Vanille Der Rohstoff, der die Welt verfeinert
Rasoanirina Florette züchtet seit 13 Jahren Vanille auf Madagaskar, das Geld reicht kaum aus. Dabei zahlen Händler für ein Kilo schwarzer Vanille derzeit bis zu 600 Euro. Ein Großteil des Geldes geht an die Zwischenhändler.
So sehen die Vanillekapseln an den Orichdeengewächsen aus. Die Bauern müssen jede einzelne Blüte per Hand bestäuben, denn nur in Mexiko leben spezielle Bienen und Kolibris, die dies sonst erledigen können.
Nach der Ernte trocknen und fermentieren die Landwirte die Vanille, so dass sie ihre typische dunkle Farbe annimmt.
Dann prüfen und bündeln sie die Vanille, damit sie exportiert werden kann. Die weltweite Nachfrage ist in den letzten Jahren gestiegen.
Im Frühjahr zerstörte ein Sturm Teile der Felder, die Preise stiegen sofort. Farmer Rafidison Jean Claude fürchtet um seine Ernte, denn Diebe stehlen den kostbaren Rohstoff. Zum Schutz dagegen - und auch weil sie oft Geld brauchen - ernten einige Bauern zu früh und die Vanille verliert an Qualität.
Für viele Bauern ist es die einzige Einnahmequelle. Wenn die Preise wieder fallen, braucht Rasoanirina Florette Alternativen, um ihre zwei Kinder ernähren zu können. Sie versucht unabhängiger zu werden, indem sie neben der Arbeit auf der Farm näht.