Vermögen der katholischen Kirche - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Das Vermögen der katholischen Kirche Der Glaube und das Geld

Nach dem Skandal um Bischof Tebartz-van Elst versprachen viele katholische Bistümer Transparenz. Doch noch immer sind die Kirchenfinanzen verästelt.
1 / 12

Papst Franziskus rief nach einer "armen Kirche für die Armen": Doch die deutschen Diözesen verfügen über Milliardenvermögen.

Foto:

Andreas SOLARO / AFP

2 / 12

Nachdem sich Kirchensteuerzahler über den Koi-Karpfenteich von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst beschwerten, versprach die Kirche Transparenz bei den eigenen Finanzen.

Foto: Rolf Vennenbernd / DPA
3 / 12

Auch die teure Badewanne von Franz-Peter Tebartz-van Elst geriet in die Kritik: Doch wie reich sind die deutschen Bistümer eigentlich? "Kirche kann nicht nur auf die verfasste Kirche reduziert werden", sagt der Kirchenfinanzen-Experte und Politologe Carsten Frerk. "Es gibt eine Vielzahl von Rechtsträgern, die man gar nicht immer im Blick hat."

Foto: imago images/epd
4 / 12

Auch die Domkapitel, Bischöflichen Stühle oder Schulstiftungen haben mitunter eigene Abschlüsse, die sich nochmal auf ein paar wenige bis hin zu ein paar Hundert Millionen Euro belaufen können. Außerdem haben die Ökonomen Spielräume, wie sie das Vermögen jeweils bewerten. "Finanzen sind Bistumssache", heißt es seitens der Deutschen Bischofskonferenz. Hier ein Blick in einen Besprechungsraum im Limburger Bischofssitz.

Foto: imago images/epd
5 / 12

Dom zu Regensburg: Der Vergleich der inzwischen von fast allen Bistümern veröffentlichten Jahresabschlüsse zeigt, was viele Katholiken geahnt haben: Die Erzbistümer Paderborn, Köln und München-Freising verfügen über das größte bilanzierte Vermögen. Die Diözese Regensburg weist rund 1,5 Milliarden Euro Vermögen aus.

Foto: imago images/blickwinkel
6 / 12

In Paderborn, Köln und München-Freising sind es jeweils zwischen 3,4 und 4,4 Milliarden Euro an Aktiva. Sie zählen auch zu den Bistümern, die Jahresüberschüsse von zwei- und im Fall von München gar dreistelliger Millionenhöhe verzeichnen konnten.

Foto: imago images/imagebroker
7 / 12

Ihr Geld investieren die deutschen Bistümer überwiegend in Finanzanlagen wie Wertpapiere oder Immobilienfonds. Katholische Institute wie die Pax Bank - hier eine Filiale in Berlin - helfen dabei.

Foto: imago images/Steinach
8 / 12

Die katholische Kirche verfügt auch über zahlreiche Gebäude - wie hier den Aachener Dom. In den Bilanzen der Bistümer findet sich der Immobilienbesitz aber oft nur in Teilen wieder.

Foto: Henning Kaiser / DPA
9 / 12

So ist beispielsweise der Aachener Dom in der Bilanz des Domkapitels mit zwei Euro bilanziert - mit je einem für Gebäude und Grundstück. Es käme aber wohl auch niemand auf die Idee, den Dom für ein Parkhaus für die angrenzende Fußgängerzone zu verscherbeln.

Foto: imago images/Joko
10 / 12

Reinhard Kardinal Marx bei einem Gottesdienst: Im Vergleich mit anderen Ländern ist die katholische Kirche in Deutschland reich. Bischöfe werden hierzulande ähnlich wie Staatssekretäre bezahlt, während der Erzbischof von Lyon monatlich gerade mal um die tausend Euro verdient.

Foto: imago images / epd
11 / 12

Haarschnitt für Obdachlose in einer Tagesstätte der Caritas: Die katholische Kirche in Deutschland hat viel, tut aber auch viel. Und doch: Bis 2060 rechnen die Kirchen in Deutschland nur noch mit der Hälfte ihrer Mitglieder, über Alternativen zur Kirchensteuer wird längst nachgedacht.

Foto: Marijan Murat / DPA
12 / 12

Armut kann auch eine Chance sein - und die Glaubwürdigkeit stärken. Wie sagte 2011 Papst Benedikt XVI. in seiner vielbeachteten Freiburger Rede? "Die von materiellen und politischen Lasten und Privilegien befreite Kirche kann sich besser und auf wahrhaft christliche Weise der ganzen Welt zuwenden, wirklich weltoffen sein."

Foto: VINCENZO PINTO / AFP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?