Wahlen in Indien - DER SPIEGEL
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Mega-Wahl in Indien Der Hoffnungsträger aus Gujarat

Im Wahlkampf beflügelt Narendra Modi die Hoffnung vieler Inder auf Wohlstand für alle. Er hat beste Chancen, neuer Premier des Landes zu werden. Doch Minderheiten fürchten seinen möglichen Wahlsieg, der gefährliche Konflikte provozieren könnte.
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Narendra Modi ist der Hoffnungsträger von jenen Indern, die in die wohlhabende Mittelschicht aufsteigen wollen. Er verspricht im Wahlkampf wirtschaftlichen Aufschwung und Wohlstand für jeden.

Foto: Jaipal Singh/ dpa
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Viele seiner Anhänger hoffen, dass er als Premierminister das schafft, was er in seiner Heimatprovinz Gujarat erreicht hat: Dort ist die Wirtschaft im Schnitt um zehn Prozent jährlich gewachsen.

Foto: STRINGER/INDIA/ REUTERS
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Anhänger von Modi feiern ihn bei einer Wahlkampfveranstaltung in Hirangar an der indisch-pakistanischen Grenze. In Umfragen liegt der Kandidat der Volkspartei Bharatiya Janata Party (BJP) vorne.

Foto: Channi Anand/ AP/dpa
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Auch zu einem Auftritt Modis in Indirapuram, einem Vorort Neu-Delhis, strömen seine Anhänger - sie wurden teilweise mit Bussen hergefahren und tragen Masken mit seinem Konterfei.

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"Modi weiß, wie es geht", sagt Sandeep Mugdal, der in dessen Wahlkampfteam dafür zuständig ist, Werbe-SMS an junge Wähler zu organisieren. "Er macht es Investoren leicht, er schafft Jobs, er ermutigt Leute, wie er zu sein: hart zu arbeiten und sich den Weg nach oben zu bahnen."

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Wahlen für das indische Parlament haben in der Vergangenheit allerdings schon öfter für Überraschungen gesorgt. 2004 zum Beispiel glaubte die BJP ihren Wahlsieg schon sicher, nur um in letzter Minute von der Kongresspartei mit Sonia Gandhi (im Bild) an der Spitze ausgebootet zu werden.

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Die seit 2004 regierende Kongresspartei gilt allerdings wegen der lahmenden Wirtschaft und Korruptionsskandalen als angeschlagen. Sie wird vom 43-jährigen Rahul Gandhi - und Sohn Sonia Gandhis - geführt.

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Sonia Gandhi winkt Anhängern in Uttar Pradesh zu. Sonia und Rahul Gandhi gehören dem mächtigen Nehru-Gandhi-Clan an - Modi ist der Gegenentwurf dazu. Er stammt aus einfachen Verhältnissen. Seine Gegner nennen ihn abfällig einen "Chaiwallah", Teeverkäufer. Modi hat die Beleidigung längst in einen Ehrentitel umgemünzt, die seine Volksnähe beweisen soll.

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Fünf Wochen dauert die Wahl in Indien, 814 Millionen Menschen dürfen abstimmen. Es ist ein logistischer Riesenakt - die größte Wahl der Welt.

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Mehr als 100 Millionen Erstwähler werden erwartet. Ihnen gegenüber 11 Millionen Wahlhelfer, viele davon Sicherheitskräfte. Hier werden Wahlmaschinen in Hyderabad vorbereitet.

Foto: NOAH SEELAM/ AFP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?