Wehrdienst im Kalten Krieg - DER SPIEGEL
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Wehrdienst im Kalten Krieg Meine Zeit als Hammer

Das erste Ziel eines befürchteten sowjetischen Angriffs wäre im Ernstfall die Bundesrepublik gewesen. Ein ehemaliger Wehrpflichtiger erinnert sich an seine Kriegsangst nach der Okkupation der Tschechoslowakei im Jahr 1968.
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Krieg in Bayern: Mit schwerer panzerbrechender Munition nahmen Bundeswehrsoldaten an dem Nato-Manöver "Big Rochade" am 22. September 1975 in Bayern teil

Foto: Keystone / Getty Images
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Die Verteidiger: Den Ernstfall immer vor Augen beobachten diese Bundeswehrangehörigen die Bundestagsdebatte zum Thema Verteidigung am 6. Dezember 1967 in Bonn

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Vorbereitung auf den Ernstfall: Bundespräsident Heinrich Lübke besuchte am 10. November 1967 das Nato-Manöver "Hermelin II" auf dem Truppenübungsplatz bei Bergen-Hohne. Er nutzte gleich die Gelegenheit, und fachsimpelte mit dem Kommandanten eines "Leopard"-Kampfpanzers. In der Mitte (mit Brille) steht der Generalinspekteur der Bundeswehr, General de Maiziere.

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Feierliche Beförderung: Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Ulrich de Maiziere, gratuliert am 31.07.1969 frisch ernannten Offizieren. Die 170 Feldwebel der Bundeswehr waren in der Offiziersschule der Luftwaffe München-Neubiberg zu Fachoffizieren ausgebildet worden.

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Protest gegen die Panzer: Einwohner von Prag mit tschechoslowakischen Fahnen werfen während des Prager Frühlings am 21.08.1968 Brandsätze auf einen russischen Panzer. Mitte der sechziger Jahre hatten in der CSSR wirtschaftliche und politische Reformen begonnen - ein "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" sollte es werden. Nicht mit den Machthabern in Moskau - im August '68 marschierten Truppen des Warschauer Pakts in Prag ein und machten alle Hoffnungen auf eine Modernisierung zunichte. Zehntausende Bundeswehrsoldaten bereiteten sich in dieser Zeit auf die Verteidigung der Bundesrepublik vor - sollte sich der Aufstand ausweiten und zu einem Konflikt zwischen Ost und West werden.

Foto: epa CTK Libor Hajsky/ dpa
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"Wir schützen die Heimat": Plakat der Bundeswehr aus dem Jahre 1960. Zu Zeiten des Kalten Krieges gab es durch die Truppen des Warschauer Paktes tatsächlich eine reale Bedrohung, gegen die Deutschland im Ernstfall hätte verteidigt werden müssen. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion gibt es dieses Szenario nicht mehr.

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Werbung für den Wehrdienst: "Unsere Bundeswehr stellt Freiwillige ein" - mit diesem Plakat warb die Bundeswehr in den sechziger Jahren für den Wehrdienst

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Die Musterung: Seit 1956 mussten junge Männer zur Musterung der Bundeswehr. Medizinische Checks gab es auch während des Wehrdienstes, nach dem seelischen Befinden der jungen Rekruten fragte jedoch niemand. Insbesondere in Zeiten, in denen Alarmstimmung in der Bundeswehr herrschte, wäre das jedoch notwendig gewesen.

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Bundeswehreinsatz nach der Flut: Nicht nur auf die Verteidigung Deutschlands von außen muss die Bundeswehr vorbereitet sein. Sie wird auch im katastrophenfall eingesetzt. So versorgten Soldaten am 20. Februar 1962, eine Woche nach der verheerenden Sturmflut an der deutschen Nordseeküste, Menschen in ihren eingeschlossenen Häusern im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg.

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