Weihnachtsgeld Wo wieviel gezahlt wird
Handelsraum der Deutschen Bank: Banken sind je nach Geschäftsverlauf auch beim Weihnachtsgeld flexibel. In Absprache mit dem Betriebsrat können sie zwischen 90 und 120 Prozent eines Monatsgehalts zahlen. Ein Bankangestellter verdient etwa 2629 Euro brutto monatlich.
Herstellung eines Einkristalls: In der Chemieindustrie sind 95 Prozent eines Monatseinkommens tariflich als Weihnachtsgeld vorgesehen - in den neuen Bundesländern: Das sind für einen ausgebildeten Mitarbeiter maximal 2092 Euro. In Ostdeutschland beträgt der Bonus 65 Prozent eines Gehalts und damit höchstens 1926 Euro.
Arbeiter an einer Druckmaschine: Die Mitarbeiter der Druckindustrie können sich auf ein Weihnachtsgeld von 95 Prozent eines Monatseinkommens freuen. Maximal können Facharbeiter in Westdeutschland so etwa mit 2187 Euro brutto rechnen. Die Kollegen in den neuen Bundesländern bekommen höchstens 1957 Euro.
Pfefferkuchenproduktion: In der Süßwarenindustrie können die Betriebe je nach Wirtschaftslage den Bonus innerhalb einer bestimmten Spanne festlegen. Ein Weihnachtsplus über einen gesamten Monatslohn würde für ausgebildete Mitarbeiter in Nordrhein-Westfalen maximal 1924 Euro, in den neuen Bundesländern dagegen nur 1873 Euro pro Person zusätzlich bedeuten.
Crashtest von Winterthur und Dekra: In der Versicherungsbranche gelten 80 Prozent eines Monatsgehalts als Tarif-Weihnachtsgeld. Ein gut ausgebildeter Versicherungsfachmann kriegt deshalb in Ost und West brutto 1911 Euro vor dem Fest.
Frau an einer Ringspinnmaschine: In der Textil- und Bekleidungsindustrie ist das Weihnachtsgeld nicht garantiert. Die Tarifpartner haben sich darauf geeinigt, dass das Plus in schlechten Zeiten komplett gestrichen werden kann.
Baustelle am Münchner Flughafen: Jahrelang war das Baugewerbe in der Krise - jetzt gehts wieder aufwärts. Aus den schlechten Zeiten stammen noch die Weihnachtsgeldregeln. In den neuen Bundesländern werden 55 Prozent eines Monatsgehalts überwiesen, was für einen Arbeiter etwa 1393 Euro bedeutet. Im Osten gibts gar nichts.
Weihnachtlich geschmücktes Kaufhaus: Im Einzelhandel wird ebenfalls geknausert. In Nordrhein-Westfalen etwa gibt es für Verkäufer ein Plus von bis zu 62,5 Prozent eines Monatslohns, also etwa 1283 Euro. In den neuen Bundesländern sind sogar nur 50 Prozent tariflich vorgesehen, was etwa 989 Euro brutto enstspricht.
Polizisten, die gegen Demonstranten in Weihnachstkostümen vorgehen: Im öffentlichen Dienst beträgt der tariflich vorgesehene Weihnachtssegen für einen Gemeinde-Beamten, der nach BAT VII bezahlt wird, 82,14 Prozent - umgerehcnet 1276 Euro. Sein Kollege in den neuen Bundesländern bekommt 865 Euro brutto, was 61,6 Prozent eines Monatsgehalts entspricht.
Mann beim Prüfen eines Generatorständers: In der Metall- und Elektroindustrie werden in Bayern 55 Prozent eines Monatslohns an Weihnachten extra überwiesen, was für einen Facharbeiter 1055 Euro mehr bedeutet. In Sachsen gibt es 50 Prozent plus, umgerechnet also 959 Euro.