Weit verbreiteter Pilz: Ein Unbekannter wird sichtbar - DER SPIEGEL
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Weit verbreiteter Pilz Ein Unbekannter wird sichtbar

Teile seines Erbguts haben Forscher in zahlreichen Bodenproben nachgewiesen, doch den Organismus selbst lernten sie erst jetzt kennen: Wissenschaftler haben einen weit verbreiteten Bodenpilz erstmals im Labor gezüchtet.
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Neu entdeckter Pilz: Diese Kulturen von Archaeorhizomyces finlayi sind über sechs Monate im Labor gewachsen. Forscher haben den weit verbreiteten Pilz erstmals im Labor gezüchtet - und konnten so sein schon oft in Bodenproben entdecktes Erbgut einem Organismus zuordnen.

Foto: UMICH/ Timothy James
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Wurzelspitze eines Nadelbaums: Anna Rosling vom Uppsala BioCenter in Schweden und ihre Kollegen stießen durch Zufall auf den mysteriösen Pilz. Sie untersuchten Mykorrhizae - das sind Pilze, die an Pflanzenwurzeln leben und mit den Pflanzen eine Symbiose eingehen.

Foto: UMICH/ Audrius Menkis
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Kultur von A. finlayi mit eingefärbten Zellwänden: Der Pilz wächst ausgesprochen langsam und bildet keine Sporen, die sich über die Luft oder das Wasser verbreiten, wie das die meisten Pilze tun. Daher gelangt wahrscheinlich kein Teil des Pilzes je ans Tageslicht.

Foto: UMICH/ Evan Dougherty
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Eingefärbter A. finlayi: Über die Lebensumstände des Pilzes können die Forscher nun etwas mehr sagen, zumindest können sie einiges ausschließen. Er gebe keine Hinweise darauf, dass er ein Krankheitserreger sei und ebenso deute nichts darauf hin, dass er Symbiosen eingeht.

Foto: UMICH/ Timothy James
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Rasterelektronenmikroskop-Aufnahme des Pilzes: "Weil er so oft im Boden vorkommt, muss er mit dem, was er tut, sehr erfolgreich sein - und eine ökologisch wichtige Rolle haben", sagt Anna Rosling.

Foto: UMICH/ Anna Rosling/ Karelyn Cruz Martinez
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Pilzgeflecht unterm Rasterelektronenmikroskop: Forscher gehen davon aus, dass noch sehr viele unentdeckte Pilzarten existieren - Rosling und ihre Kollegen schreiben, dass wohl erst ein Zehntel der Artenvielfalt der Pilze wissenschaftlich erfasst sei.

Foto: UMICH/ Anna Rosling/ Karelyn Cruz Martinez
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