Voynich-Manuskript Was steht da?
Seite aus dem Voynich-Manuskript: Das mittelalterliche Buch gibt Forschern seit mehr als hundert Jahren Rätsel auf. Der Grund: Niemand kann die Schrift entziffern, in der es geschrieben ist. Nun will ein Forscher das Rätsel gelöst haben. Behauptet haben das allerdings schon viele Experten.
Entstanden ist das Buch wohl zwischen 1404 und 1438 und wird in einer Bibliothek der Yale University aufbewahrt.
Das Werk ist reich illustriert und enthält kuriose Zeichnungen von unbekannten Pflanzen, nackten Frauen, Tierkreiszeichen und seltsamen Objekten, die sich nicht so recht zuordnen lassen.
Gerard Cheshire von der University of Bristol behauptet nun, das Manuskript sei auf protoromanisch verfasst. Dabei handele es sich um einen Vorläufer der heutigen romanischen Sprachen wie Portugiesisch, Spanisch, Französische oder Italienisch.
Geht es nach dem Forscher, ist das Manuskript das einzige Beispiel für diese Sprache. Dabei geht Cheshire davon aus, dass sie im Mittelalter von vielen Menschen gesprochen wurde. Geschrieben wurde dagegen von den Mächtigen auf Latein.
Bekannt wurde das Werk um das Jahr 1912 als es in den Besitz des polnischen Sammlers Wilfrid Michael Voynich kam. Seither versuchen Experten das Manuskript zu entschlüsseln.
Laut der aktuellen Analyse enthält das Buch Informationen über Heilpflanzen, Astrologie, Fortpflanzung und Kindererziehung und wurde von einer dominikanische Nonne geschrieben. Im nächsten Schritt müsse das Buch Seite für Seite übersetzt werden, so Cheshire.