VW ID Buggy Der Strandläufer
Der ID Buggy greift die Idee des Manx (im Hintergrund) auf, den Bootsbauer Bruce Meyers vor mehr als 50 Jahren auf einem Käfer-Chassis entwickelt hat.
"Wir brauchen mal wieder ein emotionales Auto und einen echten Sympathieträger", sagt VW-Designchef Klaus Bischoff, hier bei einer frühen Sitzprobe während des Aufbaus der Studie.
Unter der giftgrünen Kunststoffkarosse steckt die verkürzte Plattform des ID3 - Antrieb und Batterie inklusive.
In der Theorie fährt der ID Buggy mit seinem 204 PS starken E-Motor 160 km/h schnell, in der Praxis ist das Einzelstück allerdings auf 35 km/h abgeregelt.
Play und Pause - so sind die Pedale gekennzeichnet. Viel mehr muss man zum Fahren mit dem Buggy nicht wissen, es gibt kaum Bedienelemente.
Fenster, Türen, Dach? Fehlanzeige. Der ID Buggy zelebriert automobile Offenheit in Reinkultur.
Geht es nach VW-Designchef Bischoff, ist der ID Buggy schon im nächsten Jahr wieder an allen Stränden unterwegs, wie damals der Meyers Manx.
Zwar ist der Buggy ein handgefertigtes Einzelstück. Doch weil er Technik aus der Großserie nutzt, fühlt er sich bereits stabil und solide an wie ein Massenmodell.
Weit geschwungene Kotflügel und riesige Glubschaugen - diese Styling-Details hat der neue Buggy vom alten übernommen.
Im Wagenboden steckt ein Akku von 62 kWh, der für rund 250 Kilometer reichen soll.
Um den Wagen in Serie zu bringen, sucht VW einen auf kleine Stückzahlen spezialisierten Karosseriebauer und will dem das Geschäft überlassen.
Wo beim Meyers Manx noch ein Boxermotor aus dem Käfer brabbelte, surrt der ID Buggy elektrisch und deshalb lautlos den Strand entlang.
So ganz unpraktisch ist der Buggy nicht. Immerhin gibt es im Heck zwei Gepäckgurte und darunter ein wasserdichtes Staufach.
Der Buggy sieht nicht nur wie ein Offraoder aus. Sondern weil problemlos ein zweiter Motor eingebaut werden könnte, würde er auch als echter Abenteurer taugen.