Walther Leisler Kiep: Bilder seines Lebens - DER SPIEGEL
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Walther Leisler Kiep Gentleman-Politiker im Zwielicht

Walther Leisler Kiep war eine Ausnahmefigur in der Bonner Republik. Weltgewandt, über Parteigrenzen hinweg geachtet. Doch seine Verwicklung in die CDU-Spendenaffären verdunkelt die Bilanz des nun verstorbenen Politikers.
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Walther Leisler Kiep betont sportlich: 1972 springt der frisch gekürte CDU-Schatzmeister mit seinem Aktenkoffer über eine Zollschranke.

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Von 1965 bis 1976 saß der gebürtige Hamburger für die CDU im Bundestag. Er machte Wahlkampf nach amerikanischem Vorbild.

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1976 ging er in die niedersächsische Landespolitik. Unter Ministerpräsident Ernst Albrecht fungierte er als Finanz- und Wirtschaftsminister in Hannover.

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Kiep und Kohl: In seiner Zeit als Bundesschatzmeister der CDU wurden Unternehmensspenden mittels der angeblich gemeinnützigen Staatsbürgerlichen Vereinigung an die CDU weitergeleitet. Die Unternehmen konnten den Betrag in voller Höhe - anders als bei direkten Parteispenden - von der Steuer absetzen.

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Kiep im Hamburger Bürgerschaftswahlkampf 1982. Mit ihm als Spitzenkandidat fuhr die CDU ihr historisch bestes Ergebnis ein. Weil die FDP aber an der Fünfprozenthürde scheiterte, fehlte ihm ein Koalitionspartner. SPD-Bürgermeister Klaus von Dohnanyi blieb deshalb im Amt.

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Leisler Kiep im Augsburger Landgericht 2004. Dort sagte er im Prozess gegen Max Strauß um unversteuerte Provisionszahlungen aus.

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