Das Gold des Wakeman Bodey Der gefährlichste Ort des Wilden Westens
Die Überreste von Bodie: Um 1880 lebten hier vermutlich etwa 8000 Menschen, doch nach einem Großbrand 1932 verließen die letzten Einwohner nach und nach den Ort - Bodie wurde zur Geisterstadt.
Für immer geschlossen: In der Bar des Hotel Dechambeau stehen leere Flaschen auf dem Tresen. Nur der Staub verrät, dass an dieser Theke heute abend niemand sitzen wird.
Das Bild wurde zur Verfügung gestellt von
Daniel Ter-Nedden
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Die letzte Tankfüllung: An der verlassenen Tankstelle von Bodie rostet noch ein Auto vor sich hin. Daneben ereilt ein Shell-Schild das selbe Schicksal. Schon nach wenigen Jahren, als Mitte der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts die Gold- und Silberminen Bodies überwiegend ausgebeutet waren, zog der Tross von Glückssuchern, Prostituierten und Minenarbeitern weiter.
Verlassenes Haus: Nachdem die letzten Bewohner Bodie verlassen hatten, wurde die Minen noch einige Jahre mit Arbeitern aus Nachbarstädten weiterbetrieben. Sie stellte sich jedoch als nicht profitabel genug heraus, so dass sie in den sechziger Jahren schließlich ganz aufgegeben wurde.
Geschlossenes Geschäft: Dass der letzte Kunde hier eingekauft hat, ist schon eine Ewigkeit her, trotzdem stapeln sich in den Regalen dieses Ladens noch Warenreste aus einer längst untergegangenen Zeit.
Möbelstück für einen Geist: In diesem Bett schläft nun schon seit etwa 80 Jahren niemand mehr. Nur noch Touristen kommen hin und wieder vorbei und werfen einen Blick darauf. Bodie gilt heute als eine der besterhaltenen Geisterstädte der USA. Das liegt nicht zuletzt an der geringen Luftfeuchtigkeit in der Region, in der sich die Gebäude und ihre Einrichtungen gut erhalten haben.
Unwirtliches Klima: Es war wohl ein Blizzard wie dieser, in dem der Namensgeber von Bodie, Wakeman S. Bodey, starb. Kurz nachdem er und drei andere Abenteurer im Herbst 1859 Gold gefunden hatten, gerieten er und einer der Männer in einen Schneesturm. Sein Begleiter berichtete später, Bodey sei zusammengebrochen und erfroren. Seine Überreste wurden erst Monate später gefunden.
Uraltes Mahl: In einer Küche in einem der verlassenen Häuser von Bodie steht noch das Geschirr auf dem Tisch. Läge nicht alles unter einer zentimeterdicken Staubschicht, könnte man glauben, die Bewohner würden gleich zurückkehren. Dieses Haus ist das einzige in Bodie, das von Besuchern betreten werden darf.
Letztes Leben in der Geisterstadt: Eine Katze ruht sich zwischen den Ruinen der einst so blühenden Stadt aus. Während Reporter die Einwohnerzahl 1880 auf etwa 8000 taxierten (nach einer offiziellen Statistik waren es zu der Zeit angeblich nur rund 5500), sank die Einwohnerzahl danach schnell und betrug 1886 nur noch um die 1500.
Touristenattraktion: Verfallene Häuser, in denen die Tapeten von den Wänden blättern und alles unter einer dicken Staubschicht ruht, faszinieren heute die Touristen. Jährlich kommen etwa 200.000 Besucher nach Bodie, um den morbiden Charme der Geisterstadt zu erleben.
Verlassene Hütten: Die einst so blühende Stadt ist heute der Bodie State Historical Park, eine Art Freilichtmuseum, in dem alles so bleibt, wie es war. Repariert wird nur, was die Ursprünglichkeit nicht stört.
Geister-Saloon: Kneipenschlägereien und -schießereien waren in der Hochzeit von Bodie an der Tagesordnung. Goldrausch, Alkohol und Glücksspiel wirkten offenbar enthemmend auf ihre Kunden.
Dechambeau Hotel: Neben dem Friedhof, am Rand von Bodie, befindet sich das einzige Gebäude des Ortes, das nicht aus Holz, sondern Steinen gebaut wurde. In Bodie wird es im Sommer sehr heiß und im Winter sehr kalt. In dem Backsteingebäude konnte auch während der starken Schwankungen die Temperatur einigermaßen stabil gehalten werden.
Gemischtwarenladen: Die Bewohner von Bodie ließen viel zurück, als sie die Stadt verließen. Selbst in diesem Laden blieben Waren liegen. Vielleicht planten sie ja zunächst, noch einmal zurückzukehren.
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Daniel Ter-Nedden
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Tote Fenster: Nur noch Fetzen von Vorhängen erinnern an die ehemaligen Bewohner dieses Hauses, durch dessen Fenster heute nur noch Touristen gucken.
Die Methodistenkirche von Bodie wurde 1882 errichtet, nachdem der erste Goldrausch bereits abebbte und viele der Goldsucher der ersten Stunde Bodie schon wieder verlassen hatten. Der Ort wurde nun etwas familienfreundlicher und man baute zwei Kirchen. Die katholische Kirche brannte 1930 ab, die Methodistenkirche steht bis heute.
Geschlossene Tür: Irgendwann haben die ehemaligen Bewohner dieses Hauses die Tür geschlossen und es für immer verlassen. Seitdem rottet es langsam vor sich hin. Touristen dürfen viele Gebäude nur von außen durch die Fenster betrachten.
Staub liegt auf den Möbeln eines verlassenen Wohnhauses in Bodie. Allerdings ist es nicht immer so ruhig hier, die Bodie Foundation, die sich für den Erhalt des Parks einsetzt, veranstaltet regelmäßig Führungen und Feste für ihre Mitglieder und Touristen in der Geisterstadt.
Ein Kirchturm für die Sünder: Irgendwann wurde in Bodie dann doch noch eine Kirche gebaut. Die damals angeblich gefährlichste Stadt der USA war zuvor eher wegen ihrer 60 Saloons und 15 Bordelle berühmt. "Ein Meer der Sünde, von den Stürmen der Wollust und Leidenschaft gepeitscht", schimpfte noch 1881 der Pfarrer F.M. Warrington über die Goldgräberstadt.
Einsamkeit und Wildnis: Der Park ist das ganze Jahr über geöffnet und kann besichtigt werden. Allerdings ist die Anreise im Winter zumeist nur mit Schneemobilen, auf Ski oder Schneeschuhen möglich, da der Schnee hier dann so hoch liegt, dass auch Geländewagen mit Vierradantrieb steckenbleiben.
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Daniel Ter-Nedden
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Manche Häuser in Bodie sind inzwischen so stark einsturzgefährdet, dass sie nicht mehr betreten werden dürfen.
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Daniel Ter-Nedden
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Verstaubt und zugewuchert: Besucher dürfen sich heute zwar auf dem größten Teil des Geländes bewegen, allerdings ist nur eines der Wohnhäuser zugänglich. Die anderen Häuser sind teilweise einsturzgefährdet, oder sollen vor Souvenierjägern geschützt werden. Dort bekommt man nur noch durch die verstaubten Fenster Einblick.
In einem verlassenen Klassenraum der Schule von Bodie liegen Schulbücher auf den Pulten. Dass hier zum letzen Mal Kinder Geographie und Rechtschreibung pauken mussten, ist Jahrzehnte her.
Verlassene Hauptstraße: Hier lief einmal die belebte Hauptstraße von Bodie entlang, an der sich, glaubt man den Berichten der Zeit, Ende des 19. Jahrhunderts vorwiegend Glücksritter, Revolverhelden, Prostituierte und Kartenspieler niederließen.
Verlassenes Wohnzimmer: Wer hat hier vor rund 130 Jahren gesessen und genäht? Was wurde aus den Menschen auf den Portraits an den Wänden? Über die ehemaligen Bewohner von Bodie ist wenig bekannt.
Abgelegenes Bodie: Die ersten Siedler brachten alles, was in Bodie gebraucht wurde, auf Maultieren und Pferdewagen hierher. Erst 1881 war die Eisenbahnstrecke fertig und Bodie konnte schneller und bequemer erreicht werden.
Western von gestern: Auf dem Tisch in diesem Zimmer liegt noch eine alte Zeitung.
Von Rost zerfressen und mit Gras zugewuchert scheint dieses Autowrack allmählich im Boden zu versinken.
Nur Reste: Neunzig Prozent des fast vollständig aus Holzhäusern bestehenden Bodie wurde 1932 bei einem Feuer vernichtet. Nur 168 Häuser der einst aus mehr als 2000 Gebäuden bestehenden Stadt blieben erhalten.
Auch Büros der Investoren, die Verwaltungsräume der insgesamt 22 Minen sowie die Redaktionsstuben der Regionalzeitungen wurde aufgegeben, als die Bewohner Bodie nach und nach verließen. Die zurückgebliebenen Inneneinrichtungen sind heute beliebte Fotomotive von Touristen und Wildwest-Nostalgikern.
Alte Schule: Das Bild zeigt das verlassene Unterrichtsgebäude von Bodie. In der Geisterstadt befindet sich heute ein kleines Museum und für Touristen werden Führungen durch den Ort und zu den Minen angeboten.
Langsam blättert die Tapete von den Wänden, während sich immer mehr Staub über alles legt. Nur noch unbedingt notwendige Reparaturen werden heute noch an den Gebäuden in Bodie gemacht, alles andere wird dem natürlichen Zerfall überlassen.
Reise in eine andere Zeit: Der Blick durch die leeren Fenster eines vor sich dahinrostenden Autos auf die langsam zerfallenden Häuser von Bodie ist wie eine Zeitreise in eine vergangene Welt. Während andere Geisterstädte in den USA zu Disneyland-ähnlichen Unterhaltungsparks umgebaut wurden, verströmt Bodie bis heute den authenischen Charme des Wilden Westens.
Särge für die Geisterstadt: Es waren nicht nur die Kneipenstreits, die das Leben in Bodie so gefährlich machten, weit mehr Menschen kamen bei Unfällen in den Minen ums Leben. Die Totengräber in Bodie hätten noch immer das sicherste Auskommen, so raunte man hier.
Als stummer Zeuge blickt George Washington, der erste Präsident der USA, in ein leeres Esszimmer in Bodie.
Goldgräberdenkmal: Die schweren Geräte und einst mit Dampfkraft betriebene Pumpen rosten heute nur noch vor sich hin. Mit ihnen hatten die Goldgräber einst Silber und Gold in einem Gesamtwert von rund 34 Millionen Dollar aus der Erde gefördert.
Drugstore: Blick in ein Schaufenster von Bodie.
Eingereicht von einestages-Leser Oliver Schade.
Tote Leitung: Die Telefonzentrale des Ortes.
Eingereicht von einestages-Leser Oliver Schade.
Rostige Schubkarre in Bodie: Ob damit wohl mal massenweise Gold transportiert wurde?
Kirche in Bodie: Eins der besterhaltenen Bauwerke in Bodie, Kalifornien ist die Kirche.
Tin Lizzy: Ein altes Ford T-Modell ist dem Verfall preisgegeben. Im Bodie State Park ist es strengstens verboten, Dingen zu verändern oder gar mitzunehmen. Jeder Stein und sogar jedes Stück Abfall sind Teil der Geschichte.
Bodie: Die ehemalige Main Street von Bodie ist heute leer und verlassen.
Strommast in Bodie: Um die kläglichen Reste der Infrsstruktur kümmert sich die Aufsicht des State Park. Der Verfall wird also in gewissen Maßen gelenkt und bleibt nicht völlig sich selbst überlassen.
Verlassene Häuser in der Wildnis: Die Bodie Main Street und Landschaft mit Blick nach Norden.
Echte Patina: Eine mit Blech verkleidete Fassade in Bodie, Kalifornien. Extreme klimatische Verhältnisse lassen manche Werkstoffe im Zeitraffer zerfallen während andere zu ungeahnter Schönheit aufblühen.
Verlassene Minengebäude in Bodie.
Schneefall: So kann Bodie im Mai aussehen, dicke Schneeflocken und grimmig kalt!
Wegweiser in Bodie: Die Straßennamen auf dem Wegweiser lassen schon erahnen, was damals dort angesiedelt war.
Alte Minen: Die alten Minengebäude scheinen aus der Entfernung unversehrt, obwohl die Minen vor Jahrzehnten aufgegeben wurden. Das Bild entstand vor gut zehn Jahren auf unserer Südwesttour durch Kalifornien, Nevada und Arizona.
Oldtimer in Bodie: Das waren noch Autos! Man beachte auch die Einschusslöcher im Shell-Schild.
Kirche in Bodie: Während der Herbstwind um die Häuser pfeift, kann man bei diesem Anblick förmlich spüren, wie sich die Geisterbewohner Bodies aus den dunklen Ecken erheben und dem Läuten der Glocken zum sonntäglichen Kirchgang folgen. In Bodie wird der Begriff "Ghosttown" lebendig.
Windschief: Rings um Bodie erstrecken sich die Bodie Hills, in die hinein die Geisterstadt inzwischen wie gewachsen scheint.
Mauerwerk: Viele Strukturen, Materialien und Muster kennzeichnen die Wände von Bodie. Wer auf Patina steht, wird hier fündig.
Wohnhaus in Bodie: Die Geisterstadt befindet sich in einem Zustand, den die Verwaltung als "Arrested Decay" bezeichnet - eine Art aufgehaltener Verfallszustand. Man legt viel Wert darauf, dass nichts künstlich erhalten bleibt, aber dass der weitere Verfall dennoch entschleunigt wird, was auch der trockenen Luft zu verdanken ist.
Freie Fahrt... ins Nirgendwo. Blick vom Ortsrand auf die ersten Häuser der Geisterstadt.
"Arrested Decay": Als wären alle Bewohner mit einem Mal vom Erdboden verschwunden - und dieser Zustand wurde eingefroren.
Sonniger November: Ein ungewöhnlich sonniger und warmer Tag Mitte Novemer 2009 in Bodie, CA. Es wäre nicht verwunderlich, wenn der Park ab November in tiefem Schnee versinkt. Dann ist eine Zufahrt über die umliegenden Bodie Hills praktisch unmöglich.
Bodie Hills: Die Hügel rundum die Geisterstadt Bodie im Mono County boten Bodenschätze, waren aber auch unwirtlich und schwer zu erreichen - und sind es heute noch.