Vulkan Merapi Warten auf den Ausbruch
Beunruhigende Anzeichen: Seit Wochen raucht der Schlot des Vulkans wieder. Ende der Woche floss die erste Lava. Ein Ausbruch, sagen Seismologen, steht unmittelbar bevor
Merapi: Um der 2957 Meter hohen Schichtvulkan herum haben die Behörden drei Bezirke eingeteilt, die von einem Ausbruch betroffen sein könnten. Insgesamt leben dort 37.000 Menschen. Lebensgrundlage und Heimat ist die weitere Umgebung des Vulkans gar für drei Millionen Menschen
Anschauliche Warnung: Der Seismologe Antonius Ratdomopurbo vom Vulkanforschungsinstitut in Yogyakarta erklärt anhand von Aufnahmen vergangener Ausbrüche, was passieren wird - tagsüber sieht man die Rauchwolke, nachts die glühenden Lavaströme
Spiritueller Hüter: Der 79 Jahre alte Marijan lebt in dem Weiler Kinahrejo, ziemlich weit oben am Merapi. Einmal jährlich organisiert er das Labuan-Fest, bei dem der Berg besänftigt werden soll. Sogar der Sultan steigt dann zum Vulkan auf und bringt Opfergaben dar
Kulturgut: Der Tempel von Prambanan vor dem Hintergrund des rumorenden Berges. Merapi ist indonesisch für "feuerrot"
Blick aus dem All: So fotografierte der japanische Satellit "Daichi" am 29. April den Merapi. Die Rauchfahnen am Gipfel sind deutlich zu erkennen