Heißhunger Erst der Joint, dann die Pizza
Rauchen von Haschisch oder Marihuana: Kiffen - oder genauer gesagt der Marihuana-Wirkstoff THC - macht Hunger. Unter anderem aus diesem Grund wird Cannabis in der Krebstherapie eingesetzt. Es kann eine Nebenwirkung der Chemotherapie mildern, nämlich die Appetitlosigkeit.
Cannabis-Pflanzen auf einer Plantage: Das THC beeinflusst das Gehirn bei seinem Versuch, zwischen Hunger und Sattheit die Balance zu halten. Indem es an bestimmte Rezeptoren andockt, verstärkt es den Appetit.
Joint-Manufaktur in einem niederländischen Coffeeshop: Auch den Genuss beim Essen kann Kiffen positiv beeinflussen. Das THC löst Belohnungsgefühle aus.
Ernten für den medizinischen Zweck: Studien haben gezeigt, dass die Inhaltsstoffe der Hanfpflanze bei Übelkeit und Erbrechen als Folge einer Chemotherapie helfen können, bei Spastik und vermutlich auch bei chronischen Schmerzen.
Eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt: Seit Mai 2011 dürfen auch in Deutschland cannabishaltige Arzneimittel hergestellt und nach klinischer Prüfung in bestimmten Fällen verschrieben werden.
Kapseln mit Cannabis-Öl für den medizinischen Gebrauch: Der Extrakt enthält den berauschenden Wirkstoff Tetrahydrocannabinol, bekannt als THC, in einer viel höheren Dosis, als er in einem Joint vorkommt.
Legalisieren oder nicht: Marihuana werde unnötig kriminalisiert, Alkohol sei eine mindestens genauso gefährliche Droge, sagen die Befürworter. Die Kritiker hingegen sehen Cannabis als Einstiegsdroge und fürchten unter anderem negative Folgen für die Gehirnentwicklung.