Warm-up Von Beginn an Erster
Auf Nummer drei folgt Nummer vier: In Südkorea hatte Vettel zuletzt erstmals die Chance, sich seinen vierten Weltmeistertitel in Folge zu sichern. Obwohl Vettel gewann, reichte es jedoch noch nicht zum Triumph. Dafür sind die Vorzeichen in Indien deutlich leichter: Fährt Vettel unter die ersten fünf, ist ihm der Titel sicher. Wenn Fernando Alonso nicht unter die ersten zwei kommt, könnte Vettel sogar ausscheiden. Sollte Alonso jedoch Zweiter werden, würde Vettel Platz acht ausreichen.
Meisterstück in Greater Noida: Sollte eines dieser Szenarien tatsächlich eintreten und Vettel sich den Weltmeistertitel sichern, dann wäre das eine Premiere für die noch junge Geschichte des Indien-Grand-Prix. In zwei bisherigen Rennen wurde hier noch kein Weltmeister gekürt. Gelingt Vettel dieser Erfolg, so wäre der Buddh International Circuit die 24. Strecke, auf der eine Weltmeisterschaft entschieden wird.
Allein so gut wie die gesamte Scuderia Ferrari: Dafür spricht eine ganze Menge, denn Sebastian Vettel führt die Fahrerwertung extrem souverän an. Insgesamt hat er mit 297 Punkten schon exakt so viele Zähler gesammelt wie die beiden Ferrari-Piloten Felipe Massa und Fernando Alonso zusammen. Vettels erster Verfolger Alonso liegt mit 207 Punkten fast 100 Zähler hinter Vettel. Massa hat bisher 90 Punkte gesammelt.
Immer wieder Vettel: Auch Sebastian Vettels Bilanz auf dem Buddh International Circuit spricht eine eindeutige Sprache. Zweimal wurden hier bisher Formel-1-Rennen ausgetragen. Zweimal startete Vettel von der Pole-Position, zweimal gewann er, und einmal fuhr er zudem noch die schnellste Runde. Das war bei der Indien-Premiere im Jahr 2011 und gleichzeitig Vettels erster Hattrick aus Pole, Sieg und schnellster Runde der Karriere.
Von Anfang an Erster: Seitdem ist Sebastian Vettel in Indien nicht mehr von Platz eins zu verdrängen. Das Qualifying im Jahr 2011 entschied er für sich, verteidigte von der Pole-Position startend seinen ersten Platz und gab ihn nicht mehr ab. Ein Jahr später feierte er dort den nächsten Start-Ziel-Sieg. Seit dem Start des Rennens von 2011 hat Vettel jede einzelne Runde in Indien als Erster beendet.
Das Qualifying ist nicht Alonsos Ding: Die Pole-Position war ohnehin zuletzt fest in der Hand von Red Bull, denn nachdem Sebastian Vettel gleich drei Mal in Folge von Platz eins aus ins Rennen ging, sicherte sich in Südkorea sein Teamkollege Mark Webber diese Position. Fernando Alonso hingegen kam mittlerweile elf Mal in Folge nicht über den fünften Startplatz hinaus. Eine solche Negativserie gab es für den Spanier seit 2001 und seiner Zeit beim Team Minardi nicht mehr.
Red Bull oder Mercedes: Die Qualifyings der aktuellen Saison waren zudem ohnehin eine eindeutige Angelegenheit, denn wenn es Red Bull nicht an die Spitze schaffte, dann war es Mercedes. Bisher schaffte es kein anderes Team auf die Pole-Position. Für Red Bull standen Mark Webber (1) und Sebastian Vettel (6) sieben Mal auf Platz eins, bei Mercedes waren es mit Nico Rosberg (3) und Lewis Hamilton (5) sogar noch eine Pole mehr.
So gut wie Schumi und Ascari: Erstmals in seiner Karriere hat Sebastian Vettel fünf Rennen in Folge gewonnen. Es gibt bisher nur zwei Fahrer, die noch mehr Rennen am Stück gewinnen konnten. Alberto Ascari siegte Saison übergreifend von 1952 bis 1953 sieben Mal nacheinander. Genau wie Michael Schumacher im Jahr 2004. Wäre er allerdings in Monaco damals nicht ausgeschieden, hätte Schumacher vielleicht sogar 13 Siege in Folge feiern können.
Der Reifen macht den Unterscheid: Einen kleinen Grund zur Hoffnung gibt vielleicht die Reifenmischung, die für den Indien-Grand-Prix zur Verfügung gestellt wird. Pirelli wird nämlich die Mischungen soft und medium anbieten. Genau diese wurden zuletzt beim Großen Preis von Ungarn verwendet. Dem bisher letzten Rennen, das nicht von Sebastian Vettel gewonnen wurde. Damals hieß der Sieger Lewis Hamilton.