Waterkantgate Barschel - ein ungeklärter Fall
Uwe Barschels Ehrenwort: Im Kieler Landeshaus gab Uwe Barschel am 18. September 1987 die berühmte "Ehrenwort"-Pressekonferenz. Damals behauptete er, nichts mit den schmutzigen Machenschaften im schleswig-holsteinischen Wahlkampf zu tun gehabt zu haben.
SPIEGEL-Titel Waterkantgate: Die SPIEGEL-Geschichte über die Machenschaften des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel im Landtagswahlkampf 1987 enthüllte die sogenannte Waterkantgate-Affäre. Auf einer Pressekonferenz gab Barschel noch sein Ehrenwort, er sei nicht verwickelt. Wenige Tage später wurde er tot in einem Hotelzimmer am Genfer See gefunden. Ob es Mord oder Selbstmord war ist bis heute ungeklärt.
Medienreferent Reiner Pfeiffer: Reiner Pfeiffer gibt am 23.10.1987 Journalisten vor dem Untersuchungsausschuss in Kiel Antworten auf ihre Fragen. Der frühere Medienreferent in der Staatskanzlei wurde zur Bespitzelung des Barschel-Rivalen Björn Engholm (SPD) vernommen. Pfeiffer erklärte, er habe auf Veranlassung Barschels gehandelt. Am 7. September 1987, sechs Tage vor einer brisanten Landtagswahl, hatte der Beitrag "Waterkantgate: Spitzel gegen den Spitzenmann" im SPIEGEL den Skandal um den damaligen Ministerpräsidenten Uwe Barschel (CDU) ausgelöst.
Engholm vor Studenten: Björn Engholm (SPD), der später gescheiterte Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, aufgenommen auf einer Studentenkundgebung in Bonn. Kurz vor der Landtagswahl 1987 in Schleswig-Holstein kam heraus, dass Engholms Konkurrent Uwe Barschel (CDU) sein Privatleben ausspionieren ließ. Später musste Engholm einräumen, viel länger als vormals zugegeben von den Machenschaften gewusst zu haben. Am 3. Mai 1993 warf Engholm hin: Er trat von allen politischen Ämtern zurück.
Hotel Beau Rivage: Blick auf das Hotel "Beau Rivage" am Genfer See in der Schweiz. In der Badewanne von Zimmer 317 wurde der ehemalige schleswig-holsteinische Ministerpräsident Uwe Barschel im Oktober 1987 tot aufgefunden. Todesursache war eine Vergiftung durch Medikamente. Mord oder Selbstmord? Diese Frage konnte nie geklärt werden.
Uwe Barschel ist tot: Die Leiche des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel wird aus dem Hotel "Beau Rivage" am Genfer See getragen. Barschel starb an einer Überdosis Medikamente. Das Ermittlungsverfahren wurde im Jahr 1998 von der Staatsanwaltschaft Lübeck eingestellt. Der damals ermittelnde Staatsanwalt vertritt bis heute die These einer Ermordung Barschels.
Barschels Grabstein: Der Grabstein des ehemaligen Ministerpräsidenten Uwe Barschel (CDU) auf einem Freidhof in Mölln. Barschel wurde im Oktober 1987 tot in einem Hotelzimmer am Genfer See gefunden, nur kurz nachdem er seine berühmte "Ehrenwort"-Pressekonferenz gegeben hatte. Es ging um seine Verwicklung in die sogenannte Waterkantgate-Affäre im Landtags-Wahlkampf 1987.