Vergabe von Olympia 2018 Zweikampf um die Spiele
In Durban entscheidet das Internationale Olympische Komitee (IOC) um Präsident Jacques Rogge (Bild) am Mittwoch über den Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2018. Im Rennen sind das französische Annecy, das südkoreanische Pyeongchang und München. Beim Besuch der IOC-Delegation...
...in der bayerischen Metropole machte Katarina Witt als Chefin des Münchner Bewerbungskomitees eine gute Figur. Für die Stadt spricht die große Erfahrung...
...mit sportlichen Großereignissen. München trug 1972 die Olympischen Sommerspiele aus. Zuletzt lieferte die Region mit der Alpinen Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen eine gelungene Generalprobe ab. Dort sollen auch 2018 die alpinen Disziplinen ausgetragen werden. Die Kufenwettbewerbe sollen am Königssee stattfinden, die Eiswettbewerb in München. Oberbürgermeister...
...Christian Ude (Mitte) unterstützt die Bewerbung. Hier spricht er mit dem Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes, Michael Vesper (links), bei einer Pressekonferenz im Vorfeld der IOC-Session in Durban. Gegen München...
...spricht die geringe Zustimmungsrate der Bevölkerung. In der Stadt sind nur 60 Prozent für die Spiele, national 56 Prozent. Allerdings wuchs die Zustimmung in den vergangenen sechs Monaten. Dabei helfen, das...
...IOC zu überzeugen, soll Franz Beckenbauer. Der "Kaiser" soll Gerüchten zufolge einen entscheidenden Part bei der 70-minütigen Präsentation übernehmen. Favorit auf die Winterspiele 2018 ist...
...Pyeongchang. "Korea ist derzeit noch einen Fingerbreit vorn", sagte das kanadische IOC-Mitglied Richard Pound nach der Präsentation beim IOC-Treffen im Mai in Lausanne. Der südkoreanische Ort...
...hat schon pompöse Events inszeniert, um sich als Bewerber ins Licht zu rücken. So wurden Orchester...
...und Sängerinnen auf die Bühne gestellt, um der Welt zu zeigen: Südkorea will die Spiele haben. Auch Präsident...
...Lee Myung Bak unterstützt die Bewerbung. Größtes Plus ist die extrem hohe Zustimmungsrate in der Bevölkerung - 92 Prozent im Ort, 87 Prozent national. Zudem war Pyeongchang bereits zweimal mit seiner Bewerbung gescheitert. Dafür sorgen, dass es...
...diesmal klappt, soll Yong Sung Park, der Chef des südkoreanischen Bewerbungskomitees - ein Mann mit engsten Verbindungen zur Wirtschaft. Ohnehin zählt Pyeongchang als der Bewerber, der am stärksten von der Wirtschaft unterstützt wird. Schwächen sind die Sicherheitsproblematik durch die Nähe zur Grenze mit Nordkorea und das geplante Fällen von 94 Hektar Wald.
Im Duell München gegen Pyeongchang wird oft vergessen, dass es mit dem französichen Annecy auch einen dritten Bewerber gibt. Der Delegation werden allgemein jedoch kaum Chancen eingeräumt. Der glücklose Edgar Grospiron warf bereits vor Monaten als Bewerbungschef das Handtuch. Zwar...
...kann die Stadt einige Erfahrung mit dem Veranstalten von Großereignissen vorweisen, und die Spiele könnten im Schatten des Mont Blanc stattfinden, doch das Konzept ist nicht kompakt genug, die Zustimmungsrate liegt nur bei 51 Prozent. Dazu kommen noch Transportprobleme und die Schwierigkeiten 1968 in Grenoble und 1992 in Albertville.