Verschwundener Junge Der Fall Mirco
Einsatzwagen der Polizei in Grefrath (am 7. September 2010): Die Polizei spricht im Fall des verschwundenen Mirco von einer heißen Spur.
Am 5. September 2010 hatten Spürhunde in der Nähe der Niers Witterung aufgenommen. Die mögliche Spur des Kindes verlor sich jedoch bei Wachtendonk-Vorst, rund fünf Kilometer Luftline nördlich von Grefrath. Freiwillig hatten sich Polizisten gemeldet, die gar keinen Dienst hatten, um die Gegend, auch Felder mit hochgewachsenem Mais, zu durchkämmen.
Mit solch einem Fahrzeugtyp soll Mirco verschleppt worden sein. Der VW Passat hat die Ermittler nun auf die Fährte des verdächtigen Mannes gebracht.
Polizisten auf der Niers bei Grefrath am Niederrhein: Die Polizei legte bei der Suche nach Mirco den Fokus auf den kleinen Fluss. Zeugen hatten von einem Kinderschrei berichtet, den sie in der Nacht des Verschwindens in der Nähe der Niers gehört hatten.
Zeitweise suchten tausend Polizisten nach dem Kind, auch Polizeihunde wurden eingesetzt.
Mit diesem grünen Fahrrad war Mirco S. zuletzt unterwegs: Es wurde auf der Verbindungsstraße zwischen Grefrath und Oedt in einem Feld gefunden; etwa zehn Meter von der Straße entfernt. Rund 500 Meter weiter wohnt Mirco mit seinen Eltern, seinem Bruder und seinen beiden Schwestern.
Die Gegend im südlichen Kreis Kleve und die Wankumer Heide wurde von den Polizisten durchforstet. "Wir haben alle verfügbaren Kräfte zusammengezogen, um das Gebiet massiv auszuweiten. Je mehr Kollegen, desto größer die Fläche", sagte Polizeisprecherin Antje Heymanns.
In langen Reihen durchkämmten Hunderte Polizisten die Umgebung Grefraths. Es war einer der größten Sucheinsätze in der Geschichte der nordrhein-westfälischen Polizei.