Volkssport Skilaufen Wettfahrt auf der Wilden Sau
Auf der Wilden Sau: Abfahrtslauf auf der Wilden Sau im Jahr 1948. Die Strecke war benannt nach einer Pioniereinheit der Engländer, deren Zeichen eine Wildsau war. Die Rennstrecken waren damals noch nicht präpariert und daher recht gefährlich. Die Läufer gingen ohne Schutzhelm an den Start und mussten sich bei hohem Tempo extrem konzentrieren - wie man diesem Läufer ansieht. Dennoch stürzten viele und Verletzungen waren häufig.
Ski-Star Heinz Hauser: In den fünfziger Jahren fanden in Altenau noch Skispringen statt. Lokalmatador Heinz Hauser war dreifacher Meister im Langlauf und in der Nordischen Kombination und zählte damit in der Harzer Sportwelt zu den Stars.
Durch den Schnee: Für die immer beliebter werdenden Winterreisen war lange der Reisebus das Gefährt der Wahl. Hier bringt ein Bahnbus im Februar 1951 Skifahrer nach Altenau im Harz.
Lange Bank: Die Bank auf dem Weg von Altenau zum Kunstberg, wo die Hütte des Schi-Klubs stand, war ein beliebtes Plätzchen, um das noch recht bescheidene Treiben am Hang zu beachten. Auf diesem Foto von 1948 sind links Gisela und außen rechts ihr Mann Alexander Jonischkies (1948) zu sehen.
Vor der Hütte: Mitglieder des Schi-Klubs Hannover 1956 vor der Altenauer Hütte. Sie stehen direkt unter der Gedenktafel für die im Krieg gefallenen Mitglieder. Links führt eine Treppe in den Skikeller, wo es auch extra Wachsräume gab.
Früh übt sich: Am flachen Hang direkt vor der Skihütte auf dem Kunstberg bekommt Andrea Jonischkies im März 1957 vom Vater ihren ersten Skiunterricht.
Am Start: Hobby-Rennläuferin Gisela Jonischkies bekommt vor dem Start bei den Bezirksmeisterschaften Sonnenberg im Jahr 1950 ihre Startnummer umgehängt.
Beten für Schnee: Diese Gruppe des Schi-Klubs Hannover wollte im Winter 1950 eine Woche Ski-Urlaub in Altenau machen, doch es regnete. Also verfassten sie ein "Skigebet" und flehten abends vor der Hütte Petrus an. Am nächsten Morgen lagen 20 Zentimeter Neuschnee.
Skitour am Bruchberg: Mitglieder des Schi-Klubs legen bei einer Tour am Bruchberg eine Pause ein. Der Ski-Look der frühen fünfziger Jahre bestand aus Norwegerpulli, gerne von der Freundin handgestrickt, Anorak, weite Keilhosen und Skistiefel, letztere ebenfalls meist Eigenanfertigungen. Wenn der Wind allzu stark wehte, wurde manchmal noch ein ganz normaler Mantel übergezogen.
Damen auf Ski: Unter den 20 Teilnehmern beim Winterfest 1897 in St. Andreasberg befanden sich vier Damen - allesamt Försterstöchter, denen "elegantes und schneidiges Fahren" bescheinigt wurde.
Frühes Skispringen: Postkarte mit Meisterschaftssprung von 1910. Einer der ersten wagemutigen Skispringer hatte beim Winterfest in St. Andreasberg knapp zwölf Jahre zuvor 9,30 Meter erreicht.
Nordische Skimeisterschaften 1909: Seit Februar 1896 fanden im Harz alljährlich Wintersportfeste statt, zunächst in St. Andreasberg, später auch in anderen Orten. Bei der nordischen Kombination treten die Sportler in den Disziplinen Skispringen und Skilanglauf an.
Clubhütte: So idyllisch sahen die beiden Spitzdächer der Adolf-Schwarz-Hütte des Schi-Klubs im Winter 1983 aus. 1955 war der Verein derart expandiert, dass ein Anbau der Hütte Am Kunstberg in Altenau vorgenommen werden musste. Der neue Teil liegt leicht zurückgesetzt. Nach dem Ausbau nahm der Verein unter der Woche oft Schulklassen und Jugendgruppen als Gäste auf. Die Hütte war schlicht ausgestattet wie eine Jugendherberge.
Harzer Mannschaftslauf: Schi-Klub-Mitglied Alexander Jonischkies in der Loipe während des Harzer Mannschaftslaufs 1974 am Stieglitzeck.
Klub-Zeitschrift: Mit der selbstgefertigten Klub-Postille "Feldpostonkel" hielt der Schi-Klub Hannover im Zweiten Weltkrieg Kontakt zu Mitgliedern im Fronteinsatz. Sie enthielt aufmunternde Anekdoten und lustige Zeichnungen zu Neuigkeiten aus der Heimat - hier die Ausgabe von Weihnachten 1941.
Langlauf in St. Andreasberg 1898: Einer der Gründerväter des Schi-Klub Hannover, Friedrich Wilhelm Wellhausen (2.v.l. auf Skiern), am Start zum Vier-Kilometer-Langlauf beim Winterfest St. Andreasberg 1898. Die Herren in Uniform mit dem weißen Notizblock fungieren als Kampfrichter.
Kochecke in der ersten Skihütte: Der Schi-Klub Hannover hatte 1922 auf zehn Jahre ein Vereinshaus im Harz gepachtet, eine einfache Räumlichkeit mit Kanonenöfen, Selbstverpflegung und zuweilen drangvoller Enge. Bereits seit 1909 hatte der Vorstand ein geeignetes Gelände für die eigene Klubhütte gesucht, jedoch für die ausgewählten Grundstücke keine Baugenehmigung erhalten. Weitere Hüttenpläne machte 1914 der Erste Weltkriegs zunichte, der 1919 angelegte Baufonds zerrann durch die Inflation.
Erste Hüttenbegehung: Nach dem Krieg war die Altenauer Hütte des Schi-Klubs von der Britischen Armee beschlagnahmt worden. Die Besatzer wollten auch sämtliche Vereine auflösen und komplett neu organisieren. Das konnte der Schi-Klub in langwierigen Verhandlungen abwenden. Diese Abordnung hat soeben den Zustand der Räumlichkeiten nach der Rückgabe begutachtet.
Beim Wettkampf in Oderbrück: Alexander Jonischkies (M.) nach einem Rennen in der orangenen Clubjacke des Hannoverschen Radsportvereins (HRC). Langlauf betrieb er zum Ausgleich in der Wintersaison.
Wedeln in Verbier: Alexander Jonischkies im Feburar 1984 in Verbier in der Schweiz. Mit steigendem wirtschaftlichem Wohlstand nach dem Krieg machten auch die Mitglieder des Schi-Klubs Hannover statt im Harz lieber Winterurlaub in den Alpen - die Abfahrten dort boten einfach mehr Möglichkeiten.
Wintersportler in Braunlage um 1906: Die ersten Skiläufer zogen rasch mehr Fremdenverkehr nach und bescherten dem verschlafenen Harzstädtchen Braunlage im Laufe der Jahre einen erheblichen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Mitglieder des Schi-Klubs Hannover brauchten als Dank für Ihre pionierarbeit in Altenau nie Kurtaxe zu zahlen.
Helm auf: Mitglieder des Schi-Klub Hannover beim Abfahrtslauf in Bad Sachsa 1964. Zwei Jahre zuvor hatte der Deutsche Ski-Verband die Helmpflicht für Wettkämpfe eingeführt. Da es keine speziellen Skihelme gab, musste man auf Motorrad- und Eishockey-Helme zurückgreifen.
Skiwandern: Alexander Jonischkies im Winter 1949 bei einer Skiwanderung auf einem tiefverschneiten Weg zur Wolfswarte im Bruchberggebiet im Harz.