Wahl in Kambodscha Atmosphäre der Angst
Wahllisten in Phnom Penh: Am Sonntag findet die Wahl der kambodschanischen Regierung statt. Allerdings fanden sich Tausende Wähler nicht auf den Listen - stattdessen Namen von "Geistern".
Regierungschef Hun Sen: Der heute 60-Jährige ist seit 1985 an der Macht. Er diente in den Siebzigern bei den Roten Khmer, floh nach Vietnam und kehrte mit dem Einmarsch vietnamesischer Truppen nach Kambodscha zurück.
Sam Rainsy (Archivbild von 2012): Der Oppositionspolitiker lebte drei Jahre im Exil in Paris, bevor er vor wenigen Wochen wieder nach Kambodscha zurückkam.
Kampagne der Oppositionspartei CNRP: Die Rückkehr von Sam Rainsy wurde auf den Straßen Phnom Penhs begeistert gefeiert.
Porträt von Sam Rainsy: Hun Sen und seine PPC verbreiten vor den Wahlen eine Atmosphäre der Angst. Bewaffnete Wachen unterbinden Wahlveranstaltungen der Opposition.
Unterwegs nach Hause: Am Freitag brach in Phnom Penh der Verkehr zusammen, Tausende verließen die Haupstadt, um in ihren Heimatprovinzen zu wählen.
Wahlvorbereitungen: Die Wahlurnen werden auch mit Motorrädern auf die Bezirke verteilt. Die EU hat es inzwischen aufgegeben, Wahlbeobachter zu schicken - faire Wahlen scheinen nicht möglich zu sein.
Nährinnen in Phnom Penh: Das Land ist zwar immer noch arm, doch vor allem die Textilexporte nach Europa sorgen für einen gewissen Aufschwung.