VW Jetta Endlich emanzipiert
VW Jetta: Deutlich größer als der VW Golf und nur noch ein bisschen kleiner als der VW Passat - das ist der neue Jetta. Die Limousine soll auch hierzulande endlich einen höheren Stellenwert erhalten, als ihn das bisher als "Rucksack-Golf" abgetane Vorgängermodell innehatte.
Flotte Fahrt: Wir waren mit dem kleinsten verfügbaren Benzinmotor unterwegs, dem 1,2-Liter-TSI-Aggregat mit 105 PS. Trotz der Größe des Autos bot der Motor eine überzeugende Leistung - und blieb dabei erfreulich sparsam.
Mehr als ein Golf-Derivat: Unterm Blech gibt es selbstredend zahlreiche Gleichteile mit dem VW Golf. Doch von außen betrachtet ist der neue VW Jetta ein druchaus eigenständiges und recht ansehnliches Autos.
Neue Sachlichkeit: Im Interieur setzt auch der VW Jetta die klassische Linie des Herstellers fort - das heißt eine schnörkellose Einrichtung und eine klare, manchmal fast schon zu nüchterne Gestaltung.
Guter Bekannter: Obwohl ein komplett neues Auto, wirkt der Fahrerplatz im neuen VW Jetta wie ein guter alter Bekannter. Jeder, der schon einmal im aktuellen Golf Platz genommen hat, wird dieses Auto auf Anhieb als einen Zwilling wiedererkennen.
Mehr Raum: Der neue Jetta ist in allen Dimensionen gewachsen. Weil auch der Radstand um sieben Zentimeter zulegte, herrschen nun im Innenraum mehr Platz und mehr Bequemlichkeit als zuletzt.
Durchladegelegenheit: Um größere oder sperrigere Gepäckstücke zu verstauen, lassen sich die beiden Rücksitzlehnenpolster im Fond nach vorn umklappen, so dass ein viel größerer Laderaum entsteht.
Klein und oho: Der 1,2-Liter-TSI-Motor ist ein gutes Beispiel für gelungenes Downsizing. Kompakt, sparsam und doch ausreichend kraftvoll und quirlig bringt er auch Mittelklasse-Modelle adäquat auf Touren - jedenfalls so lange sie nicht voll besetzt und beladen sind.
Neuer Abschluss: Ein Hauch Audi steckt in diesem Heck, ansonsten aber hat man diesen Abschluss bei VW noch nicht gesehen. Der Jetta weiß durchaus auch mit seiner klar gestalteten Kehrseite zu erfreuen.