Starfriseur Sassoon Der Erfinder des "Bob"
Vidal Sassoon im Jahr 1964 bei der Arbeit, hier widmet er sich der Frisur der britischen Designerin Mary Quant. Wie nun bekannt wurde, ist Sassoon am Mittwoch in Los Angeles gestorben.
Der gebürtige Brite, hier im April 2003, wurde 84 Jahre alt.
Bei einem Dinner in Los Angeles im Februar 2011. Sassoon revolutionierte die Haarmode, er erfand Anfang der sechziger Jahre den "Bob".
Mary Quant ist mit der Arbeit Sassoons offensichtlich ganz zufrieden.
So lief er nicht wirklich herum: Sassoon mit falschem Bart und Perücke an der Seite seiner zweiten Frau Beverly. Er trug dieses Outfit anlässlich der Eröffnung eines neuen Salons.
Patchwork: Sassoon mit zwei seiner vier Kinder und neuer Freundin im Juli 1981.
1983 heiratete er Jeanette Hartford-Davis - doch auch diese Ehe hielt nicht lange. Insgesamt war Sassoon viermal verheiratet.
"Meine Idee war, Form ins Haar zu schneiden, es wie Stoff zu verwenden und alles Überflüssige zu entfernen", sagte er 1993 der "Los Angeles Times". "Frauen begannen wieder zu arbeiten, sie nahmen ihr Leben selbst in die Hand. Sie hatten keine Zeit mehr, unter der Trockenhaube zu sitzen."
Sassoon 1976 mit Models in London: Seine Leidenschaft für die Friseurkunst wurde eher auf Umwegen geweckt. Mit 14 schickt ihn die Mutter zum Geldverdienen in einen Salon. Als "Shampoo-Boy" musste er im Hinterzimmer Haarwaschmittel anrühren - und fand Gefallen an dieser Welt.
Die Marke Vidal Sassoon prägte die Industrie: Hier sind Models 1993 auf einer Sassoon-Schau in New York zu sehen. Er schrieb vier Bücher und eröffnete Vidal-Sassoon-Akademien zur Schulung von Friseuren. Außerdem vermarktete er unter seinem Namen erfolgreich eine Haarpflegeserie. Anfang der Achtziger verkaufte er seine Geschäftsanteile, gründete ein Stiftung und widmete sich wohltätigen Zwecken.
Auch in China war der Name Sassoon ein Begriff: Models 1999 auf einer Schau in Peking.