Vulkanausbruch auf Hawaii Lava, 70 Meter hoch
Blick in den Krater des Kilauea auf Hawaii.
Aus dem Vulkan treten weiter Gas und Lava aus, die Behörden forderten Anwohner auf, das Gebiet zu verlassen.
Doch einige sind so fasziniert von dem Spektakel, dass sie es sich auf keinen Fall entgehen lassen wollen. "Wie könnte ich mich denn davon wegbewegen?", fragte Greg Chunn laut "US Today". "So eine Erfahrung macht man einmal im Leben."
Dabei hat austretende Lava bereits mehr als zwei Dutzend Gebäude im Wohngebiet Leilani Estates auf Hawaiis "Big Island" zerstört.
Hier sind Menschen in einer Notunterkunft nahe Pahoa zu sehen.
Die Nationalgarde erlaubte Anwohnern, das Nötigste aus ihren Wohnungen zu holen, bevor sie in Sicherheit gebracht wurden.
Einige Lavafontänen sollen 70 Meter hoch gewesen sein.
Bei den Evakuierungen kam es zu langen Staus.
Menschen beteten wie hier in einer Kirche auf "Big Island".
Eine riesige Lavawelle ergießt sich auf ein Wohngrundstück.
Aschewolke über Hawaiis Big Island: Der Kilauea war am Donnerstag (Ortszeit) ausgebrochen, Erdbeben folgten am Freitag.
Glühend heiße Lava: Entwarnung gibt es bislang nicht, Geologen vor Ort gehen davon aus, dass die Erde weiter aktiv bleibt.
Bilder zeigten, wie der Boden aufriss und Lava meterhoch aus dem Spalt schoss.
Der Vulkanwarte Hawaiis zufolge wurden zehn größere Risse in der Erde gezählt, aus denen Lava oder heißer Dampf austraten.
Die Risse seien jeweils mehrere hundert Meter lang, hieß es.
Die meisten Verkehrswege seien intakt geblieben, teilte die örtliche Transportbehörde mit. Für diese Straße gilt das nicht.
Wissenschaftler erwarten, dass sich rund um den Kilauea weitere Risse bilden werden, aus denen Lava an die Oberfläche kommt. Es sei allerdings nicht vorherzusagen, wo diese Risse entstehen.
Straßensperre: Die Katastrophenschutzbehörde hatte 1700 Anwohner angewiesen, die Gefahrenzone umgehend zu verlassen. Rund 10.000 weitere Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser vorsorglich freiwillig zu verlassen.
Bill Flynn von der Nationalgarde Hawaiis: Für Betroffene wurde in einem Gemeindezentrum eine Notunterkunft eingerichtet.
Dort wurde auch die medizinische Versorgung sichergestellt. Berichte über Verletzte gibt es bislang nicht.
Der Kilauea gilt als einer der aktivsten Vulkane der Welt.
Mancherorts löste die Lava kleinere Waldbrände aus. Laut dem Stromversorger Hawaii Electric Light waren durch beschädigte Leitungen 14.000 Menschen vorübergehend ohne Strom.