Videospiel-Pionier Nolan Bushnell - DER SPIEGEL
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Videospiel-Pionier Nolan Bushnell Daddy Daddel

Für viele gilt er als Vater der Spieleindustrie: Nolan Bushnell stellte vor 35 Jahren den ersten "Pong"-Automaten auf. Im Interview spricht der Pionier über Joints in der Fertigungshalle, verrät, warum er 1977 Atari verkaufte - und plaudert darüber, was sein Angestellter Steve Jobs so trieb. Sind Sie auch ein Computerspiel-Fan und haben schon Stunden vor einer Konsole verbracht? Haben Sie noch Ihre Original-Spiele aus den Siebzigern? Zeigen Sie Ihre schönsten Fotos auf einestages!
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Bushnell und die Ratte: Nolan Bushnell mit Restaurant-Maskottchen Chuck E. Cheese: Die bläuliche Ratte mit der roten Melone sollte Kinder und Jugendliche in die mit mechanischen Figuren und Arkade-Automaten aufgehübschten Pizza-Läden locken. Bushnell verkaufte seine Atari-Anteile und widmete sich ganz dem Restaurantgeschäft. Chuck E. Cheese existiert bis heute - inzwischen ist Chuck aber eine Maus.

Foto: Bushnell
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Gruppenbild der Atari-Gründer: Den ersten "Pong"-Automaten stellte Nolan Bushnell (2.v.l.) in einer Bar im kalifornischen Sunnyvale auf. Nach wenigen Tagen rief der Besitzer bei Bushnell an, das Gerät sei kaputt. Der Fehler lag aber nicht am Automaten selber, sondern am Münzbehälter: Er war voll. Ein beispielloser Siegeszug hatte begonnen.

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Werbeplakat für "Pong": Der Spielautomat war die kommerzielle Geburtsstunde der Game-Industrie - auch wenn andere vorher schon versucht hatten, mit elektronischen Spielen Geld zu verdienen.

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Bushnell-Memo: Anfangs hieß Atari "Syzygy" - der Name wurde aber wegen eines Markenkonfliktes aufgegeben. "Atari" ist ein Wort aus dem Vokabular des Brettspiels "Go" - es entspricht in etwa der Ansage "Schach".

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Futuristischer "Pong"-Automat: Schon im ersten Jahr wurden Tausende "Pong"-Geräte überall in den USA aufgestellt.

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"Pong" für zu Hause: "Super Pong" war die verbesserte Version der ersten Atari-Heimkonsole. Obwohl die Spielzeug-Industrie skeptisch war, wurde das an den Fernseher anzuschließende Produkt ein Erfolg.

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Stolzer Erfinder: Atari-Mitbegründer Nolan Bushnell mit einer "Pong"-Konsole: "Wir hatten Rockmusik in den Fertigungsbereichen."

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Mit Spaß bei der Arbeit: Der Atari-Mitbegründer Nolan Bushnell (l.), Curt vom Atari-Museum und ein klassischer "Pong"-Automat: "Ich habe mich auf die Sachen konzentriert, die Spaß machen."

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"Gotcha"-Werbung: Der Arkade-Automat mit einer Labyrinth-Jagd für zwei Spieler sorgte für Kontroversen, da die Controller am Gerät weiblichen Brüsten nachempfundenen waren - bei einer späteren Version wurden sie durch normale Joysticks ersetzt.

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"Quadra Pong": Die vier-Spieler-Variante des beliebten Computerspiels "Pong", das sogenannte "Cocktail Cabinet", kam 1974 auf den Markt.

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Computerspiel "Breakout": Steve Jobs, heute Apple-Chef, konstruierte das Spiel nach einer Idee des Atari-Mitgründers Nolan Bushnell - mit Hilfe des Apple-Mitgründers Steve Wozniak.

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Werbung für "Breakout": Auf dem Plakat für den Computerspielautomaten von Atari wird mit "Farbauflagen für das Spielfeld" und "Mit Sound-Effekten" geworben.

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Atari Video Pinball: Die Heimkonsole für drei Spiele - "Breakout", eine Flipper-Simulation und ein Basketball-Spiel war schon in den Siebzigern ein Auslaufmodell.

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Atari VCS 2600: Die Heimkonsole mit Farbbild und synthethischem Holzimitat ist heute ein Klassiker, damals war sie der Durchbruch für Spielkonsolen mit Wechselmedien.

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Atari 2600 Motherboard: Das Betriebssystem für die Spielkonsole Atari VCS 2600 war in einem 32 Kilobyte großen Chip abgelegt, der Arbeitsspeicher war lächerliche 128 Byte groß.

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Atari-Werbung: In den Siebzigern warb Atari für seine Spielkonsolen mit: "Es geht nicht darum, wie man spielt, es geht darum, ob man gewinnt oder verliert."

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"Asteroids": Eines der erfolgreichsten Spiele der sogenannten goldenen Ära der Arkade-Spiele war Ataris "Asteroids".

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"Asteroids Deluxe": Der Nachfolger des Klassikers "Asteroids" als Arkade-Gerät von Atari - aber ohne den Mitbegründer Nolan Bushnell.

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"Battlezone": Ataris Kampfpanzer in Vektorgrafik - Anfang der Achtziger waren sie eine Revolution auf dem Computerspielmarkt.

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"Battlezone"-Plakat : Atari warb in den Achtzigern für seine Computerspiel mit "Superpanzer kämpfen im fernen Weltall"... "Spektakuläre visuelle Effekte, spektakuläre Explosionen"

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"Centipede" : Das populäre Arkade-Spiel erschien später, wie viele andere Atari-Titel auch, als Software-Version für Heimcomputer wie den Commodore 64.

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Mobilkonsole Atari "Lynx": Sie kam 1989 auf den Markt und floppte - Nintendos Gameboy setzte sich durch, obwohl Lynx ein Farbdisplay hatte, der Gameboy aber nicht. Spätestens von da ab ging es stetig bergab mit Atari als Hardware-Hersteller, die Spielkonsole "Jaguar" (1993) konnte sich am Markt gegen die übermächtigen Konkurrenten Nintendo, Sega und später Sony nicht durchsetzen. Heute besteht Atari nur als Software-Marke weiter.

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Brot und Spiele: Der Atari-Mitbegründer Nolan Bushnell heute, in einem seiner uWink-Restaurants mit Touchscreens an jedem Platz und Multiplayer-Games von Restaurant zu Restaurant.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?