Vergessene Orte - DER SPIEGEL
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Kriegsgefangenenlager Die vergessene Hölle

Rund 150 Kriegsgefangenenlager betrieben die Nazis während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland. Stalag XB war eines der größten. Dort schufteten und starben Tausende. Bis heute stehen Lager wie dieses als Erinnerungsorte im Schatten der KZs - doch oft ging es dort nicht weniger grausam zu.
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Lagerbaracken in Sandbostel: Bis zu 71.000 Gefangene waren zeitweise in dem Kriegsgefangenenlager Sandbostel auf lediglich 500 mal 700 Metern Grundfläche untergebracht.

Foto: Jochen Bölsche/DER SPIEGEL
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Dem Tod entronnen: Ein Häftling am 30. April 1945, kurz nach der Befreiung des Lagers Sandbostel. Nur zehn Tage zuvor hatte die SS bei einer Hungerrevolte rund 300 Gefangene erschossen.

Foto: Imperial War Museum, London
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"A minor Belsen": Britische Truppen, die das Lager 1945 befreiten, nannten Sandbostel angesichts des angetroffenen Grauens in Anlehnung an das KZ Bergen-Belsen ein "kleines Belsen". Das ist auch der Titel dieses Gemäldes von Tetjus Tügel jr., das die Lagerstraße von Sandbostel mit einer Gruppe Gefangener zeigt.

Foto: Tetjus Tügel jr.
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Stalag XB aus der Luft: Diese Luftaufnahme eines britischen Aufkläreres vom Stalag XB, aufgenommen gegen Kriegsende, zeigt deutlich die Barackenreihen entlang der Lagerstraße.

Foto: Imperial War Museum
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Früheres Kriegsgefangenenlager Stalag XB: Luftaufnahme des ehemaligen Lagerkomplexes von 2009. Heute ist in Sandbostel ein provisorisches Museum eingerichtet.

Foto: Dokumentations- und Gedenkstätte Lager Sandbostel
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Gefangenenkolonne: Das undatierte Aufnahme aus dem Fotoalbum eines Sandbostelers zeigt "Kriegsgefangene Polen beim Feuerholzholen", so die Bildunterschrift.

Foto: Dokumentations- und Gedenkstätte Lager Sandbostel
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Lagereingang: Das Stalag XB in Sandbostel während des Zweiten Weltkrieges. Eine Kolonne der Wachmannschaft passiert das Lagertor.

Foto: Dokumentations- und Gedenkstätte Lager Sandbostel
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Fundstücke aus der Vergangenheit: Bei Ausgrabungen in auf dem Gelände des Stalag XB in Sandbostel wurden diese Schüsseln aus der Lagerzeit gefunden.

Foto: Jochen Bölsche
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Lagerreste: Schafe vor den Lagerbaracken des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Sandbostel, heute gelegen inmitten des Gewerbegebiets Immenhain am Rande des Teufelsmoors. Die Barackensiedlung war im Zweiten Weltkrieg eines der größten Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht.

Foto: Jochen Bölsche/DER SPIEGEL
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"Hogan's Heroes": Die US-TV-Serie "Hogan's Heroes" prägt das Bild vieler TV-Zuschauer von den Zuständen in den deutschen Kriegsgefangenenlagern. Die Realität sah weitaus schauriger aus.

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Gedenkstätten-Besucher: Lagerhistoriker Klaus Volland (M.) mit einer Besuchergruppe in dem ehemaligen Kriegsgefangenenlager Sandbostel, das auf halbem Weg zwischen Hamburg und Bremen liegt.

Foto: Jochen Bölsche/DER SPIEGEL
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Provisorische Unterkunft: Viele der im ersten Kriegsjahr eintreffenden Gefangenen im Lager Stalag XB wurden zunächst in großen Zelten untergebracht.

Foto: Dokumentations- und Gedenkstätte Lager Sandbostel
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Marschierende Gefangene: Ein ukrainischer Wachmann mit Armbinde begleitet eine Marschkolonne russischer Kriegsgefangener bei Sandbostel.

Foto: Dokumentations- und Gedenkstätte Lager Sandbostel
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Tätiges Gedenken: Teilnehmer einer internationalen Jugendbegegung 2009 bei Unterhaltungsarbeiten in Sandbostel.

Foto: Dokumentations- und Gedenkstätte Lager Sandbostel
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Bild des Grauens: Bei der Befreiung des Lagers am 30. April 1945 fanden britische Truppen zahllose Leichen von Kriegsgefangenen und KZ-Häftingen, die kurz vorher aus dem Konzentrationslager Neuengamme nach Sandbostel gebracht worden waren.

Foto: Imperial War Museum, London
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Ex-Häftlinge: Ehemalige Gefangene des Stalag XB bei einer Gedenkfeier in Sandbostel im Jahre 2009. Kurz vor Kriegsende brachte die SS im April 1945 auch Häftlinge des KZ Neuengamme in Hamburg nach Sandbostel, um die Zeugen der KZ-Gräuel nicht den anrückenden Alliierten in die Hände fallen zu lassen.

Foto: Jochen Bölsche
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