Vergessene Orte Autogrammjäger im Geisterdorf
Das Olympische Dorf: Eine zeitgenössische Postkarte zeigt eine Übersicht über die Sportlerunterkünfte im Olympischen Dorf von 1936.
Autogrammjäger Fritz Wandt: Der heute 85-Jähige Fritz Wandt zeigt sein schwarzes Autogrammalbum mit den Sportlerunterschriften, die er im Olympischen Dorf während der Spiele von 1936 sammelte.
Hockey-Champs: Empfang für die indische Hockeynationalmannschaft, die späteren Olympiasieger. Von ihrem Spielführer bekam Fritz Wandt ein Autogramm - bis heute bewahrt er seine Sammlung mit Sportlerunterschriften in einem kleinen, schwarzen Büchlein sorgsam auf.
Hindenburghaus: In dem Bau waren die Freizeitangebote für die Sportler untergebracht. Er war geweiht dem Andenken des 1934 verstorbenene Reichspräsidenten Paul von Hindenburg.
Bühne frei: Blick in den großen Festsaal im Obergeschoss des Hindenburghauses, wo allabendlich ein Unterhaltungsprogramm für bis zu tausend Sportler geboten wurde. Zusätzlich war der Saal mit modernster Kinotechnik ausgestattet.
Lauschen statt laufen: Die italienische Olympiamannschaft lauscht dem Mittagskonzert im Olympischen Dorf 1936 in Berlin. Bei seinen Streifzügen zu den Sportlerunterkünften in Dallgow-Döberitz gelang es Fritz Wandt einmal, sich mit zwei Athleten aus Italien fotografieren zu lassen.
Blick aus der Trainingshalle: Originalverglasung der Sporthalle. Hier konnten sich die Athleten auf ihre Wettkämpfe vorbereiten.
Im Mittelpunkt: Fassade des "Speisehauses der Nationen". Der Terassenbau über drei Geschosse lag das im Zentrum des Olympischen Dorfes.
Platzkonzert: Täglich gab es im Olympischen Dorf ein Mittagskonzert einer Kieler Matrosenkapelle.
Modell-Dorf: Klaus Michels vor einem Modell des ehemaligen Olympiadorfs bei Dallgow-Döberitz im Berliner Westen.
Flirten and der Fruchtsaftbar: Lockere Atmosphäre zwischen Sportlern aus unterschiedlichen Nationen im Olympischen Dorf. Von der diskriminierenden Rassenpolitik der Nazis war hier während der Spiele nicht viel zu spüren.
Bad-Fassade: Außenaufnahme der Schwimmhalle im heutigen Zustand.
Trockengelegt: Das 25 mal 12 Meter große Trainingsbecken war ursprünglich mit lichtgrünen Keramikfliesen verkleidet, die Wände des Bades mit heller Keramik.
Blick in die Schwimmhalle: Das Innere der Schwimmhalle auf dem Geländes des ehemaligen Olympischen Dorfes ist noch erhalten.
Drei-Meter-Brett: Blick durch die Doppeltür auf das Drei-Meter-Brett im Schwimmbad des Olympischen Dorfers. Hier lernte Fritz Wandt nach den Spielen als Mitglied des NS-"Jungvolks" schwimmen.
Besuch vom Boxmeister: Der Boxer Max Schmeling (M.), einer der großen Sportstars seiner Zeit, macht zusammen mit anderen Sportlern einen Rundgang durch das Olympische Dorf.
Olympische Jam-Session: Ein argentinischer Sportler gibt im Juli 1936 eine spontane Konzerteinlage mit der Wehrmachtskapelle, die im Olympischen Dorf täglich für die Sportler aufspielte.
Verfallene Sportlerunterkünfte: Ehemalige Sportlerunterkünfte im Olympischen Dorf 1936.
Verlassenes Zimmer: Blick in eine ehemalige Sportlerunterkunft in einem teilweise sanierten Trakt, der heute "Jesse-Owens-Haus" genannt wird.
Jesse-Owens-Zimmer: Dieses Zimmer wurde möglichst orignalgetreu eingerichtet und heißst heute "Jesse-Owens-Zimmer" - ob der US-Athlet während der Spiele wirklich hier wohnte, ist aber keineswegs gesichert.
Waschraum: Gemeinschaftswaschraum in einer der Sportkerunterkünfte.
Olympischer Arbeitseinsatz: Der "Jugendehrendienst" bei der Rasenpflege im Olympischen Dorf. Für die Menschen der umliegende Ortschaften war das Olympische Dorf eine Riesenattraktion, und wer dort einen Sommerjob bekam, konnte anschließend sogar von Begegnungen mit internationalen Sportstars erzählen.
Besuch von Leni Riefenstahl: Bei ihrem Besuch im Olympischen Dorf machte Leni Riefenstahl, Regisseurin des berühmten wie später umstrittenen Olympia-Films, einen Abstecher zu den Unterkünften der US-Sportler.
Durchblick mit Propaganda: Wandbild aus der Zeit der Roten Armee im "Hindenburghaus".
Weg nach oben: Treppenaufgang im Hindenburghaus.
Kommandantenhaus: Das sogenannte Kommandantenhaus des Olympischen Dorfes.
Heizwerk: Blick auf das frühere Heizwerk. Von hier aus wurde das Olympische Dorf mit Warmwasser versorgt.
Unterkünfte für Athleten: Freistehende Sportlerunterkünfte auf dem Gelände des Olympischen Dorfes. In der Regel waren die Häuser eingeschossig, einige hatte auch zwei Stockwerke.
Buch der Trophäen: In einem schmalen Album hat Fritz Wandt die Autogramme vieler Sportler der Olympischen Spiele von 1936 bis heute aufbewahrt. besonders stolz ist er auf das des Kapitäns der indischen Hockeymannschaft, die die Goldmedaille gewann.
Essen fassen: Einer der40 Speisesäle im "Speisehaus der Nationen". Die Flaggen sollen verdeutlichen, dass hier damals Italiener und Chinesen hier Ihre Mahlzeiten zu sich nahmen. 200 Köche waren mit der Zubereitung der Speisen beschäftigt.
Olympisches Dorf von 1936: Wandrelief im Olympischen Dorf von 1936 in Berlin.
Fensterfront: Panoramafester im Hindenburghaus.
Überbleibsel: Die Olympischen Ringe.
Die Sporthalle: Am Kopfende sind die Wandmalereien immer noch erhalten.
Turnhalle Olympisches Dorf Berlin: Die Turnhalle des Olympischen Dorfes in Berlin in ihrem heutigen Zustand.
Olympisches Dorf von 1936: Wandmalerei als Hinterlassenschaft russischer Truppen im Hindenburghaus.
Sportlerunterkünfte: Ansicht von hinten, mit Jesse Owens Baracke.
Ehemalige Kommandatur: Die Aufnahme vom August 2008 zeigt eine ehemalige Kommandatur des Olympischen Dorfes von 1936.
Tür an Tür: Der Kampfrichterraum liegt in der der Berliner Sporthalle direkt neben der Damenumkleide.
Speisehaus der Nationen: Das Olympische Dorf Berlin in seinem heutigen Zustand, zu sehen ist der Innenhof.
Baracke: Eine der ehemaligen Sportlerunterkünfte im Olympischen Dorf. Aufnahme vom 13. September 2008.
Olympisches Dorf Berlin: Blick auf die Sportlerunterkünfte, dahinter das Speisehaus der Nationen.
Der Blick aus der Halle: Die Turnhalle im Olympischen Dorf von 1936 präsentiert sich auch im Jahr 2007 mit einer beeindruckenden Aussicht.
Platte für Offiziere: Nach dem Auszug der Offiziere der Sowjetarmee liegen die Plattenbauten im Olympischen Dorf von 1936 verlassen da. Es stehen nur noch die Wände - Fenster, Türen und alle Installationen wurden entfernt.
Schwimmbad ohne Wasser: Von der Schwimmhalle im Olympischen Dorf stehen noch die Mauern, aber das Wasser kommt nur noch durch das undichte Dach.
Sportlerunterkunft im Park: Die Baracken lassen trotz ihres baulichen Zustands ahnen, in welch schöner Atmosphäre die Sportler 1936 gewohnt haben.
Rundling zum Essen: Das Speisehaus der Nationen beeindruckt durch seinen sanften Schwung.
Turnhalle im Licht der Zeiten: Die Turnhalle im Olympischen Dorf präsentiert sich auch nach 70 Jahren noch glänzend und erinnert an die Spiele von 1936.
Eine rostige Angelegenheit: Kein Wasser im Becken und viele Fensterscheiben kaputt - 70 Jahre nach den Olympischen Spielen ist das Schwimmbad kein schöner Anblick mehr.
Der Zahn der Zeit: Garagentore gegenüber des Speisehauses der Nationen zeigen im Jahr 2007 ihr rostiges Gesicht.
Hindenburghaus im Sommer: Das Hindenburghaus im Olympischen Dorf von 1936 lässt durch seine Architektur keine Fragen aufkommen, wann es gebaut worden ist.