Durchbruch nach 27 Jahren Der Mordfall Stephanie
Fast 27 Jahre nach dem Mord an der Schülerin Stephanie aus Weimar scheint der Fall aufgeklärt: Wie die Polizei in Jena mitteilte, konnte der mutmaßliche Täter ermittelt werden.
Die Zehnjährige war im August 1991 tot unter der Teufelstalbrücke der Autobahn 4, rund 20 Kilometer östlich von Jena, entdeckt worden. Der Täter hatte das Kind offensichtlich von der Brücke geworfen.
Der Erfolg ist vor allem ihrem Gespür zu verdanken: Kriminalhauptkommissarin Claudia Becker entdeckte in den Akten die entscheidende Spur.
Im August 1991 spielte Stephanie, zehn Jahre alt, mit ihren beiden jüngeren Geschwistern und einer Freundin im Goethepark in Weimar.
Ein Mann ging auf die Kinder zu, bat Stephanie und ihre Freundin, ihm das Schloss Belvedere zu zeigen. Stephanie ging mit - und kam nicht zurück. In der Nähe dieser Sphinx, so die Polizei, hätten die Kinder in dem Park gespielt.
Am 26. August 1991 entdeckten zwei Kinder Stephanies Leiche. Sie lag unter der Teufelstalbrücke.
Die Suche nach einem Täter blieb lange erfolglos. Erst im Oktober 2016 kam neue Bewegung in die Ermittlungen.
Die Soko "Altfälle" wurde gegründet, nachdem man am Fundort der Leiche von Peggy Knobloch DNA-Spuren des NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt entdeckte.
Später stellte sich heraus: Es handelte sich um eine Verunreinigung - Böhnhardt hat offenbar nichts mit dem Mord an Peggy zu tun. Trotz dieser Entwicklung ging die Soko "Altfälle" weiter den bislang ungeklärten Kindsmorden in Thüringen nach.
Andreas Gerstberger, Leiter der Soko "Altfälle". Auf einer Pressekonferenz gaben die Ermittler ihren Durchbruch bekannt.
In Berlin nahm ein Spezialeinsatzkommando einen 65-Jährigen fest. Der Lkw-Fahrer hat die Tat mittlerweile gestanden.