NBA-Vorschau Lakers und Thunder duellieren sich im Westen
LOS ANGELES LAKERS: Das Team aus Los Angeles hat im vergangenen Sommer für den größten Transfer-Coup gesorgt. Zunächst kam Point Guard Steve Nash vom Erzrivalen aus Phoenix, dann landete auch noch Center Dwight Howard bei den Lakers - und all dies, ohne einen weiteren Hochkaräter neben Andrew Bynum abzugeben. So liest sich die neue Starting Five der Lakers wie folgt: Steve Nash, Dwight Howard, Metta World Peace, Kobe Bryant und Pau Gasol (von links nach rechts) - ein beeindruckendes Quintett. Das Team von Chefcoach Mike Brown gilt zu Recht als Mitfavorit auf den Titel.
TIPP: Platz 1 im Westen
OKLAHOMA CITY THUNDER: Für Oklahoma City kann es nach der 1:4-Niederlage in den NBA-Finals der vergangenen Saison gegen Miami erneut nur um den Titel gehen. Mit Aufbauspieler Russell Westbrook (links) und Kevin Durant, der in den vergangenen drei Jahren der beste Punktesammler der Liga war, stehen zwei absolute Superstars im Kader von Oklahoma. Kurz vor dem Saisonstart gab der Club allerdings in James Harden den besten Bankspieler der Liga an die Houston Rockets ab. Für ihn kamen Kevin Martin und Jeremy Lamb. Ob sie aber so gut in das Team von Chefcoach Scott Brooks passen, bleibt abzuwarten.
TIPP: Platz 2 im Westen
SAN ANTONIO SPURS: Für die erfahrenen Spurs aus San Antonio öffnet sich in dieser Saison ein neues Kapitel des Buches "Totgesagte leben länger". Das Team um das Star-Trio Tim Duncan (Foto), Tony Parker und Manu Ginobili beeindruckte in der vergangenen Saison mit der wie Ost-Primus Chicago Bulls besten Bilanz der regulären Saison (50 Siege und 16 Niederlagen) und wird sich wohl auch in diesem Jahr einen vorderen Platz im Westen sichern. Wie weit es nach 82 Spielen dann aber in den Playoffs gehen kann, hängt vor allem davon ab, ob die schon älteren Duncan (36) und Ginobili (35) körperlich fit bleiben.
TIPP: Platz 3 im Westen
LOS ANGELES CLIPPERS: In Chris Paul und Blake Griffin (Foto) stehen ein Top-Spielgestalter und ein Wunderathlet im Kader der Clippers, eine solche Mischung gibt es in der NBA kein zweites Mal. Hinzu kommen in dieser Saison die namentlich hochkarätigen Zugänge Jamal Crawford, Grant Hill und Lamar Odom. Vor allem Odom könnte dabei zu einem wichtigen Baustein in der Rotation der Clippers werden, wenn er an die Leistungen aus seiner Zeit bei den Lakers anknüpfen kann. Um im Westen ganz nach oben schauen zu können, fehlt es allerdings vor allem in der Defensive an Qualität unter dem Korb.
TIPP: Platz 4 im Westen
DENVER NUGGETS: Zu einer echten Überraschung könnten sich in dieser Saison die Denver Nuggets entwickeln. Das Team aus dem US-Bundesstaat Colorado setzt vor allem auf junge Talente, von denen in der kommenden Spielzeit einige einen weiteren Schritt nach vorne machen werden. Zudem fand mit Andre Iguodala (rechts) einer der besten Verteidiger auf dem Flügel den Weg nach Denver. Auf den großen Positionen sollen vor allem die Entdeckung der vorigen Saison, Kenneth Faried, und Center JaVale McGee für Aufsehen sorgen. Die Playoffs sind für die Nuggets ein Muss.
TIPP: Platz 5 im Westen
DALLAS MAVERICKS: Nach dem Aus in der ersten Playoff-Runde der vergangenen Saison sollten in diesem Sommer Stars wie Deron Williams oder Dwight Howard zum Team von Chefcoach Rick Carlisle stoßen. Dies geschah nicht - und trotzdem haben die Mavericks die Off-Season klug genutzt. Mit Chris Kaman, O.J. Mayo, Elton Brand und Darren Collison kamen durchaus vielversprechende Akteure nach Dallas. Vor allem die Gesundheit des zuletzt von Knieproblemen geplagten Dirk Nowitzki (Foto) wird aber darüber entscheiden, wie die Saison der neu formierten Mavericks ausgeht.
TIPP: Platz 6 im Westen
MEMPHIS GRIZZLIES: Den Kern des Teams gehalten, die Bank insgesamt noch tiefer besetzt: Für die Memphis Grizzlies lief der Sommer genau nach Plan. Nach dem Weggang O.J. Mayos zu den Mavericks verpflichteten die Grizzlies Jerryd Bayless als Ersatz und sind mit Rudy Gay, Marreese Speights, Marc Gasol (links) und Zach Randolph (2. von links) vor allem auf den größeren Positionen stark und tief besetzt. Für Memphis sollte es in die Playoffs gehen, hier wird es gegen eines der besten vier Teams im Westen dann aber schwer.
TIPP: Platz 7 im Westen
UTAH JAZZ: Nachdem mit Deron Williams vor einem Jahr einer der besten Aufbauspieler der Liga die Jazz verließ, glaubten nur wenige an eine schnelle Rückkehr des Teams in die Playoffs. Doch vor allem die beiden Big Men Paul Millsap und Al Jefferson (rechts), dazu ihre jeweiligen Ersatzmänner Derrick Favors und Enes Kanter, sorgten dafür, dass Utah bereits in der vergangenen Saison schon wieder die Meisterrunde erreichte. Mit Mo Williams und dem erst 21-jährigen Alec Burks konnten sich die Jazz für die kommende Saison auch auf den beiden kleinen Positionen verbessern.
TIPP: Platz 8 im Westen
MINNESOTA TIMBERWOLVES: Der Handbruch von Kevin Love (Foto) schwächt die Timberwolves gerade am Anfang der Saison deutlich, da auch noch Aufbauspieler Ricky Rubio mindestens bis Weihnachten ausfällt. Wenn beide wieder fit sind, wird die Starting Five von Nikola Pekovic sowie den beiden Rückkehrern Andrei Kirilenko und Brandon Roy komplettiert. Dazu kommt eine tief besetzte Bank. Wenn bei den Timberwolves alle gesund sind und vor allem bleiben, können sie auch im starken Westen um Platz acht und damit die Teilnahme an den Playoffs mitspielen.
TIPP: Platz 9 im Westen
PORTLAND TRAIL BLAZERS: Mit Damian Lillard sicherten sich die Trail Blazers an sechster Stelle einen der hoffnungsvollsten Jünglinge der diesjährigen Draft. Der Aufbauspieler wird in Portland direkt zum Starter und bewies bereits als wertvollster Spieler der Summer League, wie wichtig er werden kann. Vor allem ist es aber LaMarcus Aldridge (Foto), einer der besten Power Forwards der Liga, der entscheidend für den Saisonverlauf in Portland sein wird. Für die Playoffs wird es allerdings sehr eng.
TIPP: Platz 10 im Westen
GOLDEN STATE WARRIORS: In Harrison Barnes (Foto) sicherten sich die Warriors einen echten Hoffnungsträger in der diesjährigen Draft. Zusammen mit Klay Thompson bietet der 20-Jährige ein gefährliches Flügel-Duo, das allerdings ohne die nötige Unterstützung kaum für eine Überraschung sorgen kann. Vor allem die Verletzungsanfälligkeit von Aufbauspieler Stephen Curry und die Genesung von Center Andrew Bogut (Knöchelbruch) werden darüber entscheiden, ob Golden State vielleicht doch mehr sein kann als ein Mitläufer im Westen.
TIPP: Platz 11 im Westen
HOUSTON ROCKETS: Für die Rockets lief die Off-Season alles andere als optimal. Dwight Howard sollte kommen, für einen möglichen Trade machte Teammanager Daryl Morey reichlich Platz im Kader. Howard kam nicht - und die Rockets stehen vor einem Neuanfang. Immerhin gelang Houston die Verpflichtung von Spielmacher Jeremy Lin, der Shootingstar der vergangenen Saison, und Olympiasieger James Harden. Doch auch mit den beiden bietet der Kader der Rockets keine Hoffnung auf die Playoffs.
TIPP: Platz 12 im Westen
PHOENIX SUNS: In Goran Dragic, Michael Beasley und Luis Scola (links) konnten die Suns solide NBA-Profis in den Kader holen, den Verlust von Point Guard Steve Nash können sie jedoch nicht aufwiegen. Insgesamt ist das Team zu dünn besetzt, um einen ernsthaften Angriff auf die Playoffs starten zu können, zumal Channing Frye wegen einer Vergrößerung des Herzmuskels wohl die gesamte Saison verpassen wird. Für das Team von Chefcoach Alvin Gentry wird es wohl eine klassische Übergangssaison.
TIPP: Platz 13 im Westen
SACRAMENTO KINGS: Die junge und talentierte Mannschaft der Kings hat ein großes Problem: Sie verteidigt nicht. Die defensive Leistung in der vergangenen Saison bescherte dem Team aus Sacramento letztendlich eine Bilanz von 22 Siegen bei 44 Niederlagen. Dabei stehen mit Tyreke Evans (22), Jason Thompson (26), Thomas Robinson (21) und Center DeMarcus Cousins (22, links) einige Jungstars im Kader von Coach Keith Smart, die allesamt großes Potential mitbringen. Um dieses auch umzusetzen, muss allerdings vor allem unter dem eigenen Korb viel härter gearbeitet werden.
TIPP: Platz 14 im Westen
NEW ORLEANS HORNETS: Die Hornets sind diese Saison eines der Teams, bei denen die Hoffnungen und Erwartungen auf einer einzigen Person lasten: Anthony Davis (Foto). Der Nummer-eins-Pick der diesjährigen Draft dürfte in New Orleans von Anfang an für Aufsehen sorgen, kann allerdings nicht über die Lücken im Kader der Hornets hinwegtäuschen. New Orleans plant für die Zukunft und hat dafür bereits den ersten wichtigen Baustein geholt, alles weitere ist in dieser Spielzeit eine Zugabe.
TIPP: Platz 15 im Westen