Weißes Haus: Obamas Amtssitz - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Weißes Haus Obamas Amtssitz

1 / 36

Map Room
Wo hier gerade Michelle Obama und Jill Biden empfangen, wurden einst die Landkarten ausgebreitet. Im Zweiten Weltkrieg lag hier das Lagezentrum von Präsident Franklin D. Roosevelt. Heute hängen noch alte Pläne von Washington D.C. an der Wand - aber vor allem wird der Map Room als Empfangszimmer genutzt.

Foto: The White House
2 / 36

Diplomatic Room
Aus diesem Zimmer hielt Franklin D. Roosevelt seine "fireside chats" - die berühmten Radioansprachen, mit denen er das amerikanische Volk durch die Krise der Dreißiger und den Zweiten Weltkrieg führen wollte. Obama führt die Tradition auf moderne Weise fort: Hier werden teilweise seine wöchentlichen Videoansprachen aufgezeichnet. Hinter seinem Pult hängt ein Porträt vom ersten Präsidenten der USA, George Washington. Durch den Diplomatic Room betritt die First Family ihr Haus vom Südrasen aus.

Foto: Alex Brandon / AP
3 / 36

China Room
Anfangs schlief hier der Ofenheizer des Präsidenten. 1917 ließ Edith Wilson, Ehefrau von Präsident Woodrow Wilson, das Zimmer herrichten, um die Porzellanbestände des Weißen Hauses zusammenzulegen. Heute ist die Sammlung in chronologischer Reihenfolge ausgestellt, angefangen links mit dem Porzellan George Washingtons. Als Hintergrund wurde die Farbe Rot gewählt - passend zum Kleid von Präsidentengattin Grace Coolidge auf dem Porträt an der Wand.

Foto: Charles Dharapak / AP
4 / 36

Küche
Hier werden vom Frühstück für die Obamas bis zum großen Staatsdinner alle Mahlzeiten zubereitet. Fünf Köche können 140 Abendessen oder Häppchen für 1000 Gäste anrichten. Über eine eigene Treppe und einen Fahrstuhl gelangt das Essen schnell hinauf in die Speiseräume im ersten Stock.

Foto: RON EDMONDS/ AP
5 / 36

Bibliothek
Ursprünglich war der Raum die Wäscherei des Regierungssitzes. Seit 1935 beherbergt er die Bibliothek des Weißen Hauses. Zwei der Sessel wurden 1817 für Präsident James Monroe hergestellt - heute stehen sie neben modernen Medien. Im Jahr 2006 gestaltete First Lady Laura Bush, eine gelernte Bibliothekarin, den Raum um.

Foto: The White House
6 / 36

East Garden Room
Im Raum werden Stücke zur Geschichte des Weißen Hauses ausgestellt - die täglichen Führungen durch das Weiße Haus gehen durch den Raum. Hier sieht man Obama mit seinem ehemaligen Stabschef Rahm Emanuel im East Garden Room.

Foto: The White House
7 / 36

Family Theater
Im Jahr 1942 ließ Franklin D. Roosevelt die Garderobe in einen kleinen Kinosaal umbauen. Dort schaute er Filmaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg. Heute dient das Kino eher der Unterhaltung. 42 Besucher finden Platz, auch 3-D-Filme können gezeigt werden. Auf dem Foto spricht der Präsident im Mai 2012 vor der Vorführung des Films "Man in Black 3".

Foto: Getty Images / The White House
8 / 36

Kennedy Garden
Der frühere "First Lady's Garten" heißt seit 1965 "Jacqueline Kennedy Garden". Er soll einen typischen nordamerikanischen Garten des 18. Jahrhunderts widerspiegeln, mit weißer Pergola, Buchsbäumen und Blumenbeeten. Hier werden auch Lavendel und Rosmarin angebaut, die die Köche des Weißen Hauses beim Zubereiten der Speisen verwenden.

Foto: The White House
9 / 36

Rosengarten
Im Jahr 1913 ließ Woodrow Wilsons erste Ehefrau Ellen einen klassischen Rosengarten anlegen. Bei gutem Wetter hält der Präsident draußen Pressekonferenzen oder diplomatische Empfänge ab - Bundeskanzlerin Angela Merkel bekam hier im Juni 2011 die Freiheitsmedaille verliehen.

Foto: ? Jonathan Ernst / Reuters
10 / 36

Büro des Stabschefs
Der "Chief of Staff" ist der Leiter der Verwaltung, plant die Tage für den Präsidenten. Die engen Mitarbeiter treffen sich hier oft zu Lagebesprechungen.

Foto: The White House
11 / 36

Oval Office Dining Room
Kleiner Speisesaal nahe dem Oval Office. Der Präsident trifft hier wichtige Besucher für Arbeitsessen, wie auf dem Bild vom Oktober 2009 die damalige Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi.

Foto: The White House
12 / 36

Oval Office Study
Privatbüro des Präsidenten, gleich neben dem repräsentativen Oval Office. Anders als dort, arbeitet der Präsident hier alleine. Hier soll sich Bill Clinton mehrfach mit Monica Lewinsky getroffen haben.

Foto: The White House
13 / 36

Oval Office
Das berühmteste Zimmer des Weißen Hauses, der Hauptarbeitsplatz des Präsidenten. Die Fenster zum Garten wurden 1941 mit kugelsicherem Glas ausgestattet - nachdem aufgebrachte Bürger nach dem Angriff auf Pearl Harbor das Weiße Haus umzingelten. Jeder Präsident kann das Oval Office umgestalten. Für Obama wurde 2010 renoviert: mit neuen Tapeten, cremefarbenen Sofas - und einem ovalen Teppich. Stehen blieb allerdings der alte Schreibtisch "Resolute", der bereits seit der Amtszeit von Kennedy im Oval Office thront.

Foto: The White House
14 / 36

Roosevelt Room
Häufig genutzter Konferenzraum für Lagebesprechungen, Presserunden oder Regierungskonsulationen, hier mit Vertretern Chinas im Februar 2012. Beim Bau des Westflügels Anfang des 20. Jahrhunderts lag hier das Büro von Präsident Theodore Roosevelt, bevor das Oval Office eingerichtet wurde. Präsident Nixon benannte das Zimmer zu Ehren von Theodore und Franklin D. Roosevelt, Porträts der beiden hängen an der Wand.

Foto: Chip Somodevilla / Getty Images
15 / 36

Büro des Nationalen Sicherheitsberaters
Seit 1953 haben amerikanische Präsidenten einen "National Security Advisor" - in dessen Büro finden Treffen zu Sicherheitsfragen statt. Unter Obama bekleidet Tom Donilon das Amt. Auf diesem Bild sitzt er links von Obama, bei einem Treffen mit dem indischen Sicherheitsberater Shivshankar Menon.

Foto: The White House
16 / 36

Eingang des West Wing
Wenn der Präsident im West Wing arbeitet, steht ein Marineinfanterist vor dem Nordeingang. Im 30-Minuten-Takt wechseln sich die Marines bei der Wache ab.

Foto: The White House
17 / 36

Cabinet Room
Kabinettssitzungen sind selten im Weißen Haus. Unter Obama trifft man sich rund alle zwei Monate. Der Präsident sitzt stets an der Tischmitte mit dem Rücken zum Rosengarten, der Vizepräsident ihm direkt gegenüber. Die Sitzordnung der anderen wird durch das Datum der Einrichtung des Ministeriums festgelegt. Je älter das Ressort, desto näher sitzt der Minister beim Präsidenten.

Foto: The White House
18 / 36

Pressezentrum
Die für das Weiße Haus akkreditierten Journalisten erhalten hier täglich Briefings - selten auch vom Präsidenten persönlich. 2007 wurde der Raum generalüberholt: Flachbildschirme wurden installiert, ein neues Podium und Stuhlreihen aufgebaut. Es gibt nur 49 Sitzplätze für Journalisten, jedem Medium ist ein fester Platz zugewiesen. Die Technik verläuft unter dem Raum - im alten Swimmingpool des Weißen Hauses.

Foto: ? Jason Reed / Reuters
19 / 36

Büro des Vizepräsidenten
Die offizielle Residenz des Vizepräsidenten liegt im Nordwesten der Stadt. Doch die Stellvertreter bezogen ihr Büro im West Wing zuletzt immer häufiger, da sie stärker in den täglichen Ablauf im Weißen Haus eingespannt werden. Auch Obamas Vize Joe Biden verbringt viele Arbeitstage im West Wing, hier empfängt er im März 2009 den früheren Staatschef der Sowjetunion, Michail Gorbatschow.

Foto: The White House
20 / 36

Helikopter-Landeplatz
Der Präsidentenhubschrauber "Marine One" startet direkt von der Grünfläche südlich des Weißen Hauses - mit bestem Blick auf das Washington Monument. Helikopterflüge sind die erste Alternative zu Fahrzeugkolonnen.

Foto: Jewel Samad / AFP
21 / 36

Tennis- und Basketballplatz
Auf dem Südrasen hat die Amtszeit von Barack Obama bereits tiefe Spuren hinterlassen. Unter anderem ließ der nach Amtsantritt den Tennisplatz so umbauen, dass hier auch Basketball auf voller Feldgröße gespielt werden kann. Ein kleineres Feld hatte das Weiße Haus schon seit 1991.

Foto: Alex Brandon / DCAB111
22 / 36

Kitchen Garden
Michelle Obama, die sich als First Lady für gesunde Ernährung stark macht, legte im Frühjahr 2009 zusammen mit Kindern einer Grundschule Gemüsebeete an. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wird am Weißen Haus wieder in einem Garten Gemüse angebaut - und von den Köchen des Weißen Hauses für die Mahlzeiten der First Family und für Staatsbanketts verwendet. Und im nahen Bienenstock wird Honig hergestellt.

Foto: Manuel Balce Ceneta/ AP
23 / 36

State Dining Room
140 Gäste finden im prachtvollen Speisesaal Platz. Doch die Obamas halten ihre großen Dinnerpartys lieber im East Room oder in Zelten auf der Grünfläche ab. Seitdem wird der Speisesaal für Treffen mit Delegationen von Kongress und wichtigen Verbänden genutzt.

Foto: Joshua Roberts / REUTERS
24 / 36

Red Room
Ein Zimmer in rotem Satin, das in der Regel die First Ladys in Beschlag nehmen. Dolley Madison (Hausherrin von 1809 bis 1817) gab hier ihre Mittwochsempfänge, Eleanor Roosevelt hielt Pressekonferenzen für Reporterinnen ab. Und auch große Politik fand hier statt: Präsident Rutherford B. Hayes ließ sich nach seinem umstrittenen Wahlsieg am 3. März 1877 heimlich im Red Room vereidigen, um einen Staatsstreich abzuwenden. In der Öffentlichkeit legte er erst zwei Tage später den Amtseid ab.

Foto: The White House
25 / 36

Blue Room
Blaue Polster, blaue Vorhänge, blauer Teppich. Seit der Renovierung im Jahr 1837 hat das ovale Zimmer seine Farbgebung behalten. Präsident Obama empfängt hier Staatsgäste und Vertreter des Kongresses. Im Dezember steht hier der offizielle Weihnachtsbaum des Weißen Hauses.

Foto: Pete Souza / AP
26 / 36

Green Room
Schon unter Thomas Jefferson wurde der kleine gemütliche Raum grün gestaltet. Wie in vielen Räumen dekorierte hier Jackie Kennedy um: Der "Green Room" wurde feierlicher und musealer gestaltet - die First Lady suchte die grünen Seide aus, die bis heute die Wände schmückt.

Foto: AP / Architectural Digest / Derry Moore
27 / 36

East Room
Im größten Raum des Weißen Hauses finden Galaabendessen, Empfänge oder Pressekonferenzen statt - und seit der Zeit der Kennedy-Administration auch verstärkt Konzerte und Aufführungen. Obama knüpft an die Tradition von JFK an und holte schon Paul McCartney, Stevie Wonder oder Bob Dylan für Auftritte in den East Room. (Auf dem Bild tritt Jazzsängerin Dianne Reeves im Februar 2012 auf).

Foto: The White House
28 / 36

Entrance and Cross Hall
Die Cross Hall hinter dem offiziellen Eingang für Staatsgäste verbindet State Dining Room und East Room, Banales und Weltpolitik. Präsident Andrew Jackson bekam 1835 einen 635 Kilogramm schweren Käselaib geschenkt, den er in der Halle ausstellte. Die Bürger durften probieren und traten tausende Käsekrümel in den Teppich. Danach stank die Halle wochenlang. George W. Bush nutzte die Eingangshalle 2003 für seine Rede am Vorabend des Irak-Kriegs, in der er Saddam Hussein 48 Stunden gab, das Land zu verlassen.

Foto: The White House
29 / 36

Family Dining Room
Den kleinen Nachbar der großen Speisesäle nutzen die Obamas für intimere Abendessen, hier sind sie bei einem Pessach-Fest im April 2012 zu sehen.

Foto: The White House
30 / 36

Lincoln Bedroom
Hier hatte einst Präsident Abraham Lincoln sein Büro. Der benutzte, so weit man weiß, allerdings nie das massive Rosenholzbett. Heute dient der Raum als Gästezimmer, in dem eine der wenigen handgeschriebenen Kopien von Lincolns berühmter Gettysburg-Rede von 1863 ausliegt.

Foto: AP / Architectural Digest / Derry Moore
31 / 36

Treaty Room
Unter Präsident Kennedy bekam das Vertragszimmer seinen Namen, der auf die Entscheidungen verweisen sollte, die hier getroffen wurden. Unter anderem wurde in dem Zimmer 1963 der Vertrag über das Verbot von Kernwaffenversuchen in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser unterzeichnet. Obama feilte hier an seiner Rede, die er zum Erhalt des Friedensnobelpreises in Oslo hielt. Die Obamas nutzen den Raum auch als Wohnzimmer.

Foto: AP / The White House
32 / 36

Queens' Bedroom
Gästezimmer der First Family, mit eigenem Ankleidezimmer und Bad. Seinen Namen verdankt es royalen Gästen. Unter anderem die britische und die niederländische Königin haben hier übernachtet.

Foto: AP / Architectural Digest / Derry Moore
33 / 36

Yellow Oval Room
Empfangsraum für bedeutende Gäste - hier ist der niederländische Kronprinz Willem Alexander zu Gast.

Foto: The White House
34 / 36

Truman Balcony
Harry Truman ließ den Balkon mit Blick auf das Washington Monument und das Jefferson Memorial anbauen. Einem Reporter von "Vanity Fair" sagte Obama: "Das ist der beste Ort im gesamten Weißen Haus."

Foto: Pablo Martinez Monsivais / AP
35 / 36

Situation Room
Das Kommunikationszentrum des Weißen Hauses: 1961 unter John F. Kennedy eingerichtet, 2007 modernisiert und ausgebaut. Von hier aus werden rund um die Uhr Geheimdienstinformationen überwacht, und der Präsident kann über eine abhörsichere Verbindung mit Kommandeuren des US-Militärs oder mit internationalen Staats- und Regierungschefs sprechen. Aus dem Raum verfolgten Obama und Mitarbeiter die Tötung von Osama Bin Laden im Mai 2011.

Foto: REUTERS / The White House
36 / 36

Navy Mess
Schickes Restaurant, das von der Marine geführt wird.

Foto: The White House
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?