Videospielkonsolen - DER SPIEGEL
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Jäger der verlorenen Konsolen Mehr als ein altes Stück Plastik

Er jagt sie im Internet, auf Flohmärkten - und in Klosterkellern: Phil Penninger sammelt Videospielkonsolen. Jetzt zeigt er seine besten Stücke - vom "Barcode Battler" über die einzige DDR-Konsole bis zum ersten Daddel-Apparat der Videospielgeschichte.
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"Lernen und Spielen für Jung und Alt": Im Kleingedruckten auf dem Karton wird schon einiges versprochen - mit dem "Multifunktions-Spiel-Computer" von Entex soll man unter anderem "Licht- und Tonshows selbst gestalten", "Lieder komponieren" und "Mathematikspiele entwerfen und spielen" können. Klingt doch nach Spaß.

Foto: Patrick Molnar
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Spielen per Lochkarte: Der "Multifunktions-Spielcomputer" von Entex kam schon heraus, bevor Spiele auf Modulen gespeichert wurden. Das eher ungewöhnliche System von 1972 verwendet Lochkarten als Speicher und eine eingebaute LED-Matrix zur Darstellung der Spiele - optisch kam das ganze dann auch dementsprechend trocken rüber.

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Denken, Action und Perfektion: Die "Odyssey" (1972) von Magnavox ist der Urvater aller Videospiel-Systeme für zu Hause. Auf dem Karton verspricht der Hersteller "Das neue elektronische Spiel um Denken, Action und Perfektion".

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Die Ur-Konsole: Mit der Magnavox Odyssey konnte man erstmals zu Hause auf dem Fernseher Videospiele spielen. Und sogar per Steckkarte verschiedene Spiele laden. Den Schwarz-Weiß-Fernsehern wurde mit bunten Folien zu Farbe verholfen. In Originalverpackung und mit dem Zubehör aus Spielgeld, Brettspielen und Lightgun, sowie den massiven Controllern im Holzdesign gehört es heute zu den wichtigsten Stücken meiner Sammlung.

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"Das Super Telespiel für jeden Fernseher": Das "Atari Video Computer System", kurz "VCS 2600" verspricht "Super Farbe", "Super Sound" und "Super Unterhaltung". Super!

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Mit Furnier beim Spielturnier: Das "VCS 2600" (1977) von Atari ist eigentlich eines der wichtigsten Stücke meiner Sammlung. Nicht nur ist es einer der Urväter der Heimkonsolen, es ist auch die erste Konsole, die ich über einen Arbeitskollegen meines Vaters in gutem Zustand, inklusive Originalverpackung bekommen habe. Sozusagen einer der Grundsteine meiner Sammlung - und meiner Passion.

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Und Action!: "Blaupunkt tv-action" von 1977 ermöglicht vier verschiedene Spielmodi für "aktiven Bildschirm-Spaß": "Tele-Tennis", "Tele-Pelota", Tele-Squash" und "Tele-Hockey". Die Grafik ist allerdings bei allen Spielen dieselbe: weiße Balken und Quadrate vor schwarzem Hintergrund.

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Fast wie die "Wii": In diesen beiden Controllern, die ein bisschen aussehen, als seien sie von Nintendos "Wii", steckt die ganze Konsole. Wie viele andere bekannte Hersteller von Unterhaltungselektronik hat auch Blaupunkt in den siebziger Jahren einige "Teletennis"-Geräte wie das "TV Action FM" von 1977 veröffentlicht. Das Spielprinzip war ziemlich simpel: zwei rechteckige Balken (Tennisschläger) retournieren ein Quadrat (Tennisball).

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Spielspaß für Familie, Oma und den Hund: Das "VC 3000" wollte 1977 "Das Fernseh-Spielsystem für die ganze Familie" sein.

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Hört, hört!: Interton ist ein deutscher, auch heute noch aktiver Hersteller von Hörgeräten, der damals Potential im neuen Videospiel-Markt gesehen hat. Das "VC 3000" von 1977 ist ein Beispiel aus dem Sortiment von Interton.

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Die Odyssey geht weiter?: Im Zeitalter von Konsolen, die eigentlich die immer gleichen Tennis-Spiele boten, musste man sich als Hersteller anstrengen, um in der Geräte-Flut überhaupt wahrgenommen zu werden. Dieses Gerät tut das 1977 durch den Namen: "Odyssey 2001". Trotzdem ist diese Konsole kein offizieller Nachfolger der Odyssey von Magnavox, der ersten Heimkonsole.

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Ein dickes Ding: Die "Odyssey 2001" von 1977 bestach durch ihr auffälliges Design und ihre ausladende Größe. Philips stellte mehrere Geräte in dieser Serie her, die den Namen des Urvaters aller Konsolen aus dem Jahr 1972 geerbt hat.

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Lässige Wohnzimmer-Motorradfahrer: Ein Paar hat Spaß mit der Konsole. Kein Wunder. Der kleine, gelbe Button auf der Packung garantiert: "Mit dem Allweg-Regler lassen sich die Spieler in jede Richtung bewegen und die Motorradspiele steuern."

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"Mit 14 Spielarten": Als weiteres Beispiel für die Konsolen mit denen man eigentlich nur Tennis spielen kann, gilt das "Color-Multispiel 4014" (1977) von Universum. Doch in diesem grauen Kasten stecken 14 verschiedene Spiele. Darunter auch "Motorradfahren".

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Design-Qwertz-Schläger: Dieser etwas mitgenommen ausschauende Karton enthält ein "G7000" (1978) von Philips. Ohne große Worte wird hier eine Spielkonsole präsentiert, die eher aussieht wie eine Schreibmaschine - komplett mit Qwertz-Tastatur.

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Mit Tastatur: Mit dem großen Konzern Philips im Rücken wurde das "G7000" 1978 zu einer der bekannteren Konsolen ihrer Zeit. Von der eingebauten Qwertz-Tastatur allerdings wurde nie wirklich Gebrauch gemacht.

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Die DDR-Konsole: Das "BSS Bildschirmspiel 01" (1980) von RFT ist das einzige bekannte Videospielsystem der DDR. Es hat daher einen speziellen Status, auch wenn es sich eigentlich nur um ein gewöhnliches Tennisspiel handelt. Das System war damals trotzdem exorbitant teuer und wurde so niemals zu einem Verkaufsschlager. Heute ist es deshalb extrem selten.

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Sie gab uns Fieber: Kaffee-Shops, die Videospielkonsolen herausbringen? In der Tat haben sowohl Tchibo als auch Eduscho dieses Lizenzmodell der populären "Emerson-Arcadia"-Konsole aus den USA 1982 in Deutschland unter dem Namen "Tele Fever" veröffentlicht. Heute begegnet man dem Bestseller von damals noch häufig auf Trödelmärkten, von wo auch dieses Modell stammt.

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"Erregende Spiel-Cassetten": Die legendäre "Vectrex" von MB hob sich von der Masse ab, weil sie über einen eigenen Monitor verfügte. Davon abgesehen wurde dem potentiellen Käufer auf der Verpackung "eine ganze Serie spannender, erregender Spiel-Cassetten" angepriesen.

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Farbe per Folie: Als eines der eher besonderen Geräte hat die "Vectrex" von MB (1982) einen Vektor-Monitor eingebaut, der gestochen scharfe Schwarz-Weiß-Grafik zeigt. Doch es ging auch in Farbe. Diese wurde durch Folien erzeugt, die man vor den Monitor klemmte.

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Schirmchen wechsel dich!: Das "Digi Casse" (1984) ist ein frühes, sehr kleines (und heute sehr seltenes) Handheld aus Japan. Die Konsole für Unterwegs vom bekannten Hersteller Bandai hatte bereits austauschbare Module - jedoch nicht wie heute üblich. Wer ein neues Spiel "einlegte", musste die komplette Geräte-Oberseite mitsamt LCD-Schirm austauschen.

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Big in Japan: Die "PC Engine" von NEC (1987) war ein großer Erfolg in Japan, ist aber in Europa nie offiziell erschienen.

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Ein kleiner Klassiker: Die "PC Engine" von NEC (1987) war kaum größer als der daran angeschlossene Controller, verfügte aber über eine große Auswahl an Spielen. Diese Konsole existiert in zahllosen Varianten. Die hier gezeigte Version ist die Ur-Version dieses Hardware-Klassikers.

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Meister Sega: Das "Master System" war die erste international veröffentlichte Konsole des heute nur noch im Softwarebereich aktiven Herstellers Sega.

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Die Konsole mit dem Igel: Das "Master System" (1987) von Sega war eine der bekanntesten Konsolen der 8-Bit Ära. Im Wettbewerb mit dem "NES" trat der Igel Sonic gegen Nintendos Videospiel-Helden Mario an - und konnte respektable Erfolge in den meisten Teilen der Welt vorweisen.

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Nur ein Versuch: Die "GX4000" von 1990 war der einzige ernsthafte Versuch des Computer-Herstellers Amstrad auf dem Konsolenmarkt Fuß zu fassen.

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Nur in England: Die "GX4000" (1990) von dem Computer-Hersteller Amstrad ist eine der wenigen, in Europa hergestellten Konsolen, die in den neunziger Jahren herauskamen. Sie wurde allerdings nur auf dem Heimatmarkt in Großbritannien veröffentlicht und hat nie wirklich mit den großen Namen wie dem "NES" oder der "Playstation" Schritt halten können.

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Die Spielhölle zu Haus: Das "Neo Geo" von SNK (1990) brachte das Spielhallen-Feeling ins Wohnzimmer. In diesem Fall verspricht die Verpackung nicht zuviel. Diese Konsole war "ein Quanten-Sprung in der Videospiel-Unterhaltung".

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Spielspaß mit Riesen-Joypad: Das "Neo Geo" (1990) von SNK verfügte über ein mächtiges Joyboard mit den Abmessungen des Grundgerätes. Die Spiele kosteten in der Regel über 500 US-Dollar. Dies machte das "Neo Geo" zum Mercedes unter den Videospiel-Systemen. Auch heute lässt ein gut erhaltenes, originalverpacktes Gerät mit Spielen jedes Sammlerherz höher schlagen. Zumal die Luxus-Konsole nur in den USA und Japan erschienen ist.

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Kampf der Strichcodes: Das Kleingedruckte unter dem Namen der Konsole lautet "Die 'Heiligen Schlüssel' aus Regista-Stein, welche die Zeit kristallisieren sind gestohlen worden. Deine Aufgabe ist es, diese 'Heiligen Schlüssel' zu finden und mit ihrer Zauberkraft gegen die bösen Mächte vorzugehen." Im Klartext bedeutet das: Mit diesem Handheld, also einer Konsole für Unterwegs, konnte man überall Barcodes scannen und damit gegen andere "Barcode Battler"-Besitzer antreten.

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Kampf per Code: Ein erfrischend obskurer Versuch, Handheld-Gaming zu revolutionieren. Das System des "Barcode Battlers" von Tomy (1991) war in der Lage, Barcodes in aller Welt zu lesen und daraus eine Art Kampfspiel zu machen. Der große Erfolg blieb leider aus, die Idee ist trotzdem toll.

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Schnell und schwarz: 1993, ein Jahr vor Erscheinen von Sonys Playstation brachte Atari die "Jaguar" heraus. Mit 64 Bit war diese Konsole doppelt so leistungsstark wie die Playstation - und floppte dennoch.

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Ataris Sargnagel: Die "Jaguar" ist die letzte von Atari veröffentlichte Konsole. Das System konnte allerdings trotz technischer Überlegenheit nicht gegen die Konkurrenz von Sony, Nintendo und Sega bestehen. Mit der "Jaguar" ging der Konzern dann endgültig pleite. Später wurde der Name von einem anderen Unternehmen aufgekauft. Heute erscheinen nur noch Spiele unter dem "Atari"-Logo.

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"Life-Action und Stereo-Sound in Konzertqualität": Die "CD 32"-Konsole von Amiga (1993) versprach ihrem Verkäufer schon auf der Verpackung den Videospielhimmel im Wohnzimmer: "Action, Spannung, Abenteuer und Spaß durch unglaubliche Bildauflösung für lebensechte Video-Bilder, die ins Auge stechen - lässt konventionelle Game-Systeme alt aussehen."

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Commodore-Konsole: Die Glanzzeiten von Commodore mit Verkaufsschlagern wie C64 und Amiga 500 lagen beim Erscheinen der "CD32" (1993) bereits Jahre zurück. Diese Konsole, die Spiele von CDs statt Cartridges abspielte, sollte Commodore vor der Pleite retten. Es gelang nicht. Das Gerät fristete stets ein Schattendasein und nur wenige Spiele erschienen für das System.

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Unscheinbare Verpackung, revolutionäres Konzept: Vor 15 Jahren sollte ein herstellerunabhängiges Konsolen-Konzept die Videospielbranche verändern. Wie der CD-Player oder der VHS-Rekorder sollten auch die Spielekonsolen einen technischen Standard bekommen, den jeder Hersteller mit einer Lizenz nachbauen kann. So wären alle Spiele auf allen Geräten spielbar gewesen.

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Schöne, neue Welt: Die Idee war gut, doch die Welt war nicht bereit. Ein technischer Standard für alle Hersteller sollte her, damit Spiele auf allen Konsolen laufen, ebenso wie DVDs auf jedem Player abspielbar sind. Trotz einiger starker Titel und Geräte von Sanyo und Panasonic blieb der Erfolg aus. Hier zu sehen: Das "3DO FZ-1" von Panasonic (1993).

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Nur in Japan!: Der "Mega Drive" von Sega war ein Millionenseller und ist vielen Spielern auch heute noch ein Begriff. Weniger bekannt sind die Ableger dieser Konsole. Der "Mega Jet" erschien 1993. Der Clou des Geräts: Die Konsole steckte komplett im Controller. Diese Version des Konsolen-Klassikers erschien nur in Japan, und auch dort nur in kleiner Stückzahl.

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Alles im Griff: Der "Mega Drive" von Sega, war so erfolgreich, dass er in vielen verschiedenen Versionen erschien. Unter anderem wurde er in einem Ghettoblaster verbaut, als Handheld neu aufgelegt oder - wie hier im "Mega Jet" von 1993 - in Anlehnung an Geräte zur Unterhaltung in Flugzeugen komplett im Controller integriert. Der Sega "Mega Jet" erschien 1993.

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Brillengestell: Der "Virtual Boy" von Nintendo (1995) ist eines der merkwürdigsten Systeme, das je veröffentlicht wurde. Die 3D-Brillen-Konsole stammt vom Erfinder des Game Boy, floppte aber in Japan und den USA und wurde in Europa nie veröffentlicht.

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Virtuelle Surrealität: Diese Konsole sollte sich der Spieler vor die Augen klemmen. Nintendos "Virtual Boy" war eine Art 3D-Brille, bediente sich allerdings höchst unbequem, da das Gerät stets auf einem Tisch stehen musste. So wurde es zu Nintendos größtem Flop.

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Kultureller Quantensprung: Die erste "Playstation" (1995) ist ein Meilenstein der Videospiel-Geschichte. Mit seiner ersten Konsole hat Sony direkt dem bisherigen Marktführer Nintendo die Krone entrissen und der gesamten Industrie einen kulturellen Quantensprung verpasst. Games waren plötzlich kein Kinderspielzeug mehr, sondern ein normales Hobby für Twens und Erwachsene.

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Erstaunliches im Kasten: Sogar der Computerhersteller Apple hat sich einmal auf dem Konsolen-Markt versucht. 1996 erschien die "Pippin Atmark" in Zusammenarbeit mit dem Spielzeughersteller Bandai.

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Croissant-Controller und weißes Plastik: Auch Apple hat einst scheue Gehversuche auf dem Videospielmarkt gewagt. In Kooperation mit Bandai erschien 1996 diese Konsole - doch trotz Maus, Online-Anschluss und damals fortschrittlichem CD-Rom-Laufwerk floppte das Gerät in Japan und den USA. In Europa ist die Konsole nie erschienen.

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Der "Game Boy"-Widersacher: Der Spielzeughersteller Tiger hat 1997 mit diesem Handheld versucht auf den Erfolgszug des "Game Boy" aufzuspringen. Das "Xtreme Pocket Gear" war jedoch nicht wirklich ernst zu nehmen.

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Für DVD-Spieler: Als vor einigen Jahren klar wurde, dass DVD-Player bald in jedem Haushalt stehen würden, lag die Idee nahe diese gleichzeitig zu Spielkonsolen zu machen. Doch obwohl mit Samsung (von denen hier das "DVD-N505 NUON" aus dem Jahr 2000 gezeigt wird) und Toshiba bekannte Hersteller solche Geräte veröffentlichten und es sogar spezielle Joypads für diese Player gab, blieb der Erfolg aus.

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Die Erleuchtung: Der "Game Boy" ist noch heute der Inbegriff des mobilen Gamings. Er zählt, nicht zuletzt wegen dem mitgelieferten Spiel "Tetris", zu den größten Erfolgen von Nintendo. Von den dutzenden verschiedenen Ausführungen in unterschiedlichen Gehäuseformen und -farben sieht man hier den "Game Boy Light" (1998), der ausschließlich in Japan auf den Markt kam und als technische Neuerung über ein beleuchtetes Display verfügt.

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Ein Kinderspiel?: Obwohl gerade diese Pikachu-Version der "Nintendo 64"-Konsole wirkt wie ein Kinderspielzeug, fand das N64 mit Spielen wie "Command & Conquer" auch viele erwachsene Fans.

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Süß und bunt: Eine Sonderedition des "Nintendo 64" (2003), die durch ihr Pikachu-Design besonders putzig und farbenfroh daherkommt. Der Fuß des Zeichentrickhelden ist gleichzeitig der Reset-Button.

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Nintendo verleiht Flüüüügel: ... und schickt seinen Helden Mario mit der Controller-Konsole "iQue" 2003 auf den chinesischen Konsolenmarkt.

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Alles im Controller: Anfang dieses Jahrtausends hat Nintendo versucht, in China mit Videospielen Fuß zu fassen. Gelungen ist dies mit einem kostengünstigen Ableger des "N64", dessen Hardware einfach komplett im Joypad eingebaut wurde. Spiele für das Gerät waren als Download an Terminals in Spielwaren- und Supermärkten erhältlich. Der "Nintendo iQue" erschien 2003 in China.

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Spiele-Telefon: Ein Telefon, das gleichzeitig Konsole ist? Super Idee! Als der Mobiltelefon-Hersteller Nokia sein Handheld-Gaming-System ankündigte, war die ganze Welt gespannt auf die Erfindung. Doch da man das Handheld beim Telefonieren merkwürdig quer ans Ohr halten musste und es galt zum Spielewechsel den Akku herauszunehmen, wurde das multimillionenschwere Nokia-Projekt zu einem grandiosen Flop. Nokias "N-Gage" kam im Jahr 2003 auf den Markt. Eine überarbeitete Version brachte 2004 wenige Verbesserungen. Ein weiterer Relaunch der N-Gage Plattform steht kurz bevor.

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Die Geschichte des Game Boys: Von links nach rechts:

- Ur Game-Boy

- Game Boy Lupe

- Super Game-Boy für das SNES (Super Nintendo Entertainment System)

- Game Boy Pocket

- Game Boy Color

- Game Boy Advance

Foto: Dominik Kindl
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?