Günstige Oldtimer - Mercedes W124 Der letzte Gleiter
Mit mehr als 2,5 Millionen produzierten Exemplaren gehört der W124 zu den erfolgreichsten Mercedes-Modellen. Nach Limousine und Kombi wurde die Modellpalette 1987 um das Coupé erweitert (werksintern C124 genannt).
Frisch: Die Aufpreisliste bei Mercedes-Benz ist traditionell sehr lang. Ein elektrisches Stahlschiebedach kostete 1989 knapp 2000 DM.
Spätere Modelle tragen statt Seitenschutzleisten die sogenannten Sacco-Bretter (nach Designer Bruno Sacco).
Holzarmaturen, feiner Stoff: Das Interieur im W124 ist recht gediegen. Wer es noch edler haben wollte, konnte auch Velours oder Leder ordern.
Anfang der Neunzigerjahre stellte Mercedes auf wasserbasierte Lacke um. Dies soll bei späten W124 angeblich zu vermehrten Rostschäden geführt haben.
Fenster zum Herunterkurbeln: Es gab den Mittelklasse-Benz auch in Buchhalterausstattung mit null Extras.
Blühende Landschaften: Rost ist auch beim 124er ein Thema, vor allem an Kotflügeln und unter den Scheibenrahmen.
Statt durchgehender Sitzbank waren für den Fond auch Einzelsitze erhältlich.
Robuste Technik: Die W124-Motoren gelten bei etwas Pflege als unverwüstlich.
W124-Cabrios machten in den vergangenen Jahren die größten Preissprünge. Für gut erhaltene Exemplare muss man weit mehr als 10.000 Euro berappen.
Das Basismodell 200 leistete anfangs 109 PS. Topmodell war der 500 E mit V8 und 326 PS, er kam aber erst 1990 auf den Markt.
Top-Modell beim Coupé waren die Sechszylinder 300 CE 24 bzw. 320 E mit 220 PS.