Viehsterben in der Mongolei - DER SPIEGEL
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Viehsterben in der Mongolei Sie nennen es "Dsud"

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In der Mongolei sind in den ersten beiden Monaten dieses Jahres fünfmal mehr Nutztiere verendet, als im gesamten Jahr 2017. Grund ist starker Schneefall und eisige Kälte.

Foto: Davaanyam Delgerjargal/ dpa
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Die periodisch auftretenden Hungerwinter treffen viele Menschen hart: Knapp 300.000 Familien leben von der Viehzucht.

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Das Massensterben wird in der Mongolei "Dsud" genannt.

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In den Jahren 2009 und 2010 fiel das Tiersterben besonders massiv aus: fast 10 Millionen Stück Vieh starben.

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Insgesamt gibt das nationale Statistikbüro die Anzahl der in der Mongolei gehaltenen Tiere mit 66 Millionen an.

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Die meisten werden von Nomaden gehalten, die mit ihren Herden ziehen.

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Das Viehsterben bedroht die traditionelle Gesellschaftsstruktur in der Mongolei. Viehhirten ohne Tiere ziehen in die Städte, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

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Forscher gehen davon aus, dass Klimawandel und Überweidung das "Dsud"-Phänomen verschärfen.

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Verendete Tiere in der Provinz Tuv (Archivbild aus dem Jahr 2010).

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In den Jahren 2009/2010 verloren viele Familien 40 bis 50 Prozent ihrer Herde.

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Die Regierung hat Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen des "Dsud" zu begrenzen. Auch das Internationale Rote Kreuz verteilt Hilfen an betroffene Familien.

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Experten warnen, dass Viehsterben könnte in den kommenden Wochen noch größere Ausmaßen annehmen - denn viele Tiere sind bereits geschwächt.

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