Weiße Rose: Der Tod von Sophie und Hans Scholl - DER SPIEGEL
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Todestag der Geschwister Scholl Gestorben im Kampf gegen Hitler

Am 22. Februar 1943 wird Sophie Scholl zusammen mit ihrem Bruder Hans geköpft. Mit der "Weißen Rose" kämpften die Geschwister bis zuletzt gegen das NS-Regime.
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Das berühmteste Bild: Hans und Sophie Scholl mit ihrem Freund Christoph Probst (rechts) am Münchner Ostbahnhof, kurz bevor Hans an die Ostfront fahren muss. Als die Geschwister am 22. Februar 1943 von den Nazis hingerichtet wurden, war Sophie gerade mal 21 und Hans nur 24 Jahre alt.

Foto: George (Jürgen) Wittenstein/ akg-images
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Baustelle oder Gedenken? Der Zaun, der Sophie Scholl am Münchner Ostbahnhof von ihren Freunden und ihrem Bruder trennt, steht bis heute dort und erinnert die Münchner an die "Weiße Rose". Nun soll er für Bauarbeiten weichen - wogegen sich Protest regt.

Foto: George (Jürgen) Wittenstein/ akg-images
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Letzte Ruhestätte: Das Grab von Hans und Sophie Scholl auf dem Perlacher Forstfriedhof in München. Obwohl zwei Grabplatten an die beiden erinnern, liegen sie auf Wunsch der Eltern in einem Grab, übereinander gebettet. Rechts neben ihnen ruht Christoph Probst.

Foto: imago/ Michael Westermann
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Die Scholls im Film: Bevor er "Tatort"-Kommissar wurde, spielte Fabian Hinrichs 2005 die Rolle des Hans Scholl in "Sophie Scholl - Die letzten Tage".

Foto: imago/ United Archives
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Filmszene aus "Sophie Scholl - Die letzten Tage": So oder so ähnlich segelten die letzten von den Scholl-Geschwistern verteilten Flugblätter von der Empore des Lichthofs der Münchner Universität. Strittig ist bis heute, ob Sophie Scholl aus Versehen gegen einen Stapel der Papiere gestoßen war, der auf der Brüstung lag oder ob sie sie bewusst herunter geworfen hatte.

Foto: imago/ United Archives
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Todesprozess: Blutrichter Roland Freisler übernahm die Aburteilung in München und ließ die drei Studenten noch am Tag des Prozesses hinrichten. Wäre es nach Bayerns Gauleiter gegangen, wären sie öffentlich hingerichtet worden.

Foto: Gamma-Keystone/ Getty Images
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Lebenswerk: Inge Aicher-Scholl starb 1998 mit 81 Jahren. Ihr ganzes Leben hatte sie der Erinnerung an ihre toten Geschwister gewidmet. Auch deswegen ragen die beiden bis heute heraus aus der Gruppe. Inge Aicher-Scholl leitete auch das Geschwister-Scholl-Archiv und vertraute Autor Tim Pröse ihre "Erinnerungen an München" an.

Foto: Frank Mächler / dpa
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Gründer: Er gilt bis heute als der Kopf der "Weißen Rose", auch wenn er sie zusammen mit seinem Freund Alexander Schmorell im Sommer 1942 ins Leben gerufen hatte - Hans Scholl.

Foto: imago images
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Widerstandskämpferin: Sophie Scholl stieß als letztes Mitglied erst im Winter 1942 zur "Weißen Rose", weil ihr Bruder sie zuvor ferngehalten hatte von der Gruppe, um ihr Leben zu schützen.

Foto:

Leemage / imago images

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Verräterisches Flugblatt: Christoph Probst (1919-1943) starb mit den Geschwistern unter dem Fallbeil. Seine Nachfahren kritisieren noch immer Hans und die Familie Scholl. Denn Hans Scholl hatte das Manuskript für ein neues Flugblatt, das sein Freund Christoph handschriftlich verfasst hatte, bei sich getragen, als er gefasst wurde. Das hatte Probst verraten, auch wenn Hans Scholl noch im letzten Moment versuchte, den Zettel zu vernichten, indem er ihn herunterschlucken wollte. Auch dass Hans vor Gericht alle Schuld auf sich nahm, um das Leben des dreifachen Vaters zu retten, war vergeblich.

Foto: ullstein bild
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Heiliger: Die Nazis ermordeten Alexander Schmorell im Juli 1943. Die russisch-orthodoxe Kirche sprach den Sohn einer russischen Mutter 2007 heilig als "Alexander von München". In der Münchner Kathedralkirche hängt heute eine Ikone von ihm - Schmorell als Sanitätssoldat mit einer weißen Rose in der Hand.

Foto: ullstein bild
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Ehrung: Willi Graf starb unter dem Fallbeil im Oktober 1943. Sein Grab liegt in seiner Heimat Saarbrücken. Vor Kurzem gab das Erzbistum München und Freising bekannt, dass der überzeugte Katholik bald selig gesprochen werden soll.

Foto: ullstein bild
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Keine Gnade: Die Familie von Willi Graf und Alexander Schmorell gaben ein Gnadengesuch ab, um ihre Angehörigen zu retten. Vergeblich. Mit diesem Schreiben lehnte es Hitler persönlich ab. Genauso hatte er es auch im Fall von Hans und Sophie Scholl getan.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183183-38523-0009
Zum digitalen Bildarchiv des Bundesarchivs

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Initialfunke: Professor Kurt Hubers (1893-1943) widerständige Philosophie-Vorlesungen in der Münchner Uni hatten die Studenten stets ermutigt, endlich etwas zu unternehmen gegen die Nazis. Sie vertrauten sich ihrem Dozenten an. Huber schrieb das sechste (und letzte) Flugblatt der "Weißen Rose". Jenes, dass der Gruppe zum Verhängnis wurde. Als Abschiedsbrief an seine Familie hinterließ er diese Zeilen: "Freut Euch mit mir! Ich darf für mein Vaterland sterben, für ein gerechtes und schöneres Vaterland, das bestimmt aus diesem Krieg hervorgehen wird."

Foto: ullstein bild
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Letzter Triumph: Englische Bomber warfen das letzte Flugblatt der "Weißen Rose" millionenfach über Deutschland ab. Ein finaler moralischer Triumph der zerschlagenen Bewegung.

Foto: ullstein bild
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Geheimer Druck: "Erschüttert steht unser Volk vor dem Untergang der Männer von Stalingrad." Auch das letzte Flugblatt druckten die Münchner Studenten Tag und Nacht in einem Keller an der berühmten Leopoldstraße.

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Urteilsschrift: "Den Führer aufs gemeinste beschimpft" - so legitimierten die Nazis die Hinrichtungen im Todesurteil gegen Christoph Probst, Sophie und Hans Scholl.

Foto: ullstein bild
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Verfilmung: Julia Jentsch als Sophie Scholl in der Todeszelle im Film "Sophie Scholl - Die letzten Tage" von 2005.

Foto: ddp images
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Ort des Todes: Das Gefängnis Stadelheim im München heute. Im Todestrakt der Haftanstalt wurden die Geschwister Scholl 1943 hingerichtet.

Foto: imago/ Astrid Schmidhuber
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Ausstellung: So erinnert die "Gedenkstätte Deutscher Widerstand" in Berlin an die "Weiße Rose".

Foto: imago/ imagebroker
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Kunstwerk: Diese ins Pflaster vor der Münchner Uni eingelassene Plastik erinnert an die Flugblätter. Als hätten sie Sophie und Hans Scholl gerade eben erst hingeworfen.

Foto: imago/ imagebroker
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Erinnern: Die Büste Sophie Scholls steht im Lichthof der Münchner Uni. Sie ist ständig von Weißen Rosen geschmückt.

Foto: imago/ Ralph Peters
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Nicht wiederzuerkennen: Das Hinterhaus in der Münchner Franz-Josef-Straße 13, in dem Hans und Sophie Scholl zusammen lebten, ist inzwischen im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen weitreichend umgebaut worden. Eine Gedenktafel am Vorderhaus erinnert an die beiden Widerstandskämpfer.

Foto: Renardo la Vulpo
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