Rätselhafte Flugzeugunglücke Spionin und Mätresse von Außerirdischen entführt
Überlebende: Flug 571 kämpft am 13. Oktober 1972 zwischen bis zu 6000 Meter hohen Andengipfeln mit Orkanböen und eisigen Schneeschauern. Die Turboprop der uruguayischen Luftwaffe ist auf dem Weg von Montevideo in Uruguay nach Santiago de Chile. An Bord sind 45 Passagiere, Mitglieder, Betreuer und Angehörige der Rugbymannschaft des Old Christian's Club. In 4000 Meter Höhe zerschellt die Fairchild an einem Berghang. Von den Insassen stirbt ein Dutzend schon beim Aufprall. Die Absturzstelle liegt in einem Gebiet, in das nie zuvor ein Mensch seinen Fuß gesetzt hat, die Suchflugzeuge der chilenischen Luftrettung können nicht hoch genug aufsteigen, um die abgestürzte Fairchild, die in einem Hochtal liegt, zu entdecken. Acht Tage nachdem die Maschine von den Radarschirmen der Flugüberwachung verschwunden ist, wird die Suche eingestellt. Trotzdem überlebt ein Teil der Passagiere monatelang im ewigen Eis des Hochgebirges - dank einer grausigen Entscheidung: Sie ernähren sich vom Fleisch ihrer verstorbenen Kameraden. Am Ende wagt ein kleiner Trupp der havarierten den Abstieg ist Tal, um Hilfe zu holen - alle Überlebenden werden gerettet.
Ein Wunder im Regenwald: Am 24. Dezember 1971wurde eine Lockheed L-188A mit 92 Menschen an Bord von einem Blitz getroffen und stürzte in den Regenwald. Lange wusste niemand was geschehen war, bis elf Tage später eine 17-jährige Deutsche von Indios im Regenwald gefunden wurde. Das Mädchen war die einzige Überlebende des Absturzes. Bis Helfer das Wrack in dem unzugänglichen Gebiet gefunden hatten, vergingen weitere zwei Wochen.
Earhart auf ihrer Electra: Am 2. Juli 1937 wollte die Flugpionierin Amelia Earhart als erste Frau in einem Flugzeug die Welt umrunden. Es war ein Flug ohne Wiederkehr, ihr Zwischenlandungsziel auf Howland Island erreichte sie nie. Bereits 1940 fanden Engländer auf einer einsamen Insel auf der Flugroute Earharts menschliche Knochen, eine leere Sextantenkiste und einen Frauenschuh. Eine Untersuchung der Knochen im Jahr 1998 ergab, dass sie wahrscheinlich von Earhart stammen könnten.
>Fund nach 26 Jahren: 2003 wurden auf dem Mount Chimborazo in Ecuador das Wrack eines Flugzeugs der Saeta Airlines gefunden. Es war hier am 15. August 1976 mit 59 Passagieren an Bord abgestürzt und galt seitdem als verschollen.
Verzweifelte Suche: Im Januar 2007 verschwand eine Boing 737 der Adam Air mit 102 Passagieren an Bord über unzugänglichem Gebiet der indonesischen Insel Sulawesi. Tausende Soldaten durchsuchten daraufhin den Dschungel, während Flugzeuge das Gebiet aus der Luft absuchten und Schiffe im Meer um die Insel kreuzten, um das verschundene Flugzeug wiederzufinden. Erst nach zehn Tagen wurden erste Wrackteile der Maschine gefunden, die die letzten Hoffnungen der Angehörigen auf eine Notlandung im Dschungel zerstörten. Gut drei Wochen nach dem Absturz konnte dann auch die Blackbox vor der Küste von Sulawesi geborgen werden.
Tödlicher Einsatz: Der französische Autor Antoine de Saint-Exupéry, aufgenommen vor seinem Flugzeug. Der Autor des "Kleinen Prinzen" war am 31. Juli 1944 zu einem militärischen Aufklärungsflug von Korsika aus gestartet. Er erreichte nie sein Ziel und galt jahrzehntelang als verschollen. Erst im Jahre 2000 wurde sein Flugzeug gefunden, 2003 wurde es geborgen und einwandfrei identifiziert. Von Exupéry selbst fehlt bis heute jede Spur, und auch die Absturzursache ist bislang ungeklärt. 2008 jedoch berichtete ein Pilot, dass er im Zweiten Weltkrieg das Flugzeug Exupérys abgeschossen habe.
Swing-Legende: Dichter Nebel, ein Flugfehler seines Piloten und fallende Bomben wurden dem Musiker Glenn Miller am 15. Dezember 1944 zum Verhängnis. Auf dem Weg von England nach Paris geriet Miller mit seiner kleinen Maschine versehentlich in einen Bombenteppich englischer Lancaster-Flieger. Das Flugzeug, Miller und sein Pilot wurden nie gefunden. Das Foto ist eine Aufnahme vom 10. März 1940.
Fossett gefunden: Der Abenteurer Steve Fossett, der unter anderem mit einem Ballon die Welt umflogen hatte, brach am 3. September 2007 einer einmotorigen "Bellanca" zu einem Flug über die Sierra Nevada im Südwesten der USA auf - und kehrt nicht zurück. Fossett galt erst noch als vermisst, wurde monatelang gesucht und schließlich für tot erklärt. Dann entdeckten Wanderer ein Jahr nach dem mysteriösen Verschwinden in einer abgelegenen Bergregion der Sierra Nevada persönliche Habseligkeiten des 63-Jährigen, darunter einen Pilotenschein sowie einen Pullover. Kurz darauf fanden Suchteams auch ein zertrümmertes Flugzeug und menschliche Knochen, Tennisschuhe, Kreditkarten und einen von Tieren zerbissenen Führerschein in der Nähe der Absturzstelle. Am 3. November 2008 erbrachte eine Laboruntersuchung dann den eindeutigen Beweis: Bei den Knochen handelte es sich um die sterblichen Überreste von Steve Fossett.
Glückliches Ende einer unglaublichen Geschichte: Am 8. August 1999 konnte Hector Hernandez (l.) endlich wieder nach Hause. Der Pilot hatte ein venezolanisches Verkehrsflugzeug über Kolumbien geflogen, das plötzlich vom Radarschirm verschwand. Schnell wurde vermutet, dass die Maschine von FARC-Rebellen entführt worden sei, doch das Oberkommando leugnete hartnäckig jede Verbindung zum verschwundenen Flugzeug. Als ein kolumbianischer Militärhubschrauber einige Tage später die Maschine im Dschungel entdeckte, behaupteten die Guerillas kurzerhand, sie hätten den Jet der Fluggesellschaft Avivor nur zufällig gefunden und die Insassen vorsorglich mit in ihr Lager genommen. Um eine mögliche Ausweitung des kolumbianischen Bürgerkriegs auf die Nachbarländer zu verhindern, stimmten die Regierungen von Kolumbien und Venezuela - nach der Freilassung der Geiseln - zu, diese Version auch offiziell zu verbreiten.
Verschollen in Sibirien: Im Herbst 1995 stürzte eine russische Tupolew 154 der Aeroflot mit 98 Menschen an Bord auf dem Weg von Juschno nach Chabarowsk ab. Knapp zwei Wochen suchten Helfer nach dem Wrack, bis sie es schließlich nordwestlich der sibirischen Küstenstadt Grossewitschi fanden.
Das Wrack am Vulkan: 1947 brach ein Flugzeug der British South American Airways mit 11 Menschen an Bord von London in Richtung Santiago in Chile auf. Plötzlich brach der Kontakt zu der Maschine ab. Da das Wrack nicht gefunden werden konnte, galt sie seitdem als vermisst. Erst 53 Jahre später, im Januar 2000, konnten die Überreste von Flugzeug und Passagieren in 5500 Metern Höhe am Tupungato-Vulkan in den argentinischen Anden geborgen werden.
Flight 19 - Verschollen im Bermudadreieck: Am 5. Dezember 1945 um 14:10 Uhr verließen fünf Bomber vom Typ Grumman TBF Avenger - der Standard-Torpedobomber der Amerikanischen Marinestreitkräfte im Zweiten Weltkrieg und der darauffolgenden Zeit - den Marinestützpunkt Fort Lauderdale in Florida zu einem routinemäßigen Übungsflug und verschwanden daraufhin spurlos.
Hierbei handelt es sich wohl um den am besten dokumentierten Zwischenfall der sich im Bermudadreieck ereignet hat. Im Laufe der Jahre entstand um das Schicksal von Flight 19 ein regelrechter Mythos, der nicht zuletzt durch die abstrusen Theorien einschlägig bekannter Mistery-Autoren befeuert wurde. So wurden aus unerfahrenen Piloten und einem überfordeten Ausbilder erfahrene Weltkriegsveteranen. Zudem wurden mysteriöse und ebenso unheimliche letzte Funkmeldungen der Story hinzugedichtet.
Die Wahrheit ist wohl unspektakulärer. Als plausibelste Erklärung für das Verschwinden von Flight 19 gilt heute, dass die Piloten aufgrund eines Navigationsfehlers aufs offene Meer hinausflogen und anschließend aufgrund des Treibstoffmangels abstürzten.
Fakt ist jedoch, daß weder die Besatzungsmitglieder noch die Flugzeuge jemals wiedergefunden wurden.