wird seit 1947 gebaut, die aktuell modernste Version fußt auf einer Weiterentwicklung aus dem Jahr 1974. Die Einführung einer neuen Baureihe in den nächsten Monaten in der Armee Russlands könnte den Schwarzmarkt mit neuem Nachschub an älteren Kalaschnikows versorgen.
Ganz normales Equipment: Dieses M4-Sturmgewehr konfiszierten spanische Fahnder bei der Verhaftung von Drogenschmugglern.
Doch nicht nur Drogenschmuggler sind mit Kriegsgerät bewaffnet. Im Bild: Das konfiszierte Waffenarsenal einer Rockergang - Fundstücke von vier Hausdurchsuchungen im November 2015 im Raum Stuttgart.
"Ich will doch nur sammeln": Auch unter Sportschützen und Waffensammlern gibt es viele, für die illegale Waffen einen großen Reiz besitzen. Die hier fand die Polizei in einem Keller in Burbach, Siegerland.
Weltkriegsware: Ein großer Teil der in Deutschland illegal gehorteten Waffen ist historisch - aber immer noch brauchbar. Im Juli 2015 hoben Fahnder im nordfriesischen Winnert einen Waffensammler aus, der ein Arsenal angesammelt hatte, mit dem man einen Kleinkrieg hätte führen können.
Neben Maschinen- und Sturmgewehren verfügte der Mann auch über Handfeuerwaffen, 90 Kilogramm TNT, eine Landmine und Panzerfäuste.
Bellheim in Rheinland-Pfalz: Hier stießen Fahnder unter einer Garage auf 200 Kilogramm Flak- und Artilleriegranaten sowie diverse Schusswaffen. Der Besitzer wurde wegen Verstoßes gegen das Krigeswaffenkontrollgesetz angeklagt.
In Heikendorf (Schleswig-Holstein) leistete sich ein reicher Sammler eine Weltkriegs-"Ruhmeshalle". Die Fahnder fanden dort unter anderem einen funktionstüchtigen Torpedo sowie ein Flakgeschütz.
Auch einen ebenfalls noch schussfähigen Kampfpanzer vom Typ "Panther" transportierten Polizei und Bundeswehr ab - die Kriegeswaffen blieben konfisziert. Nur eines seiner Schmuckstücke bekam der Sammler zurück: Seine V1-Rakete war wegen fehlenden Leitwerks nicht mehr einsatzfähig.