Vulkan Merapi Forschung in der Todeszone
Windrichtung: Vor dem Gipfel des Merapi stauen sich die Wolken. Asche und heiße Gase, die der Vulkan ausstößt, werden vom Wind in die entgegengesetzte Richtung geweht. Dort rasten auch 800 Grad heiße Gaswolken die Flanken des Berges hinab, während auf der anderen Seite deutsche Vulkanologen nur wenige Kilomter vom Gipfel entfernt forschen
Feuerberg: Rennwagen-schnelle Wolken tödlich heißer Gase sind momentan noch die größte Gefahr, die von dem Vulkan für Forscher und Bevölkerung ausgeht
Station Gemer: Die Geräte am Südosthang des Merapi, aufgenommen im September 2005, können die Hamburger Forscher zur Zeit nicht warten - diese Seite des Vulkans ist auch ihnen zu gefährlich
Reparatur: Eigentlich sollte das Dopplerradar jede Regung am Gipfel des Vulkans aufzeichnen, nun ist es kaputt. Matthis Hort von der Universität Hamburg (links) und Agus Sampurno vom Observatorium in Babadan reparieren das Gerät
Horchposten: Malte Vöge neben den Geräten der Station Babadan, die den Vulkan Merapi überwacht. Er hat im Rahmen seiner Dissertation die Steuer- und Auswertungssoftware des automatischen Systems entwickelt
Feuerberg: Flüssige Lava tritt am Gipfel des Merapi aus
Ungewissheit: Ein Propfen hat sich im Inneren des Merapi gebildet. Ob und wann er weiter abbröselt bestimmt über die weitere Aktivität des Vulkans. Auch ein größerer Ausbruch gilt unter Forschern als denkbar
Rauchfahnen: Die javanesischen Vulkane Merapi (links) und Semeru aus dem All betrachtet. Am Semeru waren im Juli 2000 zwei Vulkanologen bei einer Expedition zum Gipfel umgekommen, als sie ohne Schutzkleidung in eine kleine Eruption gerieten
Beobachtungsposten Babadan: "Die Forschungsstation steht auf einer Anhöhe, doch die Ascheströme durchlaufen die Täler", beruhigt Vulkanologe Hort (im Vodergrund)
Lage: Der Vulkan Merapi liegt auf der indonesischen Hauptinsel Java