Verurteilt: Saddam und sechs Komplizen - DER SPIEGEL
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Verurteilt Saddam und sechs Komplizen

Ein irakisches Sondertribunal hat den Ex-Diktator Saddam Hussein und zwei Vertreter seiner Führung am Sonntag zum Tode verurteilt. Vier weitere Mitangeklagte im Prozess um das Massaker an 148 schiitischen Dorfbewohnern im Jahr 1982 wurden zu Haftstraften verurteilt. Ein weiterer Angeklagter wurde freigesprochen.
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Saddam Hussein: zum Tode durch den Strang verurteilt. Hussein wurde 1937 geboren und war seit einem Putsch in der sozialistischen Baath-Partei (1968) der starke Mann im Irak. 1979 übernahm er die Präsidentschaft. Er herrschte mit absoluter Autorität und häufig brutaler Gewalt. Nach dem Einmarsch britischer und US-amerikanischer Truppen im März 2003 hielt sich der Ex-Diktator versteckt. Er wurde am 13. Dezember 2003 in der Nähe seiner Heimatstadt Tikrit gefasst

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Barsan Ibrahim: zum Tode durch Erhängen verurteilt. Barsan wurde 1951 geboren und ist einer der drei jüngeren Halbbrüder von Ex-Diktator Saddam Hussein. Er war Chef des berüchtigten Geheimdienstes Muchabarat und ein Berater des Präsidenten. Im April 2003 wurde er gefasst

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Awad Hamed al-Bandar: zum Tode durch Erhängen verurteilt. Al-Bandar wurde 1946 geboren und war Vorsitzender des irakischen Revolutionsgerichts. Er wurde angeklagt, Schauprozesse geführt zu haben, die häufig zu summarisch ausgesprochenen Todesurteilen führten. Er verhängte auch die Todesurteile gegen zahlreiche Schiiten aus dem Dorf Dudschail. 148 Menschen sollen der Massenhinrichtung zum Opfer gefallen sein

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Taha Jassin Ramadan: zu lebenslanger Haft verurteilt. Ramadan wurde 1938 geboren, arbeitete mit Saddam seit Mitte der fünfziger Jahre zusammen und gehörte als Radikaler schließlich zum engsten Kreis um den damaligen Präsidenten. Zuletzt war er Iraks Vize-Präsident. Im August 2003 wurde er in der nordirakischen Stadt Mossul von kurdischen Untergrundkämpfern gefangen genommen

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Abdullah Kadhem Ruwaid: wegen vorsätzlicher Tötung zu 15 Jahren Haft und wegen Folter zu sieben Jahren Haft verurteilt. Ruaid wurde 1927 geboren und war Vertreter der Baath-Partei Saddams in der Region Dudschail. Er soll bei dem Massaker in dem irakischen Dorf vor 24 Jahren beteiligt gewesen sein. Er wurde am 21. Februar 2005 festgenommen

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Mishir Abdullah Ruwaid: wegen vorsätzlicher Tötung zu 15 Jahren Haft und wegen Folter zu sieben Jahren Haft verurteilt. Er war Anfang der achtziger Jahre Vertreter der Baath-Partei in der Region von Dudschail. Er soll an der Massenhinrichtung beteiligt gewesen sein, bei der vermutlich 148 Schiiten aus dem Dorf ums Leben gekommen sind

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Ali Dajih Ali: wegen vorsätzlicher Tötung zu 15 Jahren Haft und wegen Folter zu sieben Jahren Haft verurteilt. Auch Ali war Anfang der achtziger Jahre Regional-Vertreter der Baath-Partei und wegen des Massakers von Dudschail angeklagt

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Mohammed Asawi Ali: freigesprochen. Er war Anfang der achtziger Jahre Regional-Vertreter der Baath-Partei. Auf Empfehlung der Staatsanwaltschaft wurde er freigelassen

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