Wall-Street-Blockade Protest in New York
Aufwachen, Amerika! Im New Yorker Finanzdisrtikt demonstrieren Aktivisten seit Tagen gegen das "Missverhältnis bei der Verteilung von Macht und Wohlstand in unserer Gesellschaft". Zu dem Marsch...
...durch das New Yorker Bankenviertel hatte das konsumkritische Magazin "Adbusters" aus Kanada bereits Mitte Juli aufgerufen: 20.000 Menschen sollten die Wall Street "monatelang" blockieren und Bankern den Weg zu ihrem Arbeitsplatz versperren. Für diese Art der "Ruhestörung"...
...nahm die New Yorker Polizei am Wochenende Dutzende Demonstranten fest. Sinn der friedlichen Besetzung...
...ist es laut der Aktivistengruppe Occupy Wall Street, gegen eine Politik aufzubegehren, die alle Wünsche der Finanzlobbyisten erfüllt und viele Menschen an den Rand der Gesellschaft drängt. Seit vergangenem Wochenende ziehen die Demonstranten durch Lower Manhattan.
Der Zuccotti-Park auf dem Liberty Square: Nahe der Wall Street haben es sich die Demonstranten gemütlich gemacht. Es ist seit Tagen eine Art Basislager, in dem die Aktivisten übernachten - und ihre Streifzüge durch das Viertel starten.
Kaffeepause am Liberty Square: Ein Prozent der Gesellschaft bereichere sich, während 99 Prozent links liegengelassen würden, lautet die Anklage der Aktivisten: "Wir sind Teil der 99 Prozent und besetzen die Wall Street...
...als symbolische Geste für unsere Unzufriedenheit mit dem derzeitigen wirtschaftlichen und politischen Klima und als Beispiel für eine bessere Welt." Bei den Protesten kam es immer wieder zu Zusammenstößen mit der Polizei - und zu Dutzenden Festnahmen.
Poster des Protests: "Nun sind wir noch entschlossener und wissen: Was wir tun, ist nötig und richtig."
Berühmtes Bankenviertel: Zwar kamen in den vergangenen Tagen Schätzungen zufolge nie 20.000 Menschen zusammen, die ihrem Unmut Ausdruck verliehen - bei der Auftaktblockade vergangene Woche waren es zwischen 1000 und 5000. Doch die Polizei errichtete eigens für die Proteste Straßensperren, die...
...zeitweise für beengte Verhältnisse im New Yorker Finanzdistrikt sorgten: Geschäftsleute mussten sich an den Massen vorbeizwängen oder Umwege in Kauf nehmen, um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen.