Unruhiger Riese Lavaspektakel am Bárdarbunga
Ausbruch: Aus kilometerlangen Spalten an der Nordflanke des Vulkans schießen bereits seit Tagen glühende Lavafontänen Dutzende Meter hoch.
Glühender See: Elf Kilometer weit erstreckt sich die Zunge bereits ins Tal, täglich rückt sie etwa einen Kilometer vor.
Bedenkliche Daten: Der zehn Kilometer breite Krater, die sogenannte Caldera, sackt ein. Bis zu 850 Meter dickes Gletschereis füllt den Schlund. Lasermessungen aus dem Flugzeug offenbaren nun eine 15 Meter tiefe Delle im Eis nahezu über dem gesamten Krater. Seit Beginn der Messungen Mitte des vergangenen Jahrhunderts sei ein solches Absacken nicht festgestellt worden, berichtet das Icelandic Met Office (IMO).
Manche Verformungen des Bodens offenbaren sich ohne GPS: Hunderte Meter lange, acht Meter breite Schluchten öffneten sich im kargen Vulkanboden.
Satellitenbild vom 5. September: Glühende Lava des Bárdarbunga nahe dem Gletscher (weiß).
Vordringende Lava (Grafik vom 6. September): Elf Kilometer weit erstreckt sich die Zunge bereits ins Tal, täglich rückt sie etwa einen Kilometer vor.
Lavafeld (6. September): Pro Sekunde ergießen sich 200.000 Liter des mehr als tausend Grad heißen Gesteinsbreis zungenförmig die nördliche Bergflanke hinab.
Dampfende Risse: Der Boden des Vulkans öffnet sich vielerorts.
Satellitenbild von Island: Kilometerhohe Dampfwolke ohne Asche driftet mit dem Wind.
Ausbruch des Bárdarbunga: Dampfwolken aus Rissen
Glühende Explosionen: Die Lava nährt sich dem Gletscher - Forscher sorgen sich, Explosionen könnten Aschewolken erzeugen.