Volkswagen Spitzenposition im Visier
Volkswagen-Chef Winderkorn (r.), Suzuki-Chef Osamu Suzuki: Die Deutschen streben nach der weltweiten Auto-Herrschaft, die Japaner sprechen von einer Zusammenarbeit unter Gleichen.
VW-Patriarch Ferdinand Piëch: Die jetzt vereinbarte Übernahme von 19,9 Prozent der Anteile an dem japanischen Kleinwagenbauer ist nach Überzeugung von Fachleuten nur der erste Schritt. Piëch hat bereits offen erklärt, dass er gern zwölf Marken im Konzern hätte.
VW-Chef Martin Winterkorn: Der Wolfsburger Konzern erhofft sich durch die neue Verbindung vor allem mehr Durchschlagskraft auf dem rasant wachsenden Automarkt in Indien, wo Suzuki mit seiner Tochter Maruti Marktführer ist. VW hat vor kurzem zwar in der Nähe der Stadt Pune eine neue Fabrik eröffnet, verkauft auf dem Subkontinent aber vergleichsweise wenige Autos.
Suzuki-Chef Osamu Suzuki: Der viertgrößte japanische Autobauer will ein Partner von VW auf Augenhöhe sein.
Produktion des VW-SUV Tiguan: Mit besonders günstigen Modellen von Suzuki wollen die Wolfsburger nun auch das Segment darunter abdecken.
Volkswagen-Werk in Wolfsburg: Der Konzern hat erheblichen Nachholbedarf in Sachen Produktivität. Nach den Vorstellungen von Winterkorn soll die Produktivität des Konzerns bis 2018 jährlich um zehn Prozent steigen.
Produktion des Suzuki SX4: Bei Hybridantrieben und Elektroautos will Suzuki von VW profitieren. Stark sind die Japaner dagegen bei sparsamen und erschwinglichen Kleinwagen und bei Motorrädern.
Bugatti Veyron: Der Luxussportwagen, der in Handarbeit gefertigt wird, gehört zur Spitze der weitgefächerten Modellpalette des VW-Konzerns.
Volkswagen Golf Plus: Gemessen an den Stückzahlen bleibt die Golf-Familie das Kernmodell des gesamten Konzerns.
Porsche Boxter: Nach langen Querelen gehört Porsche inzwischen zur Volkswagen-Familie. Kritiker wenden jedoch ein, dass der Preis dafür viel zu hoch war. Außerdem bindet die Integration noch für lange Zeit einen erheblichen Teil an Management-Kapazitäten.
Lkw der Marke Scania: Die Schwerlastsparte des Konzerns dürfte zu den nächsten Projekten gehören, die Piëch und Winterkorn in Angriff nehmen. Wenn es nach Piëch geht, wird Scania gemeinsam mit dem Münchner Lkw-Hersteller MAN ein schlagkräftiges Duo bilden.