WDR-Kultsendung - DER SPIEGEL
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WDR-Kultsendung "Tschüß Ü-Wagen!"

Nach 36 Jahren schafft der Westdeutsche Rundfunk seinen Klassiker "Hallo Ü-Wagen" ab. Autor Ulrich Noller begann als Student bei dem legendären Mitmachradio im Pott. Auf einestages erinnert er sich an ratternde Postmaschinen, peinliche Momente - und ein Sendungsthema, das Millionen bis heute im Gedächtnis ist.
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Tschüß Ü-Wagen: 1974 nahm der Westdeutsche Rundfunk die Show "Hallo Ü-Wagen" ins Programm - nach 36 Jahren Sendezeit, ungefähr 1800 Sendungen und einer halben Million ausgestrahlten Sendeminuten ist am 18. Dezember 2010 Schluss. Die Begründung des Kölner Senders: Die Hörerzahlen seien rückläufig. Überdies sei die Radio-Übertragung nicht mehr zeitgemäß.

Foto: WDR
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Aus für "Violetta": Nach genau 197.170 Kilometern im Dienst des WDR war 2004 im Bonner Haus der Geschichte für das "Hallo Ü-Wagen"-Gefährt "Violetta" Ende der Dienstfahrt. NRW-Politiker Friedhelm Fahrtmann, Hausherr Hermann Schäfer, die langjährige "Ü-Wagen"-Moderatorin Carmen Thomas, WDR-Hörfunkchefredakteur Manfred Erdenberger, Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth, WDR-Intendant Fritz Pleitgen und Amtsvorvorgänger Friedrich-Wilhelm von Sell (von links) nehmen Abschied von "Violetta". 36 Jahre war der Übertragungswagen in Nordrhein-Westfalen unterwegs.

Foto: WDR/Klaus Görgen
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Station in Wuppertal: Das Team der WDR-Radiosendung "Hallo Ü-Wagen" im Sommer 2003 in Wuppertal. Jede Woche samstags fuhr die Redaktion in eine andere Stadt Nordrhein-Westfalens und strahlte von dort live eine Sendung zu einem bestimmten Thema aus - dieses Mal: "Wer schafft das? - Arbeiten bis 67".

Foto: WDR
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Carmen Thomas: "Hallo, verehrte Hörerinnen und Hörer. Hier meldet sich der Ü-Wagen, hier meldet sich Carmen Thomas." Mit diesen Worten begrüßte die Moderatorin 20 Jahre lang die Hörer der Radiosendung "Hallo Ü-Wagen" - die Mitmachshow machte die Journalistin und Sachbuchautorin berühmt. Foto von 2003.

Foto: dpa
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Moderatorin Julitta Münch: September 1997 übernahm Julitta Mönch, hier im Januar 2004 auf dem Kaiser-Otto-Platz in Meschede, das Zepter - äh Mikrofon. Zwischenzeitlich hatte Jan Seemann die WDR-Sendung moderiert.

Foto: Thomas Brill/WDR
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"Ihre Meinung interessiert": Moderatorin Julitta Münch interviewt am 4. Dezember 1999 live vom Essener Willy-Brandt-Platz eine Frau aus dem Publikum zum Thema "Blick zurück und Blick nach vorn - wie sieht die Welt mit 25 aus?" Außer Bürgern wurden in der WDR-Mitmachsendung "Hallo Ü-Wagen" auch Experten sowie Schauspieler, Politiker und Sportler befragt.

Foto: WDR/Arn van den Osten-Sacken
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Jubiläumssendung: Moderatorin Julitta Münch, rechts, hat gut lachen. Im Dezember 2004 feierte sie das 30. Jubiläum der Radiosendung "Hallo Ü-Wagen". Münch, seit 1997 dabei, diskutierte in der Show mit Hörern zum Thema "Ich habe einen Traum - Worte mit Wirkung". Ihre Gäste waren unter anderem Bärbel Höhn, Umweltministerin Nordrhein-Westfalens, der Autor Roger Willemsen, WDR-Hörfunkdirektorin Monika Piel und der Psychotherapeut Hermann-Josef Berk.

Foto: WDR
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Live aus Essen: Experten, Gäste, ein diskussionsfreudiges Publikum und Moderatorin Julitta Münch mittendrin: Die "Hallo Ü-Wagen"-Jubiläumssendung am 4. Dezember 1999 strahlte der WDR vom Willy-Brandt-Platz in Essen aus. Im Mittelpunkt der Show stand die Frage "Blick zurück und Blick nach vorn - wie sieht die Welt mit 25 aus?" Die Themen, so das Konzept, wählte die Redaktion im Vorfeld nach den Wünschen der Hörer aus.

Foto: WDR/Arn van den Osten-Sacken
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Publikumsnah: Weil die Hörer bestimmen konnten, worüber diskutiert wurde, und auch selbst mitwirkten konnten, waren die Themen der Sendung meist aus dem Alltag der Menschen gegriffen. Es ging um Fragen, die jeden beschäftigten. Hier interviewt Moderatorin Julitta Münch 2003 eine Aachenerin zum Thema "Ein Sommernachts-Alptraum - Sparen in der Kultur".

Foto: WDR
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?