Verspätung: Warten oder nicht? - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Verspätung Warten oder nicht?

Soll ein Anschlusszug auf einen verspäteten ICE warten oder wird dadurch alles noch schlimmer? Anstelle starrer Regeln und Intuition, sollen das künftig Computer entscheiden. Verblüffende Erkenntnis von Mathematikern: Oft ist es gut, Züge anzuhalten, die sonst gar nicht betroffen wären.
1 / 5

ICE (in Frankfurt am Main): Es ist das klassische Dilemma bei Verspätungen - sollen Anschlusszüge auf verspätete ICE oder IC warten? Oder macht das alles nur noch schlimmer. Die Mathematikern Anita Schöbel lässt Computer solche Fragen beantworten

Foto: DPA
2 / 5

Hohenzollernbrücke (in Köln): Berüchtigte Verkehrsknotenpunkte wie diesen oder die Nordausfahrt des Mannheimer Hauptbahnhofs werden in die Computermodelle integriert, um mehrere plausible Aussagen für die folgen einer Entscheidung in einem anderen Bahnhof zu erhalten

Foto: DPA
3 / 5

Straßenbahnen (in Erfurt): Weil sich Schöbel als Studentin immer geärgert hatte, wenn sie im Bahnhof den Anschlussbus verpasste, entwickelte als Diplomarbeit ein Rechenmodell für die Optimierung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)

Foto: DDP
4 / 5

Informationsdefizit: Das große Manko für die Verkehrsplaner ist, dass sie nicht wissen, wann wieviele Menschen wohin fahren werden. "Aus Datenschutzgründen stehen uns die Informationen aus den Ticketkäufen nicht zur Verfügung", sagt Schöbel

Foto: DPA
5 / 5

U-Bahn (in Berlin): Auch an der TU Berlin werden Optimierungsalgorithmen für Fahrpläne eingesetzt. Bei den Berliner Verkehrsbetrieben wurde so die Wartezeit zwischen zwei Bahnen reduziert - und es konnte ein kompletter Zug eingespart werden

Foto: DPA
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?