Vertriebene Hypotheken der Historie
Sudetendeutscher Tag: Trachtengruppen sammeln sich vor der Hauptkundgebung des Sudetendeutschen Tag 2003 in Augsburg, Motto "Vertreibung trennt - Heimat und Recht verbinden"
Vertriebenen- Präsidentin: Die Frankfurter CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach führt den Bund der Vertriebenen seit 1998.
Feierstunde 60 Jahre Vertreibung: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterhält sich am 18. September 2006 auf einer Feierstunde der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Berlin unter dem Motto "60 Jahre Vertreibung - 60 Jahre Wege zur Versöhnung" mit der Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach (li.).
Dr. Rudolf Wagner: Der 2002 verstorbene Rudolf Wagner unterzeichnete 1950 als Vertreter der Bukowina-Deutschen die "Charta der Heimatvertriebenen und saß als Abgeordneter für die GB/BHE im Bayrischen Landtag. Im "Dritten Reich" war Wagner zuvor ab 1938 für den Sicherheitsdienst (SD) der Nazis tätig gewesen, unter anderem in Paris und Belgrad. Seine Rolle dort ist bis heute ungeklärt.
Friedrich Wilhelm Schallwig : 1941 war SS-Mitglied Schallwig mit der Einsatzgruppe A im Baltikum eingesetzt. 1944 war er in Budapest Persönlicher Referent von Hans Geschke, dem Chef der Sicherheitspolizei und Vorgesetzten von Adolf Eichmann. Schallwigs Rolle im "Dritten Reich" wurde nie abschließend geklärt, obwohl er nach dem Krieg von der Staastanwaltschaft mehrfach vernommen wurde. Statt dessen machte er Karriere als Abgeordneter und Vertriebenenfunktionär.
Erika Steinbach: Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV), Erika Steinbach, bei einer Pressekonferenz Anfang August 2004 in Berlin.
Dem Untergang geweiht: Verhaftung von Juden in Budapest 1944