"We Happy Few": Alternative Weltgeschichte - DER SPIEGEL
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Fotostrecke "We Happy Few": Alles so schön bunt hier

Dystopische Drogenwelt: Das Computerspiel "We Happy Few" ist schön anzusehen und hat viele Einflüsse aus der Popkultur, von "Brave New World" bis "Bioshock". Spielerisch bleibt es hinter den hohen Erwartungen zurück.
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Das Computerspiel "We Happy Few" entführt uns in eine dystopische Welt. Werke wie "Brave New World", "1984" und "Brazil" lassen grüßen. Das Spiel erzählt eine Alternativweltgeschichte: Die Nazis haben den Zweiten Weltkrieg gewonnen und Großbritannien besetzt.

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Die Handlung setzt in den Sechzigerjahren ein: Auf der fiktiven britischen Insel Wellington Wells werden die Bürger mit der Glücksdroge "Joy" vollgepumpt, damit sie die harsche Realität vergessen. Arthur Hastings - der erste von drei Protagonisten - arbeitet im staatlichen Zensurbüro. Doch bald schon holt ihn seine Vergangenheit ein...

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Wer keine Glückspillen schluckt, gilt als "Downer" und bekommt Ärger. Der soziale Druck ist wenig subtil. "Downer" werden sogar angegriffen und getötet.

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Die Droge sorgt dafür, dass man die Realität mit völlig anderen Augen sieht. Was gerade noch wie eine fröhliche Piñata-Party aussah...

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... entpuppt sich ohne "Joy"-Einfluss als unappetitliches Mahl mit einer toten Ratte.

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Warum die Vergangenheit unterdrückt wird, stellt sich erst im Laufe des Spiels heraus.

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Arthur versucht, aus Wellington Wells zu flüchten. In Flashbacks taucht immer wieder sein Bruder Percy auf.

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Nicht nur Handlung und Atmosphäre erinnern an den Klassiker "Bioshock", sondern zum Beispiel auch der Fähigkeitenbaum.

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"We Happy Few" ist very british: Als Waffe dient unter anderem ein Regenschirm.

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Die Bürger von Wellington Wells können sich jederzeit mit "Joy" versorgen. Als Drogenspender dienen Telefonzellen.

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Die Droge lässt die Straßen der Stadt in bunten Farben und Weichzeichner-Optik erscheinen.

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Eine Überdosis "Joy" ist allerdings nicht angenehm. Bürger und Bobbies durchschauen Arthur sofort - und gehen auf ihn los.

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Setzt sich Arthur auf eine Bank und liest Zeitung, dann ist er für die Feinde unsichtbar.

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Auch die Verkaufsautomaten erinnern an "Bioshock".

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Doch statt mit "Bioshock"-Plasmiden kann man sich hier mit Gummientchen und Pampelmusensaft eindecken.

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"We Happy Few" ist nicht frei von Programmierfehlern. Die sollen aber bald behoben sein, versprechen die Macher.

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Allenthalben werden die Bürger mit grenzdebilen Ansprachen indoktriniert.

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Selbst der Tod wird beschönigt: Stirbt Arthur, dann meldet die Zeitung, dass er auf "Erholungsurlaub" ist.

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Im Lauf von "We Happy Few" schlüpfen Spieler in drei verschiedene Rollen. Eine davon ist der Schotte Ollie, hier im Bild. Die Schicksale der drei Protagonisten verweben sich miteinander und bieten neue Perspektiven auf das Geschehen.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?