Warm oder kalt Das Blut der Saurier
Gefiederte Theropoden: Es fällt schwer, sich solche Tiere als Kaltblüter vorzustellen, die sich nur nach ausgiebigem Sonnenbad bewegen konnten.
Tyrannosaurus rex, wie ihn manche noch 1942 sahen: Ursprünglich hielt man Saurier für relativ träge, muskulöse Giganten - als seien sie aufrecht gehende Krokodile und allenfalls zum kurzen Sprint fähig.
Raubsaurier Suchomimus: Eigentlich war die Vorstellung vom taumelnden Monstrum in der Wissenschaft schon Ende des 19. Jahrhunderts weitgehend passé. Theropoden waren Jäger, und solche Tiere neigen nicht zur Bewegung in Zeitlupe. Ähnlich wie große Laufvögel dürften zweibeinig laufende Saurier schnell und wendig gewesen sein.
Saurier-Gelege: Dazu aber müssten sie warmblütig gewesen sein. Beweisen ließ sich das bisher nicht. Jetzt gelang es Forschern, in den Eierschalen von Sauriern weitere Indizien zu finden.
Das Prinzip ist einfach: Die Körpertemperatur eines eierlegenden Tieres beeinflusst die chemische Struktur der Schale seiner Eier. Und da es dabei um Isotope geht, ist das sogar in versteinerten Eiern noch messbar. Zum ersten Mal konnte man so bei Sauriern "Fieber messen": manche, sagen die Forscher, waren knapp 32 Grad warm - und manche kamen über 38 Grad.