Vierschanzentournee Prevc schlägt zurück, Freund zufrieden
Peter Prevc (M.) hat das traditionelle Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen vor Kenneth Gangnes und Severin Freund (l.) gewonnen.
Freund kann trotzdem zufrieden sein. Der Sieger von Oberstdorf hat auf der von ihm wenig geliebten Schanze überzeugen können. "Ich kann damit sehr gut leben", sagte Freund zu seinen Sprüngen auf 133,5 und 132,5 Meter.
Noch besser war Dauerrivale Prevc. Mit 133,5 und 136 Metern übernahm der Garmisch-Sieger auch die Führung in der Gesamtwertung.
Wintersport-Atmosphäre suchte man auch in Garmisch-Partenkirchen vergeblich.
Schon im ersten Durchgang dominierten Prevc und Freund das Neujahrsspringen. Der Slowene führte knapp.
In den vergangenen Jahren patzte Freund regelmäßig auf der ungeliebten Olympiaschanze, das konnte der Gesamtweltcup-Gewinner diesmal verhindern.
Positiv lief das Springen auch für Richard Freitag, der am Ende Sechster wurde.
Die Überraschung kam auch aus Deutschland: David Siegel, eigentlich in der zweiten Skisprung-Liga aktiv, landete nach einem starken ersten Durchgang auf Platz 16.
Andreas Wank verpasste als Elfter knapp die Top Ten.
Der Österreicher Gregor Schlierenzauer machte einen kleinen Schritt aus der Krise. Nach dem frühen Aus in Oberstdorf erreichte er in Garmisch immerhin den zweiten Durchgang.
Der zweifache Tournee-Sieger landete auf Platz 21.
Der 43-jährige Noriaki Kasai gehört immer noch zur erweiterten Weltspitze, in Garmisch sprang der Japaner auf den zwölften Platz.
Bester Norweger war Kenneth Gangnes. Gemeinsam mit Prevc und Freund stand der 26-Jährige als Zweiter auf dem Podium.