Weltausstellungen Jahrmarkt des Atomzeitalters
Expo-Mode: Britische Mannequins führen die neuste Hutmode für den Weltausstellungs-Sommer 1958 vor.
Widerstand gegen das Atomzeitalter: 150.000 Menschen demonstrierten am 17. April 1958 in Hamburg gegen nukleare Waffen für die Bundeswehr; am gleiche Tag begann in Brüssel die Weltausstellung mit dem Atomium. In der Hansestadt wurde die großdemonstration und der beginn der Anti-Atomtod-bewegumg zum 50. Jahrestag mit einer Tagung erinnert.
Wahrzeichen der Weltausstellung: Das "Atomium" des belgischen Architekten André Waterkeyn ist bis heute ein Wahrzeichen Brüssels. Während der Weltausstellung trugen kleine Gondelbahnen trugen die Besucher über das Expo-Gelände..
Über den Köpfen: Mit den kleinen Gondeln einer Seilbahn konnten die Besucher im April 1958 über das Ausstellungsgelände der Weltausstellung in Brüssel schweben.
This is America: Eine Kreuzung aus Kolosseum und Kristallpalast war der Pavillon der USA, entworfen von Edward Stone.
Modenschau im US-Pavillon: Der lichtdurchflutete Pavillion der USA auf der Weltausstellung 1958 in Brüssel punktete mit Modenschauen am Wasserbecken, mit abstrakter Kunst und ironischen Grafiken von Saul Steinberg. Ein 360-Grad-Rundum-Kino führte die Schönheiten der USA vor, ein IBM-Computer beantwortete mehrsprachig die Fragen der Besucher und auf speziellen Wunsch von US-Präsident Dwight D. Eisenhower waren auch elektrische Wahlmaschinen zu sehen.
Interieur des US-Pavillons: Das Innere des amerikanischen Ausstellungs-Pavillons auf der Brüsseler Weltausstellung 1958 sollte mit abstrakter Kunst am Wasserbecken die Leichtigkeit des Kapitalismus inszenieren.
Königliche Eskorte: Soldaten in Gardeuniform geleiten den belgischen König Baudouin I. am 17. April 1958 zur Eröffnung der Weltausstellung. Im Hintergrund erhebt sich majestätisch das Atomium.
Andrang am Atomium: Vor dem Fuß des Atomiums bilden sich im April 1958 lange Schlangen von Menschen, die das Wahrzeichen der Weltausstellung auch von innen sehen wollen. Das Publikumsecho auf die Brüsseler Schau war phänomenal: Insgesamt 41.454.412 Besucher stürmten bis zum 19. Oktober das Ausstellungsgelände.
Thailändische Pagode: Der thailändische Pavillon vor dem riesigen Ausstellungsgebäude der Franzosen auf dem Gelände der Brüsseler Expo 1958.
Ecken und Kanten: Wie ein futuristisches Gebirge erheben sich die beleuchteten Zacken des britischen Pavillions im April 1958 auf dem Gelände der Weltausstellung in Brüssel.
Deutscher Pavillon von Egon Eiermann: Architektonisch war die Weltausstellung im April 1958 in Brüssel ein Triumph der Atomzeitalter-Moderne. Rechtwinklige Stahl- und Glasflächen dominierten, angereichert durch geschwungenen Beton und technizistische Ornamentik. Der Beitrag der Bundesrepublik kam von den Architekten Sep Ruf und Egon Eiermann und umfasste acht quadratische Pavillons, erreichbar über ein elegantes Viadukt und untereinander durch Passagen verbunden.
Der Architekt Egon Eiermann: Der Schöpfer der Berliner Gedächtniskirche und Erfinder des berühmten Klappstuhls "SE 18" war einer der wichtigsten Impulsgeber des modernen Architektur im Nachkriegsdeutschland. Zusammen mit dem Architekten Sep Ruf entwarf er den deutschen Pavillion für die Weltausstellung in Brüssel 1958.
Eiermann-Modell: Ein Modell des Deutschen Pavillons der Weltausstellung 1958 im Maßstab 1:100 . Das Modell war Teil der Ausstellung "Egon Eiermann - Kontinuität der Moderne", die 2004/2005 in Karlsruhe zu sehen war.
Sowjetischer Pavillon: Eher kantigen sozialistischen Charme strahlte der sowjetische Pavillon in Brüssel aus. Im ersten Stock konnten sich die Besucher an Werkzeugmaschinen studieren und sich an Gemälden und Skulpturen des sozialistischen Realismus erfreuen.
Lenin im Zentrum: Der Pavillion der UdSSR bei der Weltausstellung 1958 in Brüssel war um eine riesige Lenin-Statue herumgebaut und zeigte im Parterre die Erfolge der Schwerindustrie, Flugzeug- und Sputnikmodelle, dazu viel Propaganda.
Schwerter zu Pflugscharen: Im Inneren des Pavillons der UdSSR stand außer Lenin im Großformat auch die pazifistische Skulptur des Bildhauers Jewgeni Wutschetitsch. Sie sollte in den achtziger Jahren in der DDR eine besondere Bedeutung als Symbol der oppoositionellen Bewegung "Schwerter zu Pflugscharen" erlangen.
Frühjahrsputz am Atomium: Gesichert wie Bergsteiger reinigen zwei Männer im März 2008 die Oberfläche einer Kugel des Atomiums. Es stellt eine 165-milliardenfache Vergrößerung eines Eisenmoleküls dar. Das Bauwerk ist 102 Meter hoch, die neun Kugeln haben jeweils einen Durchmesser von 18 Metern.
Leuchtendes Atomium: Tausende kleine Lampen erleuchteten während der Weltausstellung 1958 bei Dunkelheit die spektakuläre begehbare Skulptur des Architekten André Waterkeyn aus silberglänzendem Aluminium.
Blick vom Atomium: Das Gelände der Brüsseler Weltausstellung im April 1958 von ihrem Wahrzeichen, dem Atomium, aus gesehen. Am unteren Bildrand ist noch eine der riesigen Aluminium-Kugeln der spektakulären Skulptur zu sehen.
Weltausstellung Montreal 1967: Die bunten Pavillions von Marokko, Äthiopien und Venezuela bei der Weltausstellung 1967 im kanadischen Montreal.
DER SPIEGEL 15/1958: SPIEGEL Zur SPIEGEL Titelgeschichte 15/1958: Babel in Beton
Das Atomium - damals eine Sensation: Für Kinder ein beeindruckendes Objekt. Hauptsächlich wegen des Atomiums haben wir unseren Urlaub in den BeNeLux-Ländern verbracht.