Vertical Up in Kitzbühel Eine Wurstkette für die Letzte
Kitzbüheler Streif: Die Hausbergkante auf der legendären Abfahrt flößt jedem normalen Skifahrer Angst ein - und wohl auch so manchem Profi. Dort kommt es in Wettkämpfen immer wieder zu Stürzen.
Beim Wettbewerb Vertical Up geht es jedoch den Hang hinauf statt hinunter - wie und womit ist jedem freigestellt. Helm und Taschenlampe sind jedoch Pflicht.
Die Autorin mit Startnummer: "Bist du wahnsinnig?", wird Johanna Rüdiger gefragt. Mit "ein bisschen Joggen, ein bisschen Yoga" hat sie sich vorbereitet. Wird das reichen?
Abends um 18.30 Uhr fällt der Startschuss für das Vertical Up. Rund 1000 Teilnehmer sind dabei - entweder in der Speed- oder der Rucksack-Klasse, entweder auf der Familien-Streif und der Original-Rennstrecke.
860 Höhenmeter geht es hinauf - und das bei einer Neigung von bis zu 85 Prozent. In diesem Jahr findet der Vertikallauf am 25. Februar statt.
Die Teilnehmer tragen zum Beispiel Schuhe mit Spikes, um am Hang nicht wegzurutschen.
Die Streif ist so steil, dass sich viele Sportler an einem Seil den Hang hinaufbewegen.
Geschafft: Johanna Rüdiger hat nach zwei Stunden und 41 Minuten das Ziel erreicht. An ihrer Seite der Kitzbüheler Harald Ziegler mit Herz für Flachländer.
Die Kette aus Wurst ist der Trostpreis des Vertical Up - die Autorin kam als Letzte ins Ziel und hat dennoch gewonnen.