70 Jahre Vespa Der Rock'n'Roller
Die Vespa (italienisch für "Wespe") gilt längst als Design-Ikone. Ihren Namen bekam sie von Enrico Piaggio, dem damaligen Chef des Flugzeugbauers Piaggio, verpasst - wegen ihrem breiten Hinterteil und der schmalen Taille. Ein ursprünglicher Prototyp sah noch ganz anders aus und war von Piaggio als "Paperino" (Donald Duck) geschmäht worden. Seit 1946 wird die Vespa hergestellt.
Piaggio wollte sich mit dem Roller neben der Produktion von Flugzeugen ein zweites Standbein schaffen, die Vespa sollte als preiswertes Fortbewegungsmittel die Massen mobilisieren. Das Foto zeigt die Fertigungshallen von Piaggio in Pontedera in der Toskana.
Als Erfinder der Vespa gilt der Luftfahrtingenieur Corradino d'Ascanio. Er entwickelte einen Roller mit 125-ccm-Zweitaktmotor und selbsttragender Karosserie. Der freie Durchstieg vor dem Sitz war nicht nur bequem, man konnte darin auch die Einkäufe transportieren.
Als Audrey Hepburn und Gregory Peck 1953 in dem Hollywoodfilm "Ein Herz und eine Krone" auf einer Vespa durch Rom flitzten, war der Roller schon auf dem besten Weg zum Mythos.
Mittlerweile sind geschätzt mehr als 18 Millionen Exemplare der Vespa weltweit auf den Straßen unterwegs.
Unter modernen Popstars ist sie immer noch beliebt. Hier stellt Damon Albarn, Sänger von "Blur", gerade seine Vespa ab.
Stilechter kann ein Triumph der italienischen Fußballnationalmannschaft wohl nicht gefeiert werden: Zwei Tifosi brausen nach einem Sieg im Viertelfinale der Weltmeisterschaft 2006 durch Rom.
Diese Aufnahme entstand beim Motorspektakel Red Bull X-Fighters Tour 2010. Der tollkühne Vespa-Fahrer heißt Vito Campobasso.
Mit entsprechenden Modifikationen taugt die Vespa auch für den Rallyesport. Hier geht der Italiener Marcello Dibrogni bei einem Rennen durch Ägypten an den Start.
Dieses Modell scheint ebenfalls schon einige Herausforderungen hinter sich zu haben. Die zwei Männer transportieren in Mogadischu darauf ihren jüngsten Fang.
Nach einer kleinen Flaute in den Nullerjahren konnte Piaggio die Produktionszahl in der vergangenen Dekade auf 170.000 Stück verdreifachen. Die Zukunft der Ikone sieht blumig aus.