Deko am Arbeitsplatz Auf dem Schreibtisch weihnachtet es sehr
Wohlbekanntes Flugobjekt: Auch, wer an Heiligabend ein Flugzeug steuern muss, hat's gern weihnachtlich. Wir hatten SPIEGEL-ONLINE-Leser gebeten, Fotos von ihrem Weihnachtsschmuck am Arbeitsplatz zu schicken. Im Cockpit einer Verkehrsmaschine ist aber nur Platz für einen ganz kleinen Leuchtbaum.
Rock Around the Christmas Tree: Ki-Ming Chan aus München schickte uns "die wilde Ausgabe des Schokoweihnachtsmanns". Er arbeitet bei einem Werbeunternehmen, das den coolen Bärtigen selbst gestaltet. Im Laden ist er nicht zu haben.
Klein, aber klassisch: Dieses Bäumchen steht auf einer Mikrowelle in einem Wachcontainer. Der Einsender arbeitet für eine Sicherheitsfirma und bewacht eine Flüchtlingsunterkunft in Nordrhein-Westfalen: "Unser Weihnachtsschmuck kommt bei den Bewohnern prima an."
Lampen an und durch: Joachim Schubert arbeitet für einen Holzkonzern in Trinidad und Tobago. Das ist der Eingang zum Treppenhaus in seinem Bürogebäude in Point Fortin: "Unsere Büroadministration hat das Treppenhaus und den Eingang schon Mitte November weihnachtlich geschmückt."
Do it yourself: Ohne weitere Infos hat uns ein Leser diese kreative Installation geschickt, dafür mit einem Motto: "Das Leben leben!" Das Holz könnte von Industriepaletten stammen - oder einfach aus dem Restecontainer. Das Ergebnis ist dennoch charmant.
Üppigkeit im Auge des Betrachters: Wer sagt denn, dass Weihnachtsschmuck immer bunt und überbordend sein muss? Guido Hagels "supersachliche" Weihnachtskrippe beschränkt sich auf das Nötigste. Er arbeitet in Bonn im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung.
Suchbild mit Christbaum: Es geht noch minimalistischer als bei Herrn Hagel: "Finden Sie das Bäumchen?", fragt Christine Hieber. Sie arbeitet im Institut für Ozeanografie der Russischen Akademie der Wissenschaften in Kaliningrad und schickt ein Foto aus dem Maschinenkontrollraum des Forschungsschiffes "Akademik Mstislav Keldysh". "Das Bäumchen steht auf der Konsole neben der Hand des Kapitäns, vom Maschinenpersonal selbst gebastelt aus grün bemaltem Draht und alten Bürstenborsten, geschmückt mit selbst ausgeschnittenen Papierfiguren und Sternen."
Maßvolle Deko: Dieses Foto kam ohne weitere Erklärung - erklärt sich aber fast von selbst. Weihnachten ist keine Frage der Mittel, sondern der Fantasie.
Weihnachtsinsel: Susanne Pötz' Firma ist gerade umgezogen. Überall stehen noch Kisten im Weg, so die Justitiarin, aber ein wenig Adventsschmuck muss sein: "Der kleine Drahtweihnachtsbaum begleitet mich seit gut zehn Jahren durch verschiedene Büros, das Arrangement mit den zwei Nikoläusen hat mein Vater selbst gemacht, und es steht jedes Jahr wieder auf meinem Tisch."
Grün kann ja jeder: Dieser Weihnachtsbaum steht im Büro einer Bundesbehörde. Der Einsender schreibt: "Schnell bekam der Baum einen gewissen Kultstatus in der Abteilung und wurde auch Austragungsstätte unseres Wichtelns. Manche Kollegen sehen in ihm den hässlichsten Weihnachtsbaum der Welt - wir sehen in ihm etwas ganz Besonderes."
Tanne unter Palmen: Im Büro von Ryszard Kuta verbreitet ein besonders leuchtender Weihnachtsbaum Stimmung.
Ohne Brandgefahr: Rebecca Möhring aus Braunschweig schickt einen Adventskranz, wie er sich für ein Behördenbüro ziemt: Aus Leuchtstiften, Post-its, Tacker- und Büroklammern.
Santa weiß sich zu helfen: Zu diesem Bild schreibt die Leserin: "Unser Arbeitgeber wollte keinen Weihnachtsbaum im Büro. Von einem Weihnachtsholz war keine Rede."
Ho, ho, ho! Martina Schweizer in Berlin findet die Licherkette und den Kletter-Santa zwar kitschig, aber holt sie doch jedes Jahr wieder hervor.
Jesus, Maria und Josef! Kitsch gibt's woanders auch, zum Beispiel in Chau Doc, Vietnam. Von dort schickt Hanno Stamm ein Foto, das direkt vor seinem Büro aufgenommen wurde: "Bin selber kein großer Fan von Weihnachten, aber meine Mitarbeiter, obwohl überwiegend Buddhisten, lassen sich den Spaß nicht nehmen. Überall hängen sie (ziemlich kitschige) Dekorationen auf."
Weihnachtsbotschaft: Katja Steenbock mag Weihnachten nicht besonders und beschränkt sich bei der Deko auf diese zauberhafte Christbaumkugel. Andererseits: Die Kugel hängt sie jedes Jahr auf - das muss schon Hassliebe sein.
Glitzernder Zausel: Annka Sonntag vom Team Nawrot in Bremen schreibt zu ihrem Foto: "Wir sind selbst nicht sicher, ob das Kunst ist oder weg kann."
Beruflich stimmungsvoll: Andreas Igel zeigt seinen Advents-... naja: Kranz. Igels Beruf ist nicht schwer zu erraten.
Richtig, Elektriker.
Stimmungsplatine: Christopher Odenbach hat sich diesen elektrischen Kranz schon vor 25 Jahren, in der Schulzeit, zusammengelötet. Heute steht er in seinem Büro, als dekorative Ausnahme: "Für einen IT-Arbeitsplatz ist das, denke ich, mehr als der Durchschnitt."
Schaf in Stimmung: Bei Michael Wild dagegen geht es im Büro deutlich bunter zu. Er schickt gleich drei Prachtstücke, "das Weihnachtsschaf,...
...die eher besinnliche Version...
...und die puristische Krippe". Deren Einzelteile lassen auch einen Bezug zur Firma erkennen. Wild arbeitet bei Aventics, einem Hersteller von Pneumatiksystemen in Fellbach.
Weihnachtsmann Söder: Zum Schluss noch ein Gruß aus der Redaktion von SPIEGEL ONLINE. Neue Kollegen wollen im Politikressort eine Weihnachtsschmuck-Tradition etablieren. So herzerwärmend das ist: Es bleibt die spannende Frage, ob auch im nächsten Advent dort Markus Söders (CSU) Konterfei strahlt.