Vergessene Abenteuer Luftkissenschlacht im Himalaja
Am Start: Die Luftkissenboote der Expedition von Michel Peissel stehen im Frühjahr 1972 in Tribeni, Indien, zum Aufbruch bereit.
Huckepack: Abenteurer Michel Peissel will auf einer Expedition mit Luftkissenbooten den Himalaya überqueren. Eines der Hovercrafts wird am Beginn der Reise 1972 in London einfach auf einen Gepäckträger geladen.
Abenteuer: "Mein wahnwitziger Traum, die nicht schiffbaren Wildwasser als Transportwege zu benutzen, verwirklicht sich endlich. Wir durchqueren den Himalaja", so der Ethnologe Michel Peissel über seine Expedition im Frühjahr 1972.
Reparaturarbeiten: In glühender Sonne auf einer Sandbank des unteren Teils des nepalesischen Flusses Kali Gandaki müssen die technisch anfälligen Hovercrafts repariert werden. Das Abenteuer des Franzosen Michel Peissel, mit Luftkissenbooten auf Flussläufen 1972 den Himalaya zu durchqueren, wurde immer wieder von Pannen unterbrochen.
Besucher: Ein eingeborener Fischer besucht das Zeltlager von Michel Peissel und seinem Begleiter Michael Alexander 1972 im indischen Tribeni.
Gäste am Fluss: Eine Mutter mit ihrem Kind am Unterlauf des Flusses Kali Gandaki in Nepal, 1972, aufgenommen von dem französischen Abenteurer Michel Peissel während einer Expedition durch den Himalaya mit Luftkissenbooten. Die Genehmigung, den Oberlauf des Kali Gandaki in Nepal zu befahren, hatte Peissel einem Zufalle zu verdanken. Ein nepalesischer General bat den Abenteurer um eine kleine Demonstration des Luftkissenboots. Er wollte wissen, ob sie auch über Reisfelder fahren konnten. Die Probefahrt gelang problemlos. Peissel erhielt danach sogar das Angebot, samt Ausrüstung mit dem Privathelikopter des Königs zum Fluss fliegen zu können.
Am Ziel: Nach fast 2000 Kilometern auf insgesamt neun verschiedenen Flüssen erreicht der französische Ethnologe und Expeditionsleiter Michel Peissel 1972 mit seinem Team endlich das Ziel - er hat den Hauptkamm des Himalaya-Gebirges auf Luftkissenbooten durchquert. Im Dorf Marpha fand die Expedition ihr Ende.
Aussicht: Zwei Frauen genießen 2007 während der Monsun-Zeit die Aussicht auf den Chitrakot-Wasserfall des Flusses Indravati, nahe Jagadalpur, im Norden Indiens. Jahrzehnte zuvor solllte vom Ethnologen Peissel hier Beweis für eine moderne Art der Mobilität erbracht werden: Gelang die Fahrt mit dem Luftkissenboot, wären entlegene Gebiete plötzlich zugänglich, Flussläufe könnten bald als Straßen dienen.
Wasserfall: Der gewaltige Chitrakot-Wasserfall des Indravati-Flusses im Norden Indiens während der Monsun-Zeit 2007. Gegen den Strom wollte Peissel den Himalaya bezwingen - doch immer wieder behinderten ihn die Naturgewalten oder simple technische Probleme. Sogar eine Fingerkuppe verlor der Abenteurer durch herumfliegende Teile des Rotors.
Seilbrücke: Ein Dorfbewohner überquert circa 1985 eine einfache Seilbrücke in der Nähe von Dana und dem Tal des Flusses Kali Gandaki in Nepal. Was wäre, dachte Peissel, wenn er den mächtigen Kali Gandaki von Indien Richtung Tibet hinauffuhr? Der als heilig geltende Fluss ist einer der Hauptströme Nepals und bildet die tiefste Schlucht der Welt. "In meiner Begeisterung sah ich schon ein neues Verkehrszeitalter anbrechen", schrieb Peissel später in seinem Buch über das Abenteuer.
Himalaya-Gipfel: Die Nilgiri-Gipfel im Annapurna-Gebiet in Nepal, circa 1987, oberhalb der Schlucht des Kali Gandaki - dem tiefsten Canyon der Welt mit bis zu 4.000 Meter hohen Steilwänden.
Dorf am Fluss: Das Dorf Kagbeni im ehemaligen Königreich Mustang im Mai 1993. Mustang gehört heute zu Nepal. Die Region wird beherrst vom Flusslauf und imposanten Tal des Kali Gandaki.